Tischtennis: BVB-Trainer Fadeev sieht „praktisch alle Ziele erreicht“ | OneFootball

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·28 avril 2026

Tischtennis: BVB-Trainer Fadeev sieht „praktisch alle Ziele erreicht“

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Evgeny Fadeev, Borussia Dortmund hat das zweite Jahr in der Tischtennis-Bundesliga auf Platz acht abgeschlossen. Wie bewertest Du mit einigen Tagen Abstand das Saisonergebnis Deiner Mannschaft?„In der Schule würde man wohl eine ‚Zwei minus‘ dazu sagen – mehr als ‚Drei plus‘, aber noch keine volle ‚Zwei‘.“

Was liegt Deiner Notenvergabe zugrunde?„Wir haben viel von dem erreicht, was wir uns vor Saisonbeginn vorgenommen haben, praktisch alle Ziele. Wir haben uns schon in der Hinrunde von der Abstiegszone abgesetzt, haben praktisch zu jeder Zeit wie erhofft Kontakt nach oben gehalten und – durch eine starke Serie von fünf Siegen nacheinander – zwischenzeitlich sogar nach den Final-Foul-Plätzen schielen können. Nicht vergessen darf man unseren Überraschungssieg gegen den 1. FC Saarbrücken – der amtierende Champions-League-Gewinner und ganz, ganz große Titelfavorit, der direkt nach seinem Pokalsieg mit seinem chinesischen Superstar und Olympiasieger Fan Zhendong und dem deutschen Top-20-Spieler Patrick Franziska nach Dortmund gekommen war und sich unserer Mannschaft in einer fantastischen Atmosphäre 2:3 geschlagen geben musste. Dieser Sieg war sicher unser bisher größter Erfolg in der Bundesliga, ein echtes Highlight, der Höhepunkt der Saison.“


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So gut alles klingt, gibst Du nur eine ‚Zwei minus‘. Was fehlte Dir für ein ‚Gut‘?„Also zunächst: Wir haben mehr Spiele gewonnen als in der vorigen Saison, Anders Lind, unsere Nummer eins, hat eine noch positivere Bilanz als im vergangenen Jahr, und wir sind als Achter auch im Endergebnis besser als im Jahr 2025. Das ist alles in Ordnung und auch so, wie wir es uns vorgestellt hatten. Schade ist einzig, dass es nicht zu einer noch besseren Platzierung gereicht hat. Zu Platz fünf, immerhin unmittelbar hinter der Final-Four-Zone und in der oberen Hälfte, fehlten uns am Ende zwei Punkte oder ein Sieg mehr. Dazu hatten wir die eine oder andere Chance, die wir nicht nutzen konnten oder die durch Verletzungen wie die von Kristian Karlsson in der Endphase der Saison geplatzt sind. Alles in allem ist das Klagen auf hohem Niveau: Wir haben eine supersolide Saison gespielt.“

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Wäre ein Sprung in die Spitzengruppe oder gar ins Final-Four-Turnier schon im zweiten Bundesliga-Jahr womöglich nicht auch ein zu schneller Aufstieg gewesen im Vergleich zu einem kontinuierlichen Wachstum?„Das ist richtig und auch wichtig. Es gibt viele Beispiele, wo auf schnellen Erfolg auch sehr schnell ein Absturz gefolgt ist. Eine Entwicklung Schritt für Schritt ist da sicher der gesündere Weg.“

Welche Erwartungen haben sich denn im Einzelnen erfüllt und welche weniger?„Es hat sich ausgezahlt, dass wir den Doppelbereich stärker gemacht haben. Im Vorigen Jahr haben wir nur zwei von sieben Doppeln gewonnen, in dieser Saison nur einmal in vier Doppeln verloren. Es ist auch klar geworden, dass wir durch unsere Zugänge Kristian Karlsson, Adam Szudi und Alberto Mino schwerer auszurechnen gewesen sind – das ist auch wichtig gewesen. Auf der anderen Seite haben wir leider Spiele abgegeben, für die wir uns mehr erhofft hatten und in denen auch mehr für uns drin war.“

Welche Erkenntnisse insgesamt hast Du darüber hinaus sammeln können?„Diese Liga ist noch ausgeglichener als in der Vergangenheit. Das bedeutet: Man kann in dieser Liga mit den immer seltener vorhersehbaren Aufstellungen bei allen Mannschaften stabil spielen, wenn man ein stabiles Team mit fünf bis sechs Spielern hat, die mindestens theoretisch gegen jeden Spieler eines anderen Klubs gewinnen können.“

Zu den Überraschungen der Saison gehörten die starken Spiele von Adam Szudi in seiner Comeback-Saison für den BVB. Wie lässt sich sein Leistungssprung erklären?„Adam hat wirklich eine starke Saison gespielt, erst recht, wenn man daran denkt, dass wir ihn als international bekannten Doppel-Spezialisten zurückgeholt haben. Warum der Knoten bei ihm in dieser Saison geradezu geplatzt ist, lässt sich nicht sagen. Es ist wie so oft im Sport ein Rätsel, genauso wie andersherum auch ein Rätsel ist, warum Cedric Nuytinck nach neun Siegen in der vorigen Saison in diesem Jahr kein Spiel gewinnen konnte. Für beides gibt es keine wirklichen Erklärungen.“

Schauen wir schon ein wenig auf die kommende Saison. Der erfahrene Portugiese Joao Geraldo und der ‚verlorene Sohn‘ Wim Verdonschot kommen und verstärken Dein Team. Was sind die Gründe für ihre Verpflichtungen gewesen?„Wim hat in seinen ersten Jahren in Dortmund viel gelernt und den Sprung in den Nationalkader geschafft. Er ist trotz seiner Jugend schon ein recht weitgehend geformter Spieler, für den die Bundesliga auch als Neuling kein kaltes Wasser sein dürfte, in dem er sich erst freischwimmen muss. Er hat schon Top-10-Spieler geschlagen und ist auch eine echte Option für das Doppel, immerhin ist er da schon Deutscher Meister, auch wenn Adam unser Doppelspieler Nummer eins bleiben wird. Joao ist ein Spieler, der mit seiner Klasse auch fast jeden besiegen kann.“

Anders Lind bleibt ebenso wie Karlsson, dazu Geraldo, Verdonschot, Szudi und Nuytinck – der künftige BVB-Kader wirkt schlagkräftig. Lässt sich – auch wenn noch nicht alle anderen Mannschaften komplett sind – bereits ein Ziel ausgeben?„Dass wir gegen Saarbrücken in ihrem ersten Spiel nach dem Gewinn des deutschen Pokals gewinnen konnten, hat unser Potenzial schon bestätigt und gezeigt, dass wir Luft nach oben haben. Deswegen wollen wir in unserem dritten Jahr um einen Platz beim Final Four mitspielen. Dafür muss vieles passen, aber vor allem müssen wir die Einsätze aller Spieler sehr sorgfältig planen und mit ihren internationalen Pflichten verbinden. Das muss Priorität haben. Wir wollen zu jedem Spiel gegen jede Mannschaft mit einer echten Siegchance antreten können.“

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