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·2 avril 2026
Sprachdebatte beim BVB: Kovac kontert Rangnick deutlich

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Nach der Kritik von Ralf Rangnick an den Deutschkenntnissen von Carney Chukwuemeka reagiert Niko Kovac gelassen. Der BVB-Trainer stellt klar, warum Englisch im Team völlig ausreicht.
Borussia Dortmunds Trainer Niko Kovac hat entspannt auf die Kritik von Österreichs Nationalcoach Ralf Rangnick an den Deutschkenntnissen von Carney Chukwuemeka reagiert und dabei die internationale Ausrichtung des BVB betont.„Wir sind ein internationaler Club, wir sind in der globalen Welt. Da geht’s darum, dass man auch verschiedene Sprachen spricht als Trainer, und wir sprechen hier wirklich sehr viel Englisch“, erklärte Kovac auf der Pressekonferenz vor dem Bundesligaspiel gegen den VfB Stuttgart am Samstag (18:30 Uhr).
Für den 54-Jährigen steht fest, dass die Sprache innerhalb der Mannschaft kein Hindernis darstellt. Die Diskussion war durch Rangnick ausgelöst worden. Dieser hatte sich nach dem Debüt Chukwuemekas für die österreichische Nationalmannschaft überrascht gezeigt, „dass man in Dortmund bisher noch gar nicht versucht hat, mit ihm Deutschunterricht zu machen“. Aus seiner Zeit bei RB Leipzig und der TSG Hoffenheim kenne er andere Standards.
Kovac widersprach dieser Darstellung deutlich und verwies auf die Realität im modernen Profifußball. „Das ist im Basketball völlig normal. Das ist im Handball auch immer mehr normal. Also im Fußball wird’s auch immer internationaler“, sagte der BVB-Coach und machte klar, dass Mehrsprachigkeit längst zum Alltag gehört.
Auch sportlich sieht sich der Trainer bestätigt. „Wenn wir aneinander vorbeireden würden, würden wir nicht da stehen, wo wir stehen“, betonte Kovac mit Blick auf die aktuelle Bundesliga-Saison. Die Kommunikation funktioniere trotz der unterschiedlichen Sprachen reibungslos.

Foto: IMAGO
Ein weiterer Faktor sei der eng getaktete Spielplan, der kaum Raum für intensiven Sprachunterricht lasse. „Wo soll man dann die Zeit finden, die nötigen Deutschstunden zu finden?“, fragte Kovac und stellte damit die praktischen Grenzen solcher Forderungen heraus.
Für ihn steht ohnehin die Integration auf dem Platz im Vordergrund. Chukwuemeka, der im Sommer vom FC Chelsea nach Dortmund gewechselt war, habe sich sportlich schnell etabliert und sei „höchst motiviert“ für die kommenden Aufgaben. Beim Auswärtsspiel in Stuttgart könnte der Mittelfeldspieler eine wichtige Rolle übernehmen.









































