So wichtig wie nie | OneFootball

So wichtig wie nie | OneFootball

In partnership with

Yahoo sports
Icon: MillernTon

MillernTon

·16 avril 2026

So wichtig wie nie

Image de l'article :So wichtig wie nie

Gegen den 1. FC Köln wird Manos Saliakas zurückkehren. Die Zahlen zeigen: Für den FC St. Pauli ist der 29-jährige wichtig wie nie.(Titelfoto: Stefan Groenveld)

Im Sommer 2022 wechselte Manolis „Manos“ Saliakas zum FC St. Pauli. Seitdem hat er 118 Pflichtspiele in Braun-Weiß absolviert. Er war Stammspieler der Aufstiegs-Mannschaft und auch als der FCSP in der Vorsaison die Klasse hielt, hatte der inzwischen 29-jährige seinen Platz auf der rechten Abwehrseite sicher.Nun wird Saliakas nach überstandener Oberschenkelverletzung im Spiel gegen den 1. FC Köln wieder auf den Platz zurückkehren, ziemlich sicher sogar in die Startelf. Ohne seine Leistungen der letzten fast vier Jahre zu schmälern, möchte ich mich sogar so weit aus dem Fenster lehnen und behaupten, dass Saliakas noch nie so wichtig für den FC St. Pauli war, wie er es jetzt ist. Warum?


Vidéos OneFootball


Innerhalb weniger Wochen von verzicht- zu unverzichtbar

Das liest sich jetzt schon etwas wild, denn es ist gerade einmal drei Monate her, dass wir einen Artikel über Manos Saliakas veröffentlichten mit dem Titel „Er kann und wird uns noch helfen“. Saliakas spielte zu dem Zeitpunkt eine ganz andere Rolle im Team des FC St. Pauli. Nachdem er große Teile der Sommervorbereitung verpasst hatte, verlor er den Zweikampf mit Arek Pyrka um den Stammplatz auf der rechten Abwehrseite. Saliakas war Anfang des Jahres – das ist drei Monate später kaum noch vorstellbar – nicht unumstrittener Stammspieler, verbachte hingegen viel Zeit auf der Bank. Was ist seitdem passiert?

Alexander Blessin betonte Mitte Januar, es sei „sehr ärgerlich“, dass Manos Saliakas im Sommer nicht dabei war, vor allem, weil er bereits das zweite Mal in Folge die so wichtige Vorbereitungsphase vor einer Saison sausen lassen musste. Diesen Rückstand habe man gemerkt, so Blessin, der damals betonte: „Ich glaub aber, Manos ist auf einem Weg, wo ich sage, er kann und wird uns noch helfen.“ Was Mitte Januar vielleicht eher ein wenig nach Durchhalte-Parole klang, sollte sich in den Wochen danach bewahrheiten.Nachdem Saliakas zwischen Anfang November und Ende Januar neun Spiele in Serie gar nicht zum Einsatz kam, feierte er gegen Leipzig sein Comeback. Mit einer Dynamik in Offensivszenen, die dem FC St. Pauli bis zu diesem Zeitpunkt gefehlt hatte. Das sorgte dafür, dass Saliakas direkt wieder einen Stammplatz eroberte, Pyrka wich auf die linke Seite aus.

Bester Punkteschnitt aller Spieler des FC St. Pauli

Auffällig ist der Erfolg, den der FC St. Pauli mit einem Spieler wie Saliakas auf dem Rasen hat. Auf einen Punkteschnitt von 1,2 kommt der 29-jährige pro Partie in der Bundesliga in dieser Saison. Das ist der mit Abstand beste Wert unter allen FCSP-Spielern. Kein Wunder, mit Saliakas auf dem Rasen holte der FC St. Pauli ab Ende Januar elf Punkte aus sieben Partien. Seit der Rechtsverteidiger verletzt fehlt, war es nur noch ein Zähler aus vier Spielen. Übrigens war er letzte Saison der Spieler mit dem zweitbesten Punkteschnitt (1,08) – aus den acht Spielen, in denen Saliakas nicht in der Startelf stand oder gar nicht zum Einsatz kam, holte der FCSP einen einzigen Punkt (2:14 Tore). Mit solchen Statistiken sollte immer vorsichtig umgegangen werden, in diesem Fall ist der Zusammenhang aber ziemlich eindeutig: Der FC St. Pauli ist erfolgreicher, wenn Manos Saliakas auf dem Platz steht. Das zeigen auch tiefergehende Zahlen sehr deutlich.

Gegen den Ball ist Manos Saliakas sicher kein überragender Spieler, aber die Zahlen zeigen, dass er sich im Vergleich zu seinen Konkurrenten auf dieser Position nicht verstecken muss. Nur Lars Ritzka hat eine bessere Zweikampfquote und mehr erfolgreiche Defensivaktionen als Saliakas. Was in diesen Zahlen fehlt ist das Stellungsspiel, welches durchaus als eines der größeren Probleme vom 29-jährigen bezeichnet werden kann. Das Problem hat er aber nicht exklusiv unter den Außenverteidigern beim FCSP. Was er aber besonders im Vergleich zu Ritzka, aber auch zum Rest des Kaders, teilweise sogar zum Rest der Liga in der Offensive vorweisen kann, ist umso bemerkenswerter.

+++ Unterstützt den MillernTon! +++Dir gefällt, was Du hier liest?Alle Inhalte auf MillernTon.de sind gratis und das wird auch so bleiben. Aber Du kannst unsere umfassende und professionelle Berichterstattung rund um den FC St. Pauli unterstützen.Alle Infos dazu: Hier entlang!+++ +++

Statistiken zeigen extrem hohen Wert von Saliakas

Denn anhand der Zahlen könnte man sogar behaupten, dass Manos Saliakas der wichtigste Impulsgeber für die Offensive des FC St. Pauli ist. Er schlägt durchschnittlich 3,5 Flanken pro Partie, die meisten aller Spieler beim FCSP (Oppie 2,6, Ritzka 1,5, Pyrka 1,9). Zudem zeigt er auch die meisten progressive Läufe und ist allgemein total präsent im Aufbauspiel (nur Eric Smith wird häufiger angespielt).Diese Präsenz von Saliakas führt zusammen mit seiner Dynamik und seinen zumeist mutigen Läufen ins letzte Drittel dazu, dass er mit 1,1 Torschussvorlagen pro Partie die meisten aller FCSP-Spieler aus dem Spiel heraus gibt (nur Sinani hat mehr, der aber ja die Standards tritt). Keiner spielt pro 90 Minuten mehr Pässe in den gegnerischen Strafraum (da sind die Flanken nicht mit eingerechnet), keiner hat mehr „deep completions“ und mehr „deep completed crosses“ beim FC St. Pauli als Saliakas.Und obwohl der FC St. Pauli nun in dieser Saison nicht als Powerhouse in der Offensive bekannt ist, setzt Manos Saliakas in einigen Statistiken sogar unter allen Außenverteidigern der Bundesliga den Maßstab: Niemand spielt pro 90 Minuten mehr progressive Pässe als er, niemand mehr Pässe hinter die letzte Kette des Gegners. Das alles macht ihn zu einem eigentlich unverzichtbaren Teil für den FC St. Pauli , um erfolgreich zu sein.

Doch wie kommt es, dass die Offensivaktionen von Manos Saliakas in dieser Saison nochmal an Bedeutung gewinnen? Denn es ist keinesfalls so, dass der 29-jährige in den Vorsaisons weniger Vorwärtsdrang versprühte. Ursächlich dürfte das Fehlen von offensiven Außenbahnspielern wie Saad, Afolayan, Weißhaupt & Co sein. Der FC St. Pauli spielt zwar auch weiterhin mit drei nominellen Offensivspielern, allerdings gab es in der Vorsaison oft eine zentrale Spitze und zwei Außen, nun sind es neben dem Mittelstürmer eher „schwimmende Zehner“. Spieler also, die viel eher in den Halbräumen, als auf den Außenbahnen zu finden sind und sich dort auch wohler fühlen. Dadurch kommt den „Jollys“ noch viel mehr Bedeutung im Offensivspiel zu, denn es ist noch mehr als in der Vorsaison ihre Aufgabe, die offensive Außenbahn zu bespielen. Entsprechend wird der Offensivdrang und auch das mutige Agieren in der Offenive extrem wichtig. Das ist ein Profil, das extrem gut zu Saliakas passt (wie auch zu Pyrka und theoretisch auch zu Oppie).

So ist die Nachricht, dass Manos Saliakas für das Spiel gegen den 1. FC Köln zurückkehren wird, mit sehr viel Hoffnung verbunden, dass der FC St. Pauli wieder mehr Offensivgefahr ausstrahlen wird als zuletzt. Egal, ob das nun der Fall sein wird oder nicht, es gibt noch eine Sache, die dafür sorgt, dass ich mich sehr auf die Rückkehr von Saliakas freue: Wir können uns sicher sein, dass er sein Herz auf dem Platz lassen wird. Es gibt nur wenige Spieler, die allein mit ihrer Spielweise den Millerntor Roar entfachen können. Saliakas ist einer davon – entsprechend freue mich sehr auf sein Comeback. Denn vermutlich ist er für den FC St. Pauli so wichtig wie nie.// Tim

Alle Beiträge beim MillernTon sind gratis. Wir freuen uns aber sehr, wenn Du uns unterstützt.

Unsere Kommentare sind nur per Registrierung zugänglich. Bitte bei Bedarf eine E-Mail mit Klarnamen und gewünschtem Username an Maik@MillernTon.de schicken.

MillernTon auf BlueSky // Mastodon // Facebook // Instagram // Threads // WhatsApp // YouTube

// Teile diesen Beitrag mit Deinem Social Media Account (Datenübertragung erfolgt erst nach Klick)

  • teilen 
  • teilen 
  • teilen  
  • teilen  
  • teilen 
À propos de Publisher