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·1 janvier 2026
Nach Gazprom-Jahren: Schalke kassiert staatliche Millionen-Hilfe

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Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine wurde die Energiepreisbremse eingeführt, um hohe Kosten abzufedern. Auch der finanziell angeschlagene FC Schalke 04 profitierte davon mit einer staatlichen Entlastung.
Der FC Schalke 04 hat im Zuge der staatlichen Energiepreisbremse finanzielle Unterstützung erhalten. Wie aus EU-Dokumenten hervorgeht, die dem kicker vorliegen, wurde eine Gesellschaft rund um die Arena der Königsblauen mit 500.000 Euro entlastet.
Konkret profitierte die „FC Schalke 04 Stadion-Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Immobilienverwaltungs-KG“ von der Maßnahme. An dieser Gesellschaft hält der Klub wirtschaftlich betrachtet mehr als 86 Prozent, sodass die Entlastung direkt Schalke zugutekommt. Für den finanziell angeschlagenen Verein ist das ein nicht unwesentlicher Beitrag, auch wenn es im Vergleich zu den Gesamtverbindlichkeiten nur ein kleiner Baustein bleibt.
Die Energiepreisbremse hatte die Bundesregierung Ende 2022 eingeführt, um Unternehmen und Verbraucher angesichts explodierender Strom- und Gaspreise zu entlasten. Auslöser für die Energiekrise war unter anderem der russische Angriff auf die Ukraine, der die Märkte stark verunsicherte und die Preise nach oben trieb.
Gerade im Fall von Schalke schwingt dabei eine gewisse Ironie mit. Der Klub war von 2007 bis zum Beginn des Krieges langjährig mit dem russischen Energiekonzern Gazprom verbunden, der mehrheitlich in Staatsbesitz ist. Der Schriftzug prangte über Jahre auf den Trikots, zeitweise flossen rund 20 Millionen Euro pro Saison nach Gelsenkirchen. Wenige Tage nach Kriegsbeginn trennte sich Schalke von dem Sponsor.
Deutlich höher fiel die Entlastung beim Revierrivalen Borussia Dortmund aus. Der BVB erhielt im Rahmen der Energiepreisbremse insgesamt 5,5 Millionen Euro. Die Differenz erklärt sich vor allem durch den deutlich höheren Energiebedarf des Signal Iduna Parks, Deutschlands größtem Fußballstadion, sowie durch zusätzliche Belastungen etwa durch internationale Wettbewerbe.
Die staatlichen Hilfen waren ursprünglich als Reaktion auf eine der größten energiepolitischen Krisen der vergangenen Jahrzehnte gedacht.









































