Saisonprognose #4: Wiesbaden, Aachen, Verl, Rostock | OneFootball

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·30 juillet 2026

Saisonprognose #4: Wiesbaden, Aachen, Verl, Rostock

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In knapp zwei Wochen beginnt die 19. Ausgabe der eingleisigen 3. Liga. Wer mischt diesmal im Aufstiegskampf mit? Wer spielt gegen den Abstieg? Und welche Überraschungen hat die so schwer zu berechnende 3. Liga diesmal zu bieten? In fünf Teilen nimmt liga3-online.de alle Teams unter die Lupe und wagt eine Prognose. Im vierten Teil schauen wir auf Wehen Wiesbaden, Alemannia Aachen, den SC Verl und Hansa Rostock.

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Ausgangslage: Von dem Vorhaben, pünktlich zum 100. Vereinsjubiläum wieder in der 2. Liga zu spielen, musste sich der SV Wehen Wiesbaden verabschieden – zu mittelmäßig verlief die vergangene Saison. Nun stellt sich die Frage, ob der Klub aus der hessischen Landeshauptstadt im dritten Jahr nach dem Abstieg dem grauen Mittelfeld entfliehen und wieder weiter nach vorne rücken kann.


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Der entscheidende Impuls kommt bislang jedenfalls nicht vom Transfermarkt, auf dem sich der SVWW auffällig zurückhaltend präsentiert. Doch auch der Bestandskader verfügt noch über einiges an ungenutztem Potenzial, das Trainer Daniel Scherning in seiner ersten vollständigen Saison im Taunus ausschöpfen soll. Werden Kontinuität und Eingespieltheit zum Schlüssel des Erfolgs?

Transfers: Den bislang zehn, größtenteils gewollten, Abgängen stehen lediglich drei Neuzugänge gegenüber. Philipp Hercher (Magdeburg) soll auf der rechten Defensivseite in die Fußstapfen von Vereinsikone Sascha Mockenhaupt treten, der seine Karriere in der Verbandsliga bei Hüffelsheim ausklingen lässt. Im zentralen Mittelfeld erhoffen sich die Verantwortlichen von Max Brandt (Ulm) neue Impulse. Und in der Offensive soll Sinan Karweina (Luzern) den Abgang von Ex-Torschützenkönig Fatih Kaya (Samsunspor) kompensieren. Es ist allerdings davon auszugehen, dass Wiesbaden im weiteren Verlauf des Sommers noch weitere Transfers tätigen wird.

Vorbereitung: Der Test gegen Medenbach (20:1) erwies sich als lockerer Aufgalopp. Es folgten zwei 2:0-Siege gegen Homburg und den japanischen Erstligisten Okayama. Anschließend setzte es beim 0:2 gegen Liefering die bislang einzige Niederlage. Einen echten Achtungserfolg feierten die Hessen dagegen beim 2:1 gegen Bayern München, wenngleich der Rekordmeister ohne die WM-Fahrer antrat. Die Generalprobe steigt gegen Frankfurt II, ehe die Saison mit einem Heimspiel gegen Münster beginnt.

Prognose: Gelingt es der Scherning-Truppe, dem Trott der grauen Maus zu entfliehen, und sitzen die noch ausstehenden Transfers, ist dem SV Wehen einiges zuzutrauen. Eingespieltheit und ein ruhiges Umfeld haben in der 3. Liga schon so manches Team zu überraschenden Erfolgen getragen. Platz 2 bis 7.

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Ausgangslage: Nicht wenige Beobachter waren überzeugt: Hätte die Saison ein paar Spieltage länger gedauert, wäre Alemannia Aachen womöglich noch aufgestiegen. Schier unaufhaltsam stürmten Lars Gindorf, Mika Schroers und Co. durch die Rückrunde und fuhren gewaltige 43 Punkte ein. Aufgrund der verkorksten Hinserie reichte diese Ausbeute am Ende jedoch "nur" zu einem siebten Platz im Gesamttableau. Stellt sich nun die Frage, ob der TSV diesen Schwung in die neue Saison mitnehmen kann.

Rekordtorschütze Gindorf war nicht zu halten, seinen Kronprinzen Schroers konnte die Alemannia dagegen fest aus Bielefeld verpflichten und bislang alle Anfragen erfolgreich abblocken. Ansonsten hielten sich die Veränderungen bis dato in Grenzen. Allerdings ist davon auszugehen, dass Sportchef Rachid Azzouzi wie schon im Vorjahr in der Schlussphase des Transfersommers noch einmal aktiv wird. Trainer Mersad Selimbegovic kann dennoch bereits auf eine gefestigte Mannschaft zurückgreifen, die unter deutlich besseren Voraussetzungen in die Saison starten wird als noch im Vorjahr.

Transfers: Die Zahl der externen Neuzugänge ist bislang überschaubar. Mit Louis Köster (Kiel, zuletzt Bochum II), Daniel Starodid (Frankfurt II) und Ken Izekor (Leverkusen U19) kamen drei Offensivspieler, die gemeinsam die Lücke von Gindorf schließen sollen. Köster gilt als cleverer Raumdeuter, Starodid bringt Tempo mit, während Izekor vor allem durch seine Physis überzeugt. Für das Tor wurde der einst hoch gehandelte Stefan Bajic (Straßburg) verpflichtet, der sich mit Routinier Manuel Riemann einen offenen Konkurrenzkampf liefert. Im Mittelfeld kommt Meiko Wäschenbach (Karlsruhe) neu dazu.

Vorbereitung: Gegen Teveren (6:1), Breinig (5:0) und Lammersdorf (7:0) feierte die Schwarz-Gelben deutliche Siege, ehe es gegen den niederländischen Zweitligisten Waalwijk ein 1:1 gab. Vor dem Saisonauftakt gegen Verl stehen noch die Tests gegen Kerkrade und Trier an.

Prognose: Kann Aachen den Flow der vergangenen Rückrunde in die neue Saison mitnehmen? Und was passiert noch auf dem Transfermarkt? Trotz einiger offener Fragen deutet vieles darauf hin, dass sich die Alemannia (mindestens) im oberen Tabellendrittel festsetzen wird. Platz 5 bis 9.

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Ausgangslage: Wenn es deutlich leichter fallen würde, die verbliebenen Spieler aufzuzählen als die Abgänge, ist klar: Der Umbruch fällt gewaltig aus. So geschehen – wieder einmal – beim SC Verl. Insgesamt 15 Spieler haben den Klub verlassen, darunter der Großteil der Leistungsträger. Allein das Quartett Berkan Taz (Bochum), Timur Gayret (Paderborn), Alessio Besio (Wolfsburg) und Oualid Mhamdi (Heidenheim) war in der Vorsaison für 91 Scorer verantwortlich. Besonders schwer wiegt zudem der Abgang von Trainer Tobias Strobl, den es zum Bundesliga-Absteiger Wolfsburg zog.

In Verl reagiert man darauf jedoch gewohnt gelassen und bleibt der Vereinsdoktrin treu. Sportchef Zlatko Janjic präsentierte mit Orest Shala einen ebenso ungewöhnlichen wie spannenden Nachfolger. Dem 34-Jährigen, der im Profibereich bislang lediglich in der dritten portugiesischen Liga tätig war, wird zugetraut, die unnachahmliche Verler Spielphilosophie nahtlos fortführen.

Transfers: Auch bei den Neuzugängen sucht man vergebens nach konventionellen Transfers. Das Anforderungsprofil bleibt unverändert: jung, entwicklungsfähig und spielerisch stark. Nick Seidel (Regensburg), Mika Clausen (Aue), Tim Hoffmann (Hertha II) und Tim Heike (Duisburg) bringen immerhin etwas Drittliga-Erfahrung mit. Die kreative Rolle im Mittelfeld soll künftig Bilal Yalcinkaya (HSV) übernehmen. Groß sind auch die Erwartungen an Leipzig-Leihgabe Timo Schlieck für das Tor. In der Offensive könnte künftig André Leipold (Pardubice) für Furore sorgen.

Vorbereitung: Zum Auftakt feierte der SCV ein munteres 9:0 gegen den Nachbarn Schloß Holte, es folgte ein knappes 1:0 gegen Paderborn II. Gegen Wolfsburg (0:3) und Westfalia Rhynern (2:3) setzte es dagegen Niederlagen, ehe der Bremer SC mit 6:1 besiegt werden konnte. Die Generalprobe vor dem Saisonstart gegen Aachen steigt am Samstag gegen RB Leipzig.

Prognose: Es gehört längst zur Kernkompetenz der Ostwestfalen, nach einem großen Umbruch eine starke Saison zu spielen – der klaren Spielidee und dem guten Händchen auf dem Transfermarkt sei Dank. Angesichts des kleinen Budgets bleibt es aber auch im siebten Drittligajahr dabei, dass bereits der Klassenerhalt als großer Erfolg zu werten wäre. Platz 5 bis 10.

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Ausgangslage: Über 6.000 Fans bei einem Freundschaftsspiel in England! Mit dem Gastspiel beim FC Watford stellte der F.C. Hansa Rostock vor einer Woche einmal mehr eindrucksvoll unter Beweis, welche Wucht dieser stolze Traditionsverein mitbringt. Damit die Anhänger diesmal auch am Saisonende Grund zum Feiern haben, darf der Saisonstart diesmal nicht erneut verschlafen werden. Rückblickend kostete nämlich unter anderem diese Hypothek dem FCH in den vergangenen beiden Jahren den Aufstieg.

Damit sich dieses Muster nicht wiederholt, nahm Hansa gezielte Veränderungen am Kader vor. Der Großteil der zehn Abgänge war bewusst herbeigeführt, um neue Impulse zu setzen. Vor allem auf den Außenbahnen wurde nachjustiert: Mehr Tempo und Dynamik sollen Trainer Daniel Brinkmann künftig zusätzliche Optionen geben.

Transfers: Florian Bohnert (Bastia) und Niklas Kölle (Ulm) sollen die neue Außenverteidiger-Zange bilden. Für die offensiven Flügel kamen Yannick Michaelis (Gladbach II), Bernie Lennemann (Köln II) und Leon Dajaku (Ulm). Vor allem auf Letzterem ruhen große Hoffnungen. Im Tor sollen Luca Unbehaun (Emmen) und Yannic Stein (Union Berlin) für zusätzliche fußballerische Qualität sorgen. Eine weitere Erfolgsmeldung: Torjäger Emil Holten konnte nach seiner erfolgreichen Leihe fest von Elfsborg verpflichtet werden.

Vorbereitung: Gegen Kühlungsborn (12:0) und Wismar (4:0) feierte Hansa zwei klare Auftaktsiege. Es folgten ein 2:2 gegen den dänischen Erstligisten Hvidovre und ein 3:0 gegen Greifswald. Das Highlight-Spiel gegen Watford ging anschließend mit 0:3 verloren. Vor dem Saisonauftakt bei Hoffenheim II testet Hansa noch gegen Mönchengladbach sowie am folgenden Tag gegen Neustrelitz und den dänischen Zweitligisten Næstved.

Prognose: Wenn sich Wettanbieter und Drittligat-Trainer derart einig sind, führt kaum ein Weg daran vorbei, Hansa Rostock als Topfavoriten auf den Aufstieg zu bezeichnen. Der Brinkmann-Elf ist dieser zweifellos zuzutrauen. Allerdings sind in der Vergangenheit schon viele Favoriten an der hohen Erwartungshaltung gescheitert. Wird Rostock nun dieser Rolle gerecht? Platz 1 bis 4.

Weiterlesen:

  1. Saisonprognose #1: Aspach, Fortuna Köln, Würzburg, Meppen
  2. Saisonprognose #2: Havelse, Hoffenheim II, Saarbrücken, VfB II
  3. Saisonprognose #3: Regensburg, Ingolstadt, Viktoria und Mannheim
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