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·20 juin 2026

Raphinha-Verletzung trübt Brasiliens Sieg gegen Haiti

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Nach dem Unentschieden zum Auftakt gegen Marokko traf Brasilien an Spieltag zwei auf Haiti. Die Südamerikaner gaben sich keine Blöße und gewannen standesgemäß mit 3:0.

Carlo Ancelotti tauschte seine Startelf auf zwei Positionen. Roger Ibanez und Igor Thiago nahmen auf der Bank Platz, dafür starteten Danilo und Matheus Cunha. Superstar Neymar fehlte weiterhin verletzungsbedingt. Haiti wechselte lediglich einmal im Vergleich zur knappen 0:1-Niederlage gegen Schottland. Superstar Isidor musste auf die Bank, dafür spielte Casimir.


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Cunha-Doppelpack ebnet Brasilien den Weg

Brasilien übernahm von Beginn an die Kontrolle und erspielte sich gegen die kompakt verteidigenden Haitianer immer wieder gute Torchancen. Die Selecao setzte den Gegner früh unter Druck und zwang Haiti damit immer wieder zu Fehlern. Ein erstes Tor von Raphinha nach rund 12 Minuten zählte wegen einer Abseitsstellung nicht, wenig später vergab der Flügelspieler nach einem starken Pass von Bruno Guimaraes eine weitere gute Möglichkeit.

Haiti verteidigte zwar mit viel Einsatz, war im eigenen Ballbesitz aber kaum in der Lage, für Entlastung zu sorgen. Immer wieder unterliefen dem Außenseiter einfache Ballverluste, die Brasilien in gefährliche Umschaltsituationen brachten. Nach 23 Minuten fiel dann die überfällige Führung. Vinicius Junior zog nach einem weiteren Fehler Haitis aus spitzem Winkel ab, Placide konnte nur nach vorne abwehren und Delcroix schoss den Ball in der Folge Matheus Cunha ans Knie, von wo aus er über die Linie zur Führung der Brasilianer sprang.

Auch danach blieb Brasilien die klar bessere Mannschaft. Haiti zeigte zwar vereinzelt Ansätze, wirklich gefährlich wurde der Karibikstaat aber nicht. Stattdessen nutzte die Selecao den nächsten Ballverlust im Mittelfeld eiskalt aus. Vinicius Junior trieb den Ball mit viel Tempo nach vorne und bediente Matheus Cunha, der aus halblinker Position sehenswert zum 2:0 unter die Latte abschloss.

Kurz vor der Pause legte Brasilien noch einmal nach. Lucas Paqueta spielte einen starken Pass in die Tiefe auf Vinicius Junior, der halblinks völlig frei vor Placide auftauchte und den Ball flach zum 3:0 ins Tor schob. Damit war die Partie schon vor dem Seitenwechsel entschieden.

Einziger Wermutstropfen aus brasilianischer Sicht war die frühe Auswechslung von Superstar Raphinha, der nach rund 40 Minuten angeschlagen vom Feld musste. Dafür kam Rayan in die Partie.

Haiti schnuppert am Anschluss

Brasilien blieb auch nach dem Seitenwechsel die klar überlegene Mannschaft, schaltete aufgrund der sicheren Führung aber einen Gang zurück. Haiti bekam dadurch etwas mehr Ballbesitz und durfte sich phasenweise in der Hälfte der Brasilianer festsetzen, ohne die brasilianische Defensive jedoch ernsthaft vor Probleme zu stellen.

Die Selecao lauerte stattdessen weiter auf schnelle Umschaltmomente. Vinicius Junior bekam dabei mehrfach Raum auf der linken Seite, konnte den Freiraum im Verbund mit seinen Offensivkollegen aber nicht nutzen. Einmal zögerte der Offensivstar im Strafraum zu lange mit dem Abschluss, wenig später legte er scharf in den Fünfmeterraum, wo Rayan nur knapp verpasste.

Haiti kam im Laufe der zweiten Halbzeit zu Annäherungen. Bellegarde wurde bei einer guten Schusschance sofort geblockt, nach einer Freistoßflanke von rechts kam Duverne immerhin zu einem Abschluss, den Alisson sicher festhielt. Nach einem Eckball von Bellegarde kam Ade frei zum Kopfball, doch Alisson parierte stark.

Auf der anderen Seite blieb der Favorit trotz Verwaltungsmodus gefährlich. Nach einer Ablage von Vinicius setzte Martinelli den Ball an die Latte, wobei in der Entstehung wohl eine knappe Abseitsstellung vorgelegen hatte. Nach 78 Minuten schob Endrick den Ball ins Tor ein, doch auch hier entschied das Schiedsrichtergespann richtigerweise auf Abseits.

Beide Mannschaften kamen in den Schlussminuten durch Isidor respektive Ederson zu Gelegenheiten. Ein Treffer fiel jedoch nicht mehr.

Mit vier Punkten darf Brasilien somit für die K.o.-Runde planen. Haiti wird im letzten Gruppenspiel gegen Marokko definitiv einen Sieg brauchen, um sich letzte Resthoffnungen auf ein Weiterkommen zu bewahren.

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