Rund um den Brustring
·1 février 2026
Rund um das Spiel gegen Freiburg

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·1 février 2026

Zum Ende der Woche kommt es zum Sechs-Punkte-Spiel um Europa gegen den SC Freiburg. Mit einem Sieg könnten wir einen großen Schritt machen.
Während VfB-Fans schon Flüge nach Glasgow buchen und auch schon das ein oder andere Hotel in Portugal abchecken, muss der VfB zurück in den tristen Bundesliga-Alltag und es gibt wenige Mannschaften die diese Tristesse besser wiedergeben als der SC Freiburg. Die Freiburger, die mit dem Auto in nicht mal zwei Stunden bei unserem letzten Europa League-Gegner wären (was nach Freiburger Logik bedeutet, dass SC Freiburg gegen Young Boys Bern ein Derby wäre), haben im Gegensatz zu uns die Europa League Liga in der Top 8 beendet. Dort stehen sie also voll im Soll. In der Bundesliga dagegen droht dem SC Freiburg das bedeutungslose Mittelfeld. Zwar liegt man auf Platz 7 und damit direkt hinter dem Europapokalplatz, mit 5 Punkten und einen Spiel mehr auf Platz 6 ist es schon eine schwierige Mission für die Breisgauer. Hinter ihnen dagegen ist es tatsächlich recht eng. Punktgleich mit ihnen lauert die Frankfurter Eintracht und auch der SC Freiburg des Ostens, Union Berlin, ist drei Punkte hinter ihnen auf Platz 9. Das ist tatsächlich sehr wichtig, denn Stand jetzt würde Deutschland einen zusätzlichen Champions League Platz bekommen, was wiederum die Europapokalplätze eine Position nach unten schiebt und wenn dann noch ein Top 6‑Team den DFB-Pokal gewinnt, qualifiziert sich sogar Platz 8 für die Conference League. Also liebe Freiburger, nicht den Kopf hängen lassen oder wie man in Baden sagen würde: “Nich lang schnacken, Kopp in Nacken!“
Beim VfB dagegen ist Stimmung ähnlich mies. Nur, dass das irgendwie nicht die Realität widerspiegelt. Trotz rekordverdächtiger Hinrunde und Weiterkommen im Europapokal, trotz Sieges gegen den Freiburger Lokalrivalen aus Bern, man hat irgendwie das Gefühl, manchen VfB-Fans zufolge eine Niederlage davon von Platz 18 entfernt zu stehen. Leider ist das auch kein Social-Media-Phänomen, denn im Stadion durfte ich mir vom Hintermann anhören wie schlecht Mittelstädt sei und was der überhaupt hier in Stuttgart noch zu suchen hätte und der Hoeneß ihn endlich rausnehmen sollte. Dass dieser besagte Hintermann nicht gerade die hellste Kerze auf der Torte ist, zeigt sein dümmlicher Kommentar bei der Werbung für das VfB-Dächle, aber ich schweife ab.
Ich verstehe nicht woher das kommt. Der VfB Stuttgart ist voll im Soll. Man hat sich seit 13 Jahren wieder für die KO-Phase eines Europapokals qualifiziert, in der Bundesliga ist man voll im Rennen um die Champions League und auch im Pokal wartet mit Holstein Kiel ein machbarer Gegner. Ja, der Sieg gegen die Berner war unnötig knapp, ja wir haben eine 2:0‑Führung verspielt und ja, mit dem ein oder anderen Ergebnis hätten wir uns in den Top 8 platzieren können, aber trotzdem können wir mehr als zufrieden auf unsere Jungs sein. In Basel, Fenerbahce und Rom zu verlieren ist wahrlich keine Schande. Das einzige was mich da ärgert, war die Niederlage bei den Eidgenossen, aber ich denke nicht, dass wir deswegen alles in Frage stellen müssen.
Gibt keine Neuigkeiten zum vergangenen Spiel. Tomas, Zagadou und Jovanovic werden fehlen, ansonsten müssten alle dabei sein.
Hoeneß hat die Qual der Wahl. In der Innenverteidigung muss er sich zwischen dem starken Jeltsch und dem ebenfalls starken Hendriks entscheiden. Vorne muss er zwischen Undav, El Khannouss, Demirovic und Nartey die beste Kombination finden. Ich habe nach Gefühl mal so entschieden.
Von insgesamt 52 Duellen zwischen dem VfB Stuttgart und dem SC Freiburg konnte Stuttgart 28 Spiele gewinnen, während Freiburg 19 Siege verbuchen konnte. 5 Partien endeten unentschieden. In den letzten Spielen wechselte das Spielglück. Während das Hinspiel in Freiburg 3:1 verloren ging, gewann man das Spiel zuvor mit 4:0. Zuhause gewann man die letzten beiden Spiele mit insgesamt 9:0 (4:0 und 5:0). Freiburgs bester Torschütze ist der ewige Vincenzo Grifo. Freiburg hat sich fußballerisch nach der Ära Streich verändert. Man setzt mehr auf Ballbesitz und effektives Passspiel als auf Umschaltfußball. Die Breisgauer sind in den jeweiligen Statistiken in den Top 6 und knapp hinter dem VfB. Die Standardstärke ist dagegen geblieben. Mit 9 Toren nach ruhendem Ball ist man auf Platz 3 der Statistik und das obwohl man nur zwei Kopfballtore erzielt hatte.
Ein wichtiges Spiel im Kampf um Europa. Beide Mannschaften sollten mit breiter Brust in das Duell gehen, wobei bei VfB den Qualitätsvorteil hat. Ob das aber am Ende reicht ist natürlich eine andere Frage.
Titelbild: © Christian Kaspar-Bartke/Getty Images









































