Borussia Dortmund
·2 mai 2026
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Nationaltorhüterin Sarah Wachter fehlt dem BVB seit mittlerweile sechs Wochen. Beim Final Four in Stuttgart zog sie sich im Endspiel eine Hüftverletzung zu. Wann Wachter wieder einsatzfähig ist, ist weiterhin offen. „Wir hoffen von Woche zu Woche“, erklärte Cheftrainer Henk Groener.
In Bensheim fehlten zudem die Langzeitverletzten Lois Abbingh und Lena Hausherr. Lara Müller stand nach ihrem Daumenbruch zwar wieder im Training, gehörte aber noch nicht zum Aufgebot. Dafür rückte Mara Lehmann auf Rechtsaußen für die verletzte Maraike Kusian in den Kader.
Die Borussinnen waren nach dem Hinspiel gewarnt und wussten um die Gefährlichkeit der HSG Bensheim/Auerbach, insbesondere durch Nina Engel, Lena Degenhardt, Lucie-Marie Kretzschmar und die schnelle Rechtsaußen Jule Polsz. Dennoch fand der BVB zunächst schwer in die Partie: Nach sechs Minuten lag Dortmund mit 1:4 zurück.
250502-HSG Bensheim/Auerbach vs BVB Handballdamen; HBF; 1.BL, Saison 2025/26; PlayOffs; Halbfinale Spiel 2
Im Angriff fehlte zunächst die Durchschlagskraft. Wie schon im Hinspiel scheiterte Alina Grijseels früh per Siebenmeter an Torhüterin Vanessa Fehr. Ein Schreckmoment folgte nach acht Minuten, als die Spielmacherin einen Schlag auf die Nase bekam und kurzzeitig behandelt werden musste.
Grijseels kehrte zwar zurück, doch nach 13 Minuten nahm Henk Groener beim Stand von 4:7 seine erste Auszeit. Zunächst ohne unmittelbare Wirkung: Nina Engel erhöhte kurz darauf auf 8:5 für die Gastgeberinnen.
Beim BVB überzeugte vor allem Kelly Vollebregt, die mit ihrem dritten Treffer auf 7:10 verkürzte. Auch Dana Bleckmann setzte Akzente und brachte ihr Team nach 20 Minuten auf 9:11 heran. Der BVB übernahm zunehmend die Kontrolle und glich in der 23. Minute durch Deborah Lassource per Siebenmeter zum 12:12 aus. Kurz darauf brachte Bleckmann die Dortmunderinnen erstmals seit dem 1:0 wieder in Führung (13:12).
Bensheim blieb jedoch gefährlich und konterte unter anderem durch Kretzschmar aus dem Rückraum. Kaja Kamp Nielsen verkürzte 20 Sekunden vor der Pause auf 14:16, zudem parierte Teodora Roncevic, inzwischen für Melinda Szikora im Tor, einen Wurf von Amelie Berger. So ging es mit einem Zwei-Tore-Rückstand in die Halbzeit.
Nach Wiederbeginn erhöhte der BVB den Druck. Lisa Antl verkürzte nach schönem Zuspiel von Grijseels auf 17:18 (35.), und Vollebregt hielt den Anschluss (18:19/38.). Ein Ausgleich gelang zunächst jedoch nicht – auch aufgrund der starken Leistung von Bensheims Torhüterin Helen van Beurden.
In der 46. Minute sah Emma Olsson ihre dritte Zeitstrafe und musste vorzeitig vom Feld. Trotz dieser Schwächung präsentierte sich der BVB in der Schlussphase frischer und durchsetzungsstärker. Guro Nestaker glich mit zwei Treffern in Folge zum 24:24 aus (48.).
Die letzten zehn Minuten blieben umkämpft – mit Vorteilen für den BVB. Vollebregt brachte ihr Team mit ihren Treffern sechs und sieben mit 26:25 in Führung. Nestaker (57.) und Lassource per Siebenmeter erhöhten auf 30:28. Zwar verkürzte die überragende Nina Engel noch einmal, doch Dortmund behielt die Nerven.
50 Sekunden vor Schluss nahm Groener seine dritte Auszeit. Elf Sekunden vor dem Abpfiff sorgte Lisa Antl mit dem Treffer zum 31:29 für die Entscheidung – und machte den Finaleinzug perfekt.
Für den BVB bedeutet der zweite Sieg in den Play-offs zunächst eine kurze Pause. Am Sonntag, 17. Mai, steht das erste Finalspiel an.
Sollte die HSG Blomberg-Lippe ins Finale einziehen, würde die erste Partie auswärts stattfinden. Qualifiziert sich hingegen der Thüringer HC, genießt der BVB zunächst Heimrecht und würde am 17. Mai in Wellinghofen antreten.
Henk Groener: „Das war natürlich extrem spannend. Ausschlaggebend war, dass wir in den schwierigen Phasen nie aufgegeben und immer wieder zurückgefunden haben. Am Ende waren wir vielleicht ein wenig cleverer als Bensheim. Der Anfang gehörte Bensheim, der Schluss uns – und abgerechnet wird bekanntlich zum Schluss.“
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