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·3 juillet 2026
Sidney Sam über S04-Talente: Faktoren für den Profi-Durchbruch

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·3 juillet 2026

Der Ex-Schalke-Co-Trainer und Spieler Sidney Sam spricht über seine Arbeit bei S04, die Voraussetzungen zum Profi und seine Zukunftspläne.
Sidney Sam hat beim FC Schalke in den vergangenen Jahren verschiedene Rollen eingenommen. Nach seiner aktiven Karriere arbeitete der 38-Jährige zunächst als Co-Trainer unter Karel Geraerts und Kees van Wonderen, bevor er sich um die Entwicklung der Leihspieler und Talente aus der Knappenschmiede kümmerte. Sein Vertrag bei Schalke ist am 30. Juni ausgelaufen.
Nun sprach der ehemalige Nationalspieler mit Transfermarkt.de über seine Zeit in Gelsenkirchen und die Anforderungen an junge Spieler. Sam bringt dabei reichlich Profi-Erfahrung mit: Er absolvierte 122 Bundesliga-Spiele und sammelte 46 Torbeteiligungen. Auch für Schalke spielte er in der Bundesliga und so kennt er die Anforderungen des Revierklubs aus eigener Erfahrung.
Besonders die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt für den nächsten Entwicklungsschritt sei bei den Talenten entscheidend. Nicht jeder junge Spieler könne sofort den Sprung in den Profibereich schaffen. „Natürlich gibt es Top-Talente, die man ohne große Bedenken ins kalte Wasser werfen kann“, so Sam, der Taylan Bulut als Beispiel nennt. Der Rechtsverteidiger habe sich schnell im Profi-Team etabliert. Für die meisten Spieler sei jedoch der Weg über U23 oder Leihe ein wichtiger Zwischenschritt.
Neben Bulut betreute Sam auf Schalke zahlreiche weitere Talente, darunter Vitalie Becker, Mauro Zalazar, Zaid Tchibara, Max Grüger und Peter Remmert. Diese Spieler hätten laut Sam exemplarisch gezeigt, wie wichtig individuelle Förderung und Geduld im Entwicklungsprozess seien. Ziel sei es immer gewesen, die Spieler nachhaltig an das Profi-Niveau heranzuführen, ohne sie zu überfordern oder „zu verheizen“.
Für Sidney Sam spielen neben der fußballerischen Qualität vor allem mentale Faktoren eine entscheidende Rolle. Technik, Taktik und Entscheidungsfindung müssten mit Mentalität, Hunger und Belastbarkeit einhergehen. Zusätzlich seien individuelle Stärken in Bereichen wie Dribbling oder Abschluss oft der entscheidende Faktor für den nächsten Schritt.

Foto: IMAGO
Ebenso wichtig sei jedoch die persönliche Beziehung zu den Spielern. Eine Vertrauensbasis sei für erfolgreiche Entwicklung unverzichtbar. Diese Philosophie setzte Sam auch in seiner Arbeit mit Leihspielern fort, wo er Spieler eng begleitete, analysierte und regelmäßig mit Trainern der Leihklubs im Austausch stand.
Nach seinem Abschied von Schalke ist Sams Zukunft noch offen. Der frühere Profi kann sich jedoch gut vorstellen, langfristig den Weg zum Cheftrainer einzuschlagen. Aktuell konzentriert er sich darauf, die Pro-Lizenz zu erwerben und sich weiterzuentwickeln. „Ich habe keine Hektik, das Gesamtpaket muss passen“, so Sam.
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