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·10 juin 2026
"Nicht ganz fair": Woltemade wehrt sich gegen Kritik

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·10 juin 2026

Newcastle-Stürmer Woltemade fühlt sich ungerecht beurteilt, ist mit der Saison unzufrieden und freut sich nun auf die WM mit dem DFB-Team.
Fußball-Nationalspieler Nick Woltemade fühlt sich nach seiner ersten Saison in der englischen Premier League ungerecht beurteilt. "Von mir wird in jedem Spiel ein Tor oder eine Vorlage erwartet. Wenn ich aber nicht im Angriff spiele, ist es für mich deutlich schwieriger, in die torgefährlichen Räume zu kommen", sagte der 24-Jährige von Newcastle United im stern-Interview und ergänzte: "Die Wucht der Kritik und die damit verbundene Unruhe um meine Person haben mich schon überrascht."
Woltemade war nach eigenen Angaben für 75 Millionen Euro vom VfB Stuttgart auf die Insel gewechselt. Bei Newcastle kam er nach einer starken Anfangsphase aber öfters nicht auf seiner Wunschposition im Angriff zum Einsatz. "Trotzdem bin ich von manchen Experten weiterhin als Stürmer beurteilt worden. Dann hieß es: Warum schießt Nick so wenig Tore? Warum gibt er nicht mehr Vorlagen? Das waren die falschen Fragen, und ich fand sie nicht ganz fair", sagte Woltemade.
Mit dem sportlichen Verlauf der vergangenen Monate sei er "nicht zufrieden". Er lasse "Dinge, die belastend sein können, aber nicht mehr so nah an mich heran", sagte Woltemade, der den Wechsel nicht bereut hat: "Ich habe viel gelernt in dieser Saison. Ich habe athletisch zugelegt, ich kann das enorme Tempo mitgehen und mich in Zweikämpfen behaupten. Insgesamt war das ein Schritt nach vorn. Ich werde mich dort durchsetzen."
Jetzt freut er sich erst einmal auf die WM. "Die Mannschaft ist zu meiner Heimat geworden. Da glauben die Leute an mich, da fühle ich mich verstanden", sagte Woltemade. Er sei zwar "einer der Jüngeren, aber alle wissen, was sie an mir haben. Mit meinen Toren habe ich geholfen, dass wir uns für die WM qualifiziert haben. Ich bin ein geschätztes Familienmitglied."
Doch auch bei Julian Nagelsmann hat Woltemade derzeit einen schweren Stand. Gegen Finnland (4:0) wechselte ihn der Bundestrainer erst in der Schlussphase ein, gegen die USA (2:1) blieb er 90 Minuten auf der Bank. "Er kommt aus keiner guten Phase. Er ist aber ein überragender Fußballer, der uns helfen wird", sagte DFB-Sportdirektor Rudi Völler.







































