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·9 juin 2026
Polats WM-Prognose: Baris Alper Yilmaz – Türkische Maschine oder Matchmanko?

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·9 juin 2026

Nur noch wenige Tage bis zumWM-Start und keine Woche mehr bis zum Auftakt der Türkei bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in der Gruppe D gegen Paraguay im kanadischen Vancouver. Die türkische Auswahl reist mit großen Hoffnungen und Erwartungen an, spricht doch jeder von der neuen Goldenen Generation nach der legendären „Milli Takim“ von 2002, die beim letzten WM-Auftritt der Türkei in Japan und Südkorea sensationell den dritten Platz belegte. Seither wartete das fußballverrückte Land vom Marmarameer bis zum Schwarzen Meer und Mittelmeer 24 lange Jahre auf die erneute Teilnahme an der Endrunde. In den USA, Kanada und Mexiko möchte das Team von Trainer Vincenzo Montella wie schon bei der EURO 2024 einen starken Eindruck hinterlassen und mit einer guten Leistung und Platzierung glänzen.
Der Kader ist gespickt mit großen Talenten und Akteuren mit ungeheurem Potenzial. Darunter Kapitän Hakan Calhanoglu, Arda Güler, Kenan Yildiz, Orkun Kökcü, Baris Alper Yilmaz, Ugurcan Cakir, Kerem Aktürkoglu oder Yunus Akgün. Zudem gibt es mit Spielern wie Can Uzun und Deniz Gül Profis in der Mannschaft, die zur Überraschung des Turniers für die Türkei werden könnten. Daher erhoffen sich die türkischen Fußballfans viel von diesen Akteuren, von denen sich GazeteFutbol-Chefredakteur Anil P. Polat diverse vor dem WM-Start ansehen wird. Dabei werden Stärken und Schwächen der Spieler hervorgehoben. Den Start macht der viel diskutierte Baris Alper Yilmaz.
Einer der kontroversesten und meist kritisiertesten Akteuren im Team ist Baris Alper Yilmaz, der zugleich aber auch zu den Spielern im Kader gehört, denen Nationalcoach Vincenzo Montella am meisten vertraut. Warum Yilmaz jedoch keinen leichten Stand bei den Fans hat und Montella dennoch an dem Offensivmann festhält, schauen wir uns im Detail an.
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Zu Yilmaz‘ größten Qualitäten gehören definitiv sein Tempo und seine körperliche Robustheit. Zudem setzt Vincenzo Montella auf die „vermeintliche“ Vielseitigkeit des 26-jährigen Profis aus Rize. Yilmaz kann auf beiden Flügeln agieren, wobei er primär rechts die besten Performances zeigt. Aber auch als falsche Neun im Sturmzentrum kommt Yilmaz neben Kerem Aktürkoglu am häufigsten zum Einsatz im Spielsystem von Montella. Seine Dribblings und hohe Geschwindigkeit stellen gegnerische Abwehrreihen immer wieder vor Probleme und können die Verteidigung aus der Balance bringen, sobald Yilmaz mit dem Gesicht zum Tor Fahrt aufnimmt. Seine Physis ist ebenfalls auf einem sehr hohen Niveau. Bei Zweikämpfen bleibt der Galatasaray-Spieler oft auf den Beinen und setzt sich auch in körperlichen Situationen immer wieder gut durch. Diese Fähigkeiten werden vom Trainerstab sehr geschätzt. Auch seine Beständigkeit, Konstanz und geringe Verletzungsanfälligkeit sind Faktoren, die Yilmaz auszeichnen. Für „Gala“ absolvierte er in der abgelaufenen Saison 49 Pflichtspiele und verzeichnete dabei bärenstarke zwölf Tore und 16 Assists. In insgesamt 3.691 Minuten Spielzeit war Yilmaz in durchschnittlich 308 Minuten direkt an einem Treffer der Istanbuler „Löwen“ beteiligt.

Foto: IHA
Gleich an dieser Stelle muss dabei aber erwähnt werden, dass Yilmaz diese Leistung für Galatasaray nahezu alle als Flügelspieler erbracht hat. In der türkischen Nationalmannschaft spielt er indes häufiger als eine Art „Mittelstürmer“, da die türkische Auswahl auf dieser Position über keinen echten Knipser bzw. Neuner auf Top-Niveau verfügt. Und hier lesen sich die Zahlen deutlich nüchterner. In 35 Länderspielen kommt Yilmaz lediglich auf vier Tore, wobei der letzte angerechnete Treffer beim 2:1-Erfolg gegen Venezuela zweifelsfrei ein Eigentor der Südamerikaner war. Davor war Yilmaz über zwölf Monate ohne Länderspieltor für die Halbmond-Nation.
Weiteres Manko von Yilmaz ist sein Spiel mit dem Rücken zum Tor, was er nicht sonderlich gut beherrscht. Zwar setzt er seinen Körper clever ein, um den Ball abzuschirmen, doch oftmals muss er sich dabei mit Fouls behelfen. Den Ball als Anspielstation halten und verteilen, funktioniert nur bedingt und eher sporadisch mal erfolgreich. Außerdem neigt Yilmaz dazu, in Spielen zu überdrehen und verliert bei seinen Dribblingversuchen oft das Leder. Dennoch probiert er es immer wieder und spielt sich dann an der Verteidigung fest, was zu Frust beim Spieler und unnötigen sowie zahlreichen Ballverlusten für die Türkei führt. In der Nationalmannschaft fehlt es ihm daher an der Konstanz, was seine Leistungen betrifft. An guten Tagen ist er eine Waffe für die Rot-Weißen, an durchschnittlichen oder schlechten Tagen kann es schnell so wirken, als spiele die Türkei ohne Stürmer und mit einem Mann weniger auf dem Feld.







































