Starke Werte, aber nicht fehlerfrei: Marvin Schwäbe hat beim 1. FC Köln keine Konkurrenz – und das wird wohl auch so bleiben | OneFootball

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·27 juin 2026

Starke Werte, aber nicht fehlerfrei: Marvin Schwäbe hat beim 1. FC Köln keine Konkurrenz – und das wird wohl auch so bleiben

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Starke Werte, aber nicht fehlerfrei: Marvin Schwäbe hat beim 1. FC Köln keine Konkurrenz – und das wird wohl auch so bleiben

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Simon Bartsch

27 Juni, 2026

Beim FC gilt der Torhüter als unumstritten – und das wird er wohl auch bleiben. Denn die aktuelle Kadersituation offenbart zwar so manche Baustelle, im Tor wird Thomas Kessler aber wohl keine Vakanz ausmachen. Ein Blick auf die Zahlen, seine Bedeutung für die Mannschaft und die Überlegung, ob ein echter Herausforderer guttäte beim 1. FC Köln: Marvin Schwäbe ist unumstritten, aber nicht fehlerfrei.

Zweifelsfrei war Marvin Schwäbe der große Rückhalt zwischen den Pfosten in der abgelaufenen Saison. Der Keeper ist unumstritten, allerdings nicht fehlerfrei. Ein Grund, sich auf dem Transfermarkt nach einem Herausforderer umzugucken, ist dies aber bei weitem nicht. Und so bleibt die Position des Keepers eine, um die sich Thomas Kessler dieser Tage wohl keine Sorgen machen dürfte.

Wieder ein sicherer Rückhalt: Marvin Schwäbe

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Selbst im Urlaub denkt Marvin Schwäbe offenbar an den 1. FC Köln. Zumindest ließ es sich der Keeper der Geißböcke nicht nehmen, vor einigen Tagen eine kleine Grußbotschaft Richtung Heimat zu schicken. So forderte der Keeper über den Social-Media-Account der Geißböcke die User zum Tippspiel beim FC auf. In zwei Wochen wird dann der komplette Fokus wohl wieder auf Köln liegen. Am 13. Juli startet die Mannschaft von René Wagner in die Vorbereitung auf die neue Saison, am Wochenende zuvor steht schon die Leistungsdiagnostik an. Dass Schwäbe daran teilnehmen wird, scheint eigentlich klar. Eigentlich, weil es zuletzt immer wieder mal Gerüchte über einen möglichen Abschied des Torhüters gab. Hintergrund: Der Keeper war offenbar aktiv anderen Vereinen angeboten worden. Möglicherweise, weil eine Vertragsverlängerung noch aussteht. Wie die Bild zuletzt berichtete, würde das aufgrund einer Klausel aber mit dem Erreichen von etwa 20 Ligaspielen automatisch passieren.

Beachtliche Werte und Verbesserungspotenzial

Die FC-Bosse verspüren also keinen Druck, möglichst schnell zu verlängern, sehen aber auch keine Notwendigkeit, sich anderweitig umzuschauen. Andere Vakanzen haben da Vorrang und man ist zufrieden mit den Leistungen des Torhüters. Das hat gute Gründe. Im Spielaufbau gehört der 31-Jährige zum Beispiel zur absoluten Bundesliga-Spitze. Mit einer Quote von 82,32 Prozent angekommener progressiver Pässe lag er ligaweit in der abgelaufenen Saison nur knapp hinter Spitzenreitern wie Ex-FC-Keeper Jonas Urbig und Wolfsburgs Kamil Grabara — deutlich vor etablierten Größen wie Nationalkeeper Oliver Baumann oder dem langjährigen Freiburg-Schlussmann Noah Atubolu. Für einen modernen Torhüter, der zunehmend als erster Spieleröffner verstanden wird, ist das ein beachtlicher Wert. Zudem gehört Schwäbe auf der Linie zu den stärksten Torhütern der Liga. Gerade im Eins-gegen-Eins gibt es nur wenige Torhüter, die mit dem 31-Jährigen mithalten können. Schwäbe bleibt lange stehen, macht sich groß und verhinderte in der Saison so einige Gegentore. Auch die Reflexe sind stark.

Was sich zudem statistisch nicht einfangen lässt, ist der Wert in der Mannschaftshierarchie. Schwäbe ist Kapitän. Eine Rolle, die über reine Zahlen hinausgeht — als Führungsspieler in der Kabine, als Stimme nach außen, als jemand, der eine junge Mannschaft durch eine Saison trägt. Auf der anderen Seite ist der Keeper aber nicht komplett. Rein statistisch gibt es durchaus Defizite. Und das bei den klassischeren Torhüter-Werten. Die Fangquote liegt bei 60,38 Prozent — der zweitschlechteste Wert aller in der aktuellen Erhebung erfassten Bundesliga-Torhüter, nur knapp vor Kauã Santos von Eintracht Frankfurt. Auch die Gegentor-Bilanz ist alles andere als hervorragend: 63 Gegentore bei einem erwarteten Wert von rund 55 — ein Unterschied, der schon ins Gewicht fällt, aber eben auch nicht nur an Schwäbe hängt. Der Keeper ist zurecht unumstritten, doch offenbaren die Daten, das es durchaus Verbesserungspotenzial gibt.

Und so stellt sich durchaus die Frage, ob dem Keeper ein Herausforderer gut tun würde. Zweifelsfrei ist Ron-Robert Zieler einer der besten zweiten Torhüter der Liga. Er ist aber eben auch als Nummer zwei klar deklariert. Abgesehen von der Episode mit Jonas Urbig hatte Schwäbe beim FC eigentlich nie einen direkten Konkurrenten. Auch, wenn es mit Timo Horn zeitweilig anders kommuniziert wurde. In zwei Wochen startet die Vorbereitung auf die neue Spielzeit. Schwäbe wird zwischen den Pfosten stehen. Daran besteht nur wenig Zweifel.


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