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·27 avril 2026
Macht ein zweiter Jackson-Transfer für die Bayern Sinn? Ein Pro & Contra

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·27 avril 2026

Nicolas Jackson wurde eigentlich schon vor einigen Monaten als Transfer-Flop abgeschrieben. Und ja, die Leihgebür für den Senegalesen kommt in Relation zu den gezeigten Leistungen schon recht üppig daher. Und doch muss man Jackson attestieren, dass er sich in den letzten Wochen deutlich gesteigert hat.Zwar ist es aus Bayern-Sicht, wie bereits Max Eberl bestätigte, utopisch, die Kaufoption zu ziehen, jedoch könnte ja auch für weniger Geld etwas gehen. Inzwischen gibt es durchaus Gründe, warum sich die Münchner im Sommer nochmal intensiver mit dem Leihstürmer auseinandersetzen sollten.
Wir sehen uns Argumente an, was für und gegen eine weitere Jackson-Beschäftigung spricht.
In den ersten Monaten beim FC Bayern wirkte Jackson meist wie ein Fremdkörper, der auf Irrwegen unterwegs war und von seinen Kollegen kaum mal gefunden wurde. Zuletzt war jedoch eindeutig zu erkennen, dass Jackson nun besser versteht, wie er im Bayern-System zu agieren hat und welche Laufwege er nehmen soll. In seinen letzten fünf Bundesliga-Einsätzen hat er vier Tore erzielt und zwei Buden vorbereitet. Im Champions-League-Achtelfinale gegen Bergamo war er zudem mit einem Tor und einem Assist erfolgreich, ehe er gegen Real nicht ran durfte. Die letzten Wochen machen definitiv Hoffnung, dass Jackson mit seiner Entwicklung noch nicht am Ende angekommen ist und noch deutlich stärker werden kann. Der Angreifer ist mit seinen 24 Jahren auch noch recht jung und kann vieles von Harry Kane lernen. Zudem sei gesagt, dass zehn Tore und vier Assists in 1.151 Minuten durchaus für eine hohe Effizienz sprechen.
Der FC Bayern ist meist mit Mittelstürmern gut gefahren, die eine gewisse Größe und Präsenz besitzen und auch mit dem Rücken die Bälle gut halten und verteilen können. Jackson ist zwar auch immerhin 1,87 Meter groß, ist aber kein klassischer Stoßstürmer. Seine Stärke liegen eher in Puncto Agilität und Tiefenläufe. Mit dem Rücken zum Tor fehlt es ihm ein wenig an Ballsicherheit und auch seine Präsenz in der Box ist solide, aber nicht überragend. Fällt Harry Kane aus, ändert sich die Statik des Bayern-Spiels etwas, da Jackson einfach ein anderer Spielertyp ist. Grundsätzlich wäre es von Vorteil eine Kane-Light-Version als Backup zu haben, so wie es früher ein Eric Maxim Choupo-Moting war. Jackson ist verglichen dazu mehr ein Konterstürmer, was aber nicht dem Bayern-Spielstil entspricht.
Die Schwäche von Jackson ist gleichzeitig auch eine Stärke. Dadurch, dass er ein ganz anderer Spielertyp als Kane ist, besteht auch die Möglichkeit, beide gemeinsam spielen zu lassen. Kane kann in dieser Kombination als offensiver Spielmacher agieren und Jackson tief auf die Reise schicken. Beide Agreifer ergänzen sich in ihren Fähigkeiten ziemlich gut.
Noch hat Kompany selten mit beiden Stürmern gleichzeitig gespielt, jedoch könnte dies gerade dann eine Option sein, wenn der FCB mal im Rückstand ist und noch mehr riskieren muss. Sollte anstelle von Jackson ein echter Mittelstürmer in den Kader geholt werden, bestände vielmehr die Gefahr, dass beide die gleichen Räume auf dem Platz besetzen würden.
Die Kaufklausel von Jackson beträgt stolze 65 Millionen Euro und wird von den Bayern nicht aktiviert. Die Wahrscheinlichkeit ist durchaus gegeben, dass der FC Chelsea Jackson für weniger Geld ziehen lässt. Die Frage ist aber natürlich, wie weit darunter die Summe dann wirklich läge. Klar ist, dass Premier-League-Stürmer in Sachen Preis-Leistung meist ein wenig teurer sind als andere. Dies betrifft sowohl die Ablöse als auch das Gehalt. Bedenkt man nun, dass noch einige Serie-A-Klubs Interesse angemeldet haben sollen, kann man scho davon ausgehen, dass Jackson nicht gerade ein Schnäppchen wäre.Eine weitere Option könnte eine erneute Leihe sein. Hier stellt sich die Frage, ob Chelsea auf der einen und vor allem Jackson auf der anderen Seite daran interessiert sind.
Harry Kane ist beim FC Bayern als Mittelstürmer absolut gesetzt. Das weiß jeder Angreifer, der mit den Gedanken spielt, nach München zu wechseln. Folgerichtig stellt sich die Frage, ob man wirklich einen qualitativ starken Stürmer findet, der sich hinter Kane auf die Bank setzt und mit einer Backup-Rolle zufrieden ist. Normalerweise kann es sich hierbei nur um ein junges Talent handeln oder einen Offensiv-Allrounder, der auch andere Positionen bekleiden kann. Jackson scheint seine aktuelle Rolle jedoch ganz gut akzeptiert zu haben. Jedenfalls ist nicht zu vernehmen, dass der Leih-Stürmer aktuell irgendwelche Probleme macht.
Jackson ist ganz sicher nicht der optimale Kane-Backup, weil er einfach ein anderer Stürmertyp ist, der sich mit der Spielweise der Bayern, die doch sehr auf Ballbesitz ausgerichtet ist, schwer tut. Auf der anderen Seite hat sich Jackson schon sehr viel besser auf den Kompany-Fußball eingestellt, als es noch in der Hinrunde der Fall war. Inzwischen kennt er wichtige Abläufe, die ein neuer Stürmer erst lernen müsste.Aus Bayern-Sicht macht es absolut Sinn, sich mit einer Weiterbeschäftigung auseinanderzusetzen. Letztlich hängt dann alles davon ab, wie hoch der Preis für Jackson wäre und welche Alternativen es auf dem Markt gibt.
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