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·9 avril 2026
Statistik & Regeln bei der FIFA-WM 2026: Wie funktioniert die Verlängerung in der k.o.Phase? Kein Golden Goal!

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Im Fußball gibt es im Unterschied zu vielen nordamerikanischen Sportarten nicht automatisch einen Sieger und einen Verlierer – Unentschieden sind in der Regel erlaubt. Bei der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 wird das allerdings nicht in jedem Fall so bleiben.
Sobald in der K.-o.-Phase ein Remis nach 90 Minuten steht, greift die Verlängerung. Dann geht es für beide Teams um alles, bevor notfalls ein Elfmeterschießen entscheidet.

Joachim Löw & Mario Götze bei der WM 2014 (Foto AFP)
Die Extra Time wird nur in der K.-o.-Runde angewendet, also im Modus „Siegen oder Heimreise“. Dort beginnt sie bei einem Gleichstand nach der regulären Spielzeit von 90 Minuten.
Die Verlängerung umfasst 30 Minuten und wird in zwei Abschnitte zu je 15 Minuten aufgeteilt.
Neu ist bei der WM 2026, dass diese Regel bereits ab dem Sechzehntelfinale greift. Früher setzte die Verlängerung erst im Achtelfinale ein, doch durch die Aufstockung des Turniers von 32 auf 48 Mannschaften wurde der Einstieg in die K.-o.-Phase vorverlegt. In der Gruppenphase bleiben Unentschieden weiterhin möglich.
Nein. Anders als etwa im Eishockey gilt in der Verlängerung kein Sudden Death. Erzielt eine Mannschaft während der Extra Time ein Tor, läuft die Partie trotzdem bis zum Ende der 30 Minuten weiter.
Ein kurzes Experiment mit einer Form des plötzlichen Siegs gab es bei der WM dennoch: das „Golden Goal“. Es war nur bei zwei Turnieren gültig, 1998 in Frankreich und 2002 bei der WM in Japan und Südkorea, bevor die Regel wieder abgeschafft wurde.
1996 wurde Deutschland durch ein Tor von Oliver Bierhoff dadurch Europameister.

Der Deutsche Oliver Bierhoff jubelt nach seinem ersten goldenen Tor im internationalen Fußball während des Euro96-Finales gegen die Tschechische Republik im Londoner Wembley-Stadion am 30. Juni. Deutschland gewann mit 2:1 in der Verlängerung. (AFP)
In diesen beiden Endrunden 1998 und 2002 fielen vier Spiele durch ein Golden Goal. Das erste schrieb Frankreichs Verteidiger Laurent Blanc 1998 im Achtelfinale gegen Paraguay, als er in der 114. Minute traf und den Gastgeber ins Viertelfinale schoss. Frankreich holte später den ersten WM-Titel der Geschichte.
Die Regel war so umstritten, dass sie es sogar in unsere Top 100 der denkwürdigsten WM-Momente schaffte.
Bei der WM 2002 gab es drei weitere Golden Goals, darunter auch beim Viertelfinalsieg der Türkei gegen Senegal. Danach kehrte die WM wieder zur kompletten Verlängerung zurück.
Ja. Steht es nach den 30 Minuten Extra Time immer noch unentschieden, entscheidet das Elfmeterschießen.
Dort treten beide Teams abwechselnd vom Elfmeterpunkt an. Nach den ersten fünf Versuchen ist die Partie entschieden, wenn eine Mannschaft uneinholbar vorne liegt. Ist das nicht der Fall, folgt das Sudden Death im Elfmeterschießen: Es wird so lange weitergeschossen, bis ein Team verfehlt und das andere trifft.
Erstaunlich viele Endspiele mussten schon in die Verlängerung oder sogar ins Elfmeterschießen gehen, um den Weltmeister zu küren. Dazu zählt auch das spektakuläre Finale 2022, als Lionel Messi und Argentinien erst nach Extra Time und Elfmeterschießen gegen Kylian Mbappé und Frankreich triumphierten – für viele das beste Endspiel aller Zeiten.









































