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·2 février 2026

Liebe Bundesliga-Manager, schaut auf Mainz: So geht Trainerwechsel!

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Fever Pit'ch-Kolumnist Alex Steudel über Heilsbringer Urs Fischer, unter dem die Rheinhessen wieder aufgeblüht sind

Sieben Spiele, zwölf Punkte, Mainz ist zurück auf der Erfolgsspur. Und wieso? Weil es Christian Heidel so gewollt hat.


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Der 05-Manager verpflichtete Mitte Dezember den arbeitslosen Urs Fischer. Er hat damit den Horst-Steffen-, Erik-ten-Hag-, Paul-Simonis- und Sandro-Wagner-Verpflichtern der Liga mal wieder demonstriert, wie Trainerwechsel geht.

Eigentlich wollte ich gerade schreiben, Heidel sei der Christoph Kolumbus des Fußballs. Aber der Vergleich hinkt. Kolumbus fuhr aus Versehen nach Amerika, Heidel wusste, was er tat, als er 2001 Thomas Tuchel und 2009 Jürgen Klopp entdeckte. Und jetzt auch, als er den Zürcher Urs Fischer, der mit Union Berlin so erfolgreich war, reaktivierte.

Während ich mich bei so mancher Verpflichtung in dieser Saison fragte, was sich der jeweilige Manager dabei wohl gedacht hat, war mir bei Trainer Fischer und Mainz gleich klar: Das passt wie Hintern auf Deckel.

Ich stelle mal eine Frage in den ungedeckten Raum: Wieso ist eigentlich vorher keiner auf Fischer gekommen?

Der Schweizer ist grundsympathisch und kein Selbstdarsteller – er strahlt mehr Ruhe aus als eine stehengebliebene Sanduhr. Manchmal, wenn er so beinahe teilnahmslos am Spielfeldrand sitzt, wirkt der 59-Jährige auf mich, als gebe er gerade seinen Spielern Anweisungen auf telepathischem Wege.

Wie auch immer Fischer es macht, die Botschaften kommen an. Seine Bilanz nach acht Wochen Mainz ist ein kleines Wunder:

– Siege gegen Leipzig und Wolfsburg, Punkt gegen Bayern

– Achtelfinale der Conference League erreicht

– Nur eines von neun Pflichtspielen verloren, Punkteschnitt 1,78

– Nach sechs Punkten Rückstand auf Platz 15 Mitte Dezember schon den Relegationsplatz erreicht

Seit Fischer "die Nachfolge von Bo Henriksen angetreten hat, ist die Trendwende offensichtlich und trägt klar die Handschrift des früheren Trainers von Union Berlin", schrieb gestern der Sportinformationsdienst. Der Sportinterpretationsdienst Lothar Matthäus formulierte es folgendermaßen: "Der kommt, hält die Hand drauf, und seither marschiert Mainz nach oben. Eine beeindruckende Arbeit."

Stimmt. Aber am Samstag beim Champions-League-Aspiranten RB Leipzig stimmte es besonders. Die Mainzer Mannschaft praktizierte ein klassisches "Elf Fischer müsst ihr sein": Trotz Rückstand verlor sie nicht die Ruhe. Nadiem Amiri per Elfmeter und Winter-Neuzugang Silas drehten das Ganze ­– 2:1 gegen die sächsische Tempomaschine.

Ich bin mir ziemlich sicher: Mainz steigt am Saisonende nicht ab.

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