Ogundu: "Ich bin sehr froh, jetzt hier zu sein" | OneFootball

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·25 avril 2026

Ogundu: "Ich bin sehr froh, jetzt hier zu sein"

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Uchenna Ogundu hat mit 19 Jahren bereits eine bemerkenswerte Entwicklung genommen. Ausgebildet an der Diamond Football Academy in Nigeria, führte ihn sein Weg über Stationen in der Türkei in der Winterpause zum FC Augsburg. Der junge Angreifer bringt Tempo, Torgefahr und Physis mit und hat inzwischen auch in der Bundesliga Fuß gefasst. Vor dem Spiel gegen Eintracht Frankfurt spricht „Uche“, wie ihn seine Teamkollegen nennen, über seine bisherigen Einsätze im deutschen Oberhaus, seine Ankunft in Augsburg und sein schnelles Einleben beim FCA.

Uche, am vergangenen Spieltag konnten wir einen späten 2:1-Sieg in Leverkusen feiern. Wie hast du das Spiel erlebt? Es war kein einfaches Spiel, aber wir haben als Team eine sehr gute Mentalität gezeigt. Wir haben bis zum Schluss alles gegeben und uns den Sieg am Ende verdient.


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Du hast gegen Leverkusen in der Nachspielzeit den Elfmeter herausgeholt, der uns den Sieg gebracht hat. Wie war dieser Moment für dich? Der Moment war sehr besonders für mich. Ich wurde eingewechselt und wollte der Mannschaft unbedingt helfen. Dass es dann mit dem Elfmeter geklappt hat, hat mich natürlich sehr gefreut.

Für dich war es dein vierter Einsatz. Wie fühlt es sich bisher an, für den FC Augsburg in der Bundesliga zu spielen? Es fühlt sich sehr gut an. Die Jungs und alle im Verein versuchen immer, mir zu helfen, wenn irgendetwas ist. Ich fühle mich hier in Augsburg und vor allem in der Mannschaft sehr wohl.

Was sind deine Stärken als Spieler? Vor allem meine Schnelligkeit und meine Physis. Als Stürmer gehört es natürlich auch dazu, einen guten Abschluss zu haben und am Ende Tore für die Mannschaft zu erzielen.

Du hast deine Fußballkarriere in deinem Heimatland Nigeria an der Diamond Football Academy begonnen. Was waren die wichtigsten Dinge, die du aus dieser Zeit mitgenommen hast? In Nigeria lag der Fokus besonders auf körperlicher Stärke, wovon ich heute noch profitiere. Wir mussten immer sehr viel laufen. Gleichzeitig hat mich diese Zeit auch mental geprägt: Mir wurde dort vermittelt, niemals aufzugeben und immer weiterzumachen, auch wenn die Dinge nicht immer einfach sind. Außerdem hat uns die Ausbildung an der Akademie geholfen, uns in neuen Vereinen schnell anzupassen und das Beste aus uns herauszuholen. Es gibt auch einige bekannte Spieler, die dort ausgebildet wurden, zum Beispiel Samuel Chukwueze, der aktuell beim FC Fulham in der Premier League spielt.

Nach deiner Zeit in Nigeria bist du in die Türkei gewechselt, zuerst zu Şanlıurfaspor und später zu Alanyaspor. Wie war dieser Karriereschritt für dich? Es war immer mein Ziel, mein Talent irgendwann auch in Europa zeigen zu dürfen. Als dann der Anruf mit dem Angebot aus der Türkei kam, war das für mich wie ein wahr gewordener Traum. Ich habe mich sehr gefreut, diese Chance zu bekommen. Mit dem Wechsel hat sich mein ganzes Umfeld verändert – neues Land, neue Menschen, neues Essen. Vor allem mit der Sprache hatte ich anfangs große Probleme, weil in der Türkei nur wenige Menschen Englisch gesprochen haben und ich deshalb oft einen Übersetzer brauchte. Ich habe zwar ein bisschen Türkisch gelernt, aber die Sprache ist fast genauso schwer wie Deutsch (lacht).

Du bist in diesem Winter zum FCA gewechselt. Wie kam es zu diesem Transfer und warum hast du dich für Augsburg entschieden? Mein Manager hat mich angerufen und gefragt, ob ich mir einen Wechsel vorstellen könnte. Es gab Optionen aus Deutschland und Italien und ich musste mich zwischen diesen Ländern entscheiden. Am Ende habe ich mich für Augsburg entschieden – und ich bin sehr froh, jetzt hier zu sein.

Was ist dir bei deiner Ankunft in Deutschland als Erstes aufgefallen? Das Wetter! Es war sehr kalt und ich hatte keine richtige Winterjacke dabei. Als ich in Augsburg ankam, musste ich mir deshalb erst einmal wärmere Kleidung besorgen, weil ich die Kälte aus der Türkei nicht gewohnt war. Ich hätte nicht gedacht, dass es hier so kalt sein würde. Umso mehr freue ich mich jetzt, dass das Wetter inzwischen schöner ist.

Wie ist das Leben für dich bisher in Augsburg? Du bist noch sehr jung – wie gehst du damit um, so weit entfernt von deiner Familie und deiner Heimat zu sein? Der Wechsel von der Türkei nach Deutschland war auf jeden Fall einfacher als mein erster Schritt von Nigeria in die Türkei. Damals kam ich als Akademiespieler in ein neues Land, heute bin ich als Profi gewechselt. Früher war ich deutlich unerfahrener und es war ein großer Schritt für mich, meine Familie zu verlassen. Natürlich vermisse ich meine Familie und meine Freunde sehr, aber ich telefoniere viel mit ihnen und wir sprechen oft stundenlang. Ich hoffe, dass sie mich irgendwann auch hier in Deutschland besuchen können.

Wie würdest du das Umfeld hier beim FC Augsburg? Mit welchen Spielern verstehst du dich besonders gut? Alle hier sind sehr freundlich und hilfsbereit. Inzwischen fühlt sich die Mannschaft für mich fast wie eine zweite Familie an, weil mich alle sehr unterstützen. Wenn ich jemanden mitten in der Nacht anrufen würde, wäre sofort jemand für mich da. Bisher war das zwar noch nicht nötig, aber wenn doch, dann würde ich wahrscheinlich Yannik oder Gregerl anrufen. Die beiden wohnen ganz in meiner Nähe und nehmen mich auch oft mit zum Training. Mit ihnen verstehe ich mich besonders gut.

Wenn wir jetzt auf das heutige Spiel gegen Frankfurt blicken: Was erwartest du von der Partie? Natürlich hoffen wir auf einen Sieg und drei Punkte. Wenn wir mit dem gleichen Gefühl und der gleichen Energie wie gegen Leverkusen in das Spiel gehen, können wir die Partie auf jeden Fall gewinnen.

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