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·20 mars 2026
Nationalmannschaft bei der WM 2026: Ballack über Ziele und mögliches Scheitern: „Nicht schlimm“

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Michael Ballack nimmt die Nationalmannschaft bei der WM 2026 in die Pflicht, sieht ein Scheitern aber nicht als Katastrophe. Der 49‑Jährige betonte in der Sky-Sendung „Triple – der Hagedorn‑Fussballtalk“, dass jeder Spieler bei einer WM gewinnen wolle und die DFB‑Elf historische Ansprüche habe. Für Ballack ist das bloße Überstehen der Vorrunde kein Erfolg mehr, gleichzeitig stellte er klar: „Es ist auch nicht schlimm, wenn man sich die höchsten Ziele setzt und dann scheitert.“ Seiner Ansicht nach müssen Spieler mit Druck und Erwartungen umgehen können, das gehöre zum Profi‑Geschäft.

Michael Ballack als Reporter für DAZN in der Bundesliga (Foto Depositphotos.com)
Ballack formuliert klare Erwartungen an die Nationalmannschaft bei der WM 2026: Ambitionierte Ziele gehören zum Turnier, und das Team müsse sich an größeren Ansprüchen messen lassen. „Jeder, der dort mitspielt, will gewinnen“, sagte der Ex‑Mittelfeldspieler und machte deutlich, dass für die DFB‑Elf historische Maßstäbe gelten. Dennoch relativierte er die Folgen eines Scheiterns: Wenn die höchsten Ziele nicht erreicht werden, sei das kein Weltuntergang, sondern Teil des Wettbewerbs.
Der frühere Nationalspieler sieht beim aktuellen Kader Entwicklungspotenzial, besonders in puncto Führungsspieler und interner Hierarchie. Es gebe „welche, aber vielleicht nicht genug“, so Ballack, und idealerweise entstehe eine Hierarchie „von innen heraus, aus der Mannschaft“. Entscheidend seien Charaktere, die Verantwortung übernehmen und stabilisierend wirken; nur so könne sich eine verlässliche Führungsstruktur etablieren.
Ballack lobte einzelne Talente im Kader, kritisierte aber gleichzeitig die fehlende Konstanz auf Spitzenniveau: „Deutschland habe ein paar richtig geile Kicker, aber auch eine Mannschaft, die nicht stabil ist auf diesem Niveau.“ Trotz dieser Einschätzung forderte er, dass Spieler weiter Biss und Anspruch zeigen sollen, denn durch solche Anforderungen wachse die Mannschaft. Auch betonte er, dass Trainerstärke nötig sei, um Personalentscheidungen durchzusetzen, ohne dass dies als Schwäche gewertet werde.
Am Donnerstag hatte Bundestrainer Julian Nagelsmann sein Aufgebot für die Länderspiele in der Schweiz (27. März/Basel) und gegen Ghana (30. März/Stuttgart) bekanntgegeben. Nagelsmann will die finalen WM‑Tickets in der zweiten Mai‑Woche verteilen, womit sich die Kaderplanung für die Endrunde weiter konkretisiert. Bis dahin bleiben Fragen nach Führungsrollen, Stabilität und der Umsetzung sportlicher Ansprüche zentrale Themen.









































