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·15 mai 2026

Real Madrid außer Kontrolle: Mbappe „zieht in den Krieg“

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Als das wüste Pfeifkonzert im königlichen Bernabéu gegen Kylian Mbappé verklungen war, zog der Superstar von Real Madrid „in den Krieg“ (Sportzeitung As). Gekleidet in schwarzer Lederjacke stand Mbappé in den Katakomben der Arena und sprach umringt von Reportern in ruhigem Tonfall – doch die Worte seiner siebenminütigen Einlassungen hatten es in sich.

„Ich habe nicht gespielt, weil der Trainer mir gesagt hat, dass ich für ihn der vierte Stürmer im Kader bin – hinter Mastantuono, Vinicius und Gonzalo“, sagte Mbappé, nachdem er im Ligaspiel gegen Absteiger Real Oviedo (2:0) erst in der 69. Minute eingewechselt worden war. Dabei gehe es ihm „sehr gut, ich bin bei 100 Prozent“. Offenbar war es ein diffuser Cocktail aus Fan-Schmähungen, Titellosigkeit und fehlender Wertschätzung, der den Franzosen zum Frontalangriff auf Trainer Álvaro Arbeloa veranlasste.


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Real Madrid: Mbappe im Zentrum des Zoffs?

Der widersprach Mbappé umgehend und machte das nächste Schmierenstück in Reals aktuellem Dauertheater damit perfekt. Er habe seinem Angreifer keineswegs gesagt, dass dieser in der internen Rangordnung zurückgefallen sei. „Vielleicht hat er mich einfach nicht richtig verstanden – ich weiß auch nicht genau, was ich dazu sagen soll“, so Arbeloa: „Für mich ist völlig klar: Ein Spieler, der es vor vier Tagen nicht einmal auf die Ersatzbank geschafft hat, sollte heute nicht in der Startelf stehen.“

Fest steht: Die Stimmung in Madrid ist hoch explosiv, der Klub außer Kontrolle geraten. Selbst die zurückhaltende El País schreibt inzwischen von einer „profunden Krise“. Während zuletzt die Kabinen-Rangelei zwischen Federico Valverde und Aurélien Tchouaméni und die wirre Pressekonferenz von Präsident Florentino Pérez die Schlagzeilen beherrschten, entlädt sich der Fan-Ärger nach der nächsten Saison ohne Meistertitel und Champions-League-Trophäe mittlerweile vor allem an Mbappé.

Seit dessen Ankunft 2024 warten die erfolgsverwöhnten Madridistas auf den großen Wurf, am Donnerstagabend platzte es aus ihnen heraus. Bei jeder Ballberührung des Angreifers, der mit 41 Treffern in 42 Pflichtspielen – davon 15 allein in der Champions League – eine starke Saison spielt, schallten Pfiffe durchs weite Rund. Eine millionenfach unterschriebene Petition für einen Mbappé-Abgang wiegelt die Fans seit Tagen gegen ihren eigenen Spieler auf.

„Pfiffe sind normal“, sagte Mbappé nun, „wir gewinnen keine Titel. Heute Nacht wird keiner sterben.“ Mbappé hatte am 24. April in Madrids Ligaspiel bei Betis Sevilla einen Muskelfaserriss erlitten. 20 Tage lief er nicht für die Königlichen auf, verbrachte Teile seiner Genesungszeit auf Sardinien. „Was meine Abwesenheit aus Madrid betrifft: Ich hatte die Genehmigung des Vereins“, erklärte Mbappé: „Ich verstehe nicht ganz, was die Leute da reden, aber ich muss es wohl hinnehmen.“

Einmal in Fahrt fuhr der Franzose direkt einen zweiten Angriff auf Arbeloa, in dem er dessen Vorgänger Xabi Alonso würdigte und unverhohlen sein Unverständnis für den Trainerwechsel äußerte. „Wir sind gut in die Saison gestartet, in La Liga, in der Champions League. Aber dann haben wir in der zweiten Hälfte alles verspielt“, sagte Mbappé: „Das tut sehr weh, denn ich finde, wir hatten einen klaren Spielstil und haben ihn einfach verspielt.“

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