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·16 juillet 2026

Said El Mala und der 1. FC Köln: Wann wird aus „Überzeugung“ denn dann auch Sicherheit?

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Simon Bartsch

16 Juli, 2026

Said El Mala unterschreibt Autogramme, lacht, macht Witze. Alles wirkt entspannt am Geißbockheim. Doch die Frage nach seiner Zukunft bleibt – trotz Kesslers Überzeugung, trotz langfristigem Vertrag, trotz fehlendem 50-Millionen-Angebot. Es dreht sich weiterhin viel um Said El Mala: Bleibt er beim 1. FC Köln – oder doch nicht?

Auch, wenn Thomas Kessler überzeugt vom Verbleib ist, die Zukunft von Said El Mala ist nach wie vor nicht geklärt. Es gibt weiterhin Fragezeichen und die werden auch noch ein wenig bleiben.

Said El Mala vom 1. FC Köln im Duell gegen Bayer Leverkusen (Foto: Lars Baron / Getty Images)

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„Team Ronaldo oder Team Messi?“, wollten die beiden jungen FC-Fans wissen. „Ronaldo“, sagte Said El Mala mit einem breiten Lächeln und unterschrieb die bereitliegenden Trikots. Der 19-Jährige war gut aufgelegt, als er die lange Runde der Fans abging, um seine Unterschrift wieder und wieder zu setzen. Das Autogramm des Youngsters gehört aktuell wohl zu den beliebtesten des FC-Kaders – vermutlich mehr als das. El Mala ist der Star der Mannschaft, auch, wenn man den Wirbel um den Youngster am Geißbockheim lieber klein halten würde. Das ist alleine schon aufgrund der Leistungen der Vorsaison schwer möglich. Und so war der Offensivspieler inklusive seiner Zukunft in den vergangenen Wochen erwartungsgemäß das große Thema rund um den FC. Thomas Kessler bestätigte am Montag einmal mehr, dass es das ein oder andere Angebot für den 19-Jährigen gegeben habe. Bekanntlich war nicht das richtige für den Club oder eben die El Malas dabei. Und so ist der Offensivspieler nach wie vor Teil der Geißböcke und der Trainingsgruppe, die sich auf die kommende Spielzeit vorbereitet.

Ein riskantes Unterfangen

Und doch bleiben Fragezeichen. Denn nach wie vor sind die Vorzeichen nicht vollends geklärt. „Er ist hier, er hat einen langfristigen Vertrag und ich bin happy, dass er hier ist. Heute gehe ich davon aus, dass er unser Spieler ist“, sagte Kessler und wurde dann sogar noch genauer. „Ich bin der festen Überzeugung, dass er in der kommenden Spielzeit für den FC spielen wird.“ Feste Überzeugung ist das eine, Gewissheit der aus Kölner Sicht aber deutlich wichtigere Aspekt. Denn auch ein später Verkauf hätte natürlich für Spieler und Club weitreichende Folgen. Der FC würde eine Stange Geld kassieren, mit der es eine andere Kaderzusammenstellung geben könnte. Auf der anderen Seite würden die Geißböcke einen ihrer Topspieler verlieren, ein großes Talent, ein Kölner Gesicht. Vor allem aber einen Akteur, den man nur sehr schwer ersetzen kann – selbst mit einigen Millionen mehr in der Tasche. FC-Vizepräsident Ulf Sobek sprach vor einigen Wochen davon, dass man in dem Fall dann eine gewisse Torgarantie mit verpflichten müsse.

Ein unsicheres, ein riskantes Unterfangen. Zwar ist nicht garantiert, dass El Mala eine zweite genauso starke Saison abreißt, doch bei dem Youngster weiß man, woran man ist. Insofern wäre eine gewisse Sicherheit der bevorzugte Weg. Zumal natürlich auch René Wagner nur zu gerne mit einer Mannschaft planen würde – Lücken gibt es im aktuellen Kader schließlich genug. Allerdings wird man in Köln ein 50-Millionen-Angebot ganz sicher nicht ausschlagen. Sollte das auf den Tisch kommen, ist es mit der Überzeugung von Thomas Kessler vermutlich so eine Sache. Dann werden die Geißböcke gesprächsbereit sein und das vermutlich unabhängig des Datums. Der El-Mala-Poker ist also trotz der Worte des Geschäftsführers alles andere als vorbei. Zumal sich dem Vernehmen nach gleich mehrere Bundesligisten in Stellung bringen, die auf eine geringere Ablöse hoffen. Dortmund gilt bei den El Malas als Favorit, aber auch RB Leipzig soll den Spieler auf der Liste haben. 50 Millionen werden die deutschen Teams aber nicht überweisen.

Teil der Verhandlungstaktik?

Said El Mala soll dem Vernehmen nach einem Abschied aus Köln offen gegenüberstehen. Das richtige Angebot muss vorliegen, der richtige Club interessiert sein – möglichst eine Top-Adresse. Aber eine, bei der es dann auch Spielzeit gibt. Kessler setzt indes mit seiner Äußerung ein starkes Zeichen. An die Familie, an Berater, an die Interessenten. Möglicherweise auch eine Verhandlungstaktik. Es dürfte also noch ein Weilchen dauern, bis aus der Überzeugung Gewissheit werden kann. Dabei scheint das eigentlich einfach. Der FC hat durch den langfristigen Vertrag – wohlgemerkt ohne Ausstiegsklausel – nicht nur die bessere Verhandlungsposition, er müsste eigentlich gar nicht verhandeln. Nur die Kölner können aus den Fragezeichen ein Ausrufezeichen machen – wenn sie denn wollen.


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