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·20 février 2026
Regionalliga-Reform: Blockade aus dem Westen und Südwesten?

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·20 février 2026

Eigentlich schien in der Diskussion um eine Reform der Regionalliga zuletzt der Durchbruch näher gerückt zu sein, doch zu einer Lösung kam die vom DFB eingesetzte Arbeitsgruppe bei ihrer Sitzung am Dienstag nicht. Weil es aus dem Westen und Südwesten eine Blockadehaltung gibt?
Vier Staffeln mit jeweils 20 Mannschaften, eingeteilt nach dem "Kompass-Modell": So soll die Regionalliga künftig aussehen – zumindest, wenn es nach einem Großteil der Teilnehmer der Arbeitsgruppe geht. Widerstand soll es jedoch aus dem Westen und Südwesten geben. Wie "MDR" und "Bild" berichten, befürchten die Regional- und Landesverbände unter anderem einen Machtverlust durch Abgabe ihrer Trägerschaft der jeweiligen Regionalliga. So würde die West-Staffel bei Anwendung des "Kompass-Modells" künftig wohl nicht mehr ausschließlich NRW umfassen.
Hinzukommt: Aus den Staffeln West und Südwest steigen die Meister ohnehin schon direkt auf. "Von daher sind wir damit zufrieden. Warum daran etwas ändern?", fragt Lottes Trainer und Sportlicher Leiter Fabian Lübbers in der "Neuen Osnabrücker Zeitung" – und bringt damit den Hauptgrund zur Sprache, warum Reformversuche in der Vergangenheit allesamt gescheitert sind: Nicht alle Regional- und Landesverbände sind zu Veränderungen bereit. Genau das braucht es aber, wie auch Meppens Geschäftsführer Florian Egbers gegenüber der Zeitung betont: "Wenn sich nicht alle Verbands- und Vereinsvertreter bewegen und sich nicht freimachen von Eigeninteressen, dann wird es keine Lösung geben."
Das hatte am Dienstag auch AG-Vorsitzende Michael Vesper deutlich gemacht – in einer für den DFB eher ungewöhnlichen Schärfe: "Wenn jeder nur aus seiner eigenen Brille auf die Dinge schaut, werden wir keine Lösung finden. Wir müssen daher immer das Gesamtbild im Blick behalten. Ich halte es im Sinne der Sache weiterhin für entscheidend, dass wir verstärkt positive Aspekte einzelner Modelle betrachten und nicht allein gegen etwas argumentiert wird." Die nächste Sitzung der Arbeitsgruppe ist für den 25. März vorgesehen. Ob die Regional- und Landesverbände dann ihre Blockadehaltung aufgeben?
Laut DFB stehen zwar noch andere Varianten für eine Reform im Raum – darunter eine neue zweigleisige 4. Liga zwischen der 3. Liga und der Regionalliga -, doch für diese Modelle wird es vermutlich noch weniger Konsens geben. Gleiches gilt für die von Lübbers in den Raum gestellte Option: "Man könnte auch ganz stumpf sagen, aus der 3. Liga müssen halt fünf Teams absteigen, damit fünf Regionalligisten aufsteigen können. Dann müsste man die 3. Liga vielleicht wiederum auf 22 Mannschaften aufstocken." Diese Variante war vom DFB bereits vor Jahren kategorisch ausgeschlossen worden – zumal die Drittligisten 2018 bereits in Vorleistung gegangen waren und einen vierten Abstiegsplatz akzeptiert hatten. Ursprünglich unter der Bedingung, dass die Regional- und Landesverbände eine Lösung finden, wie aus fünf Staffeln vier werden, damit alle Meister direkt aufsteigen. Das ist bis heute nicht passiert.









































