FC Bayern München
·21 juillet 2026
Tom Bischof über Trikotwahl & die Ziele für die neue Saison

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·21 juillet 2026

Die Trikotnummer acht hat beim FC Bayern eine große Historie: Mittelfeldvirtuosen wie Lothar Matthäus oder Andreas Herzog trugen sie schon zeitweise auf dem Rücken, aber auch Kämpfernaturen wie Javi Martínez oder Niko Kovač und selbst Angreifer wie Alexander Zickler oder Marcel Witeczek liefen mit ihr für den Rekordmeister auf. In den vergangenen fünf Jahren gab Leon Goretzka der Acht mit seiner Athletik und offensiven Wucht eine ganz eigene Note – und ab sofort will sie Tom Bischof mit Leben füllen.
In seiner ersten Spielzeit beim FC Bayern hatte Bischof noch die Nummer 20 getragen, nach Goretzkas Abschied in diesem Sommer übernahm er dann aber dessen Trikot mit der Nummer acht: „Als Kind träumt man natürlich von der Zehn. Die wollte ich früher auch immer haben. Jetzt bin ich ein bisschen weiter nach hinten gerückt und spiele eher auf der Sechs, da passt die Acht ganz gut“, erklärt der 21-Jährige: „Ich habe lange gewartet, auch aus Respekt vor Leon Goretzka. So etwas fragt man nicht schon vorher nach.“
Zumal Bischof zunächst noch klären wollte, ob es auch andere Interessenten gibt: „Ich habe erst einmal abgewartet, was Aleks Pavlović macht. Er ist länger hier, ein guter Freund von mir und ich schätze ihn sehr. Ich habe mit ihm gesprochen und gewartet, ob er die Acht nehmen möchte. Aber Pavlo bleibt bei seiner Nummer und so kam es dann dazu, dass ich die Acht übernommen habe. Darüber bin ich sehr glücklich. Ich habe nachgefragt und mir wurde relativ früh das Vertrauen gezeigt, dass ich sie haben darf.“
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Tom Bischof traut sich das Erbe des Champions League-Siegers von 2020 zu. „Ich will jetzt den nächsten Schritt machen“, so der Kapitän der deutschen U21-Nationalmannschaft: „Im Zentrum spornen Pavlo, Jo Kimmich und ich uns gegenseitig an. Jeder will spielen, dadurch werden alle besser und das hilft der ganzen Mannschaft. Ich traue mir diese Rolle definitiv zu.“
Mit 39 Pflichtspieleinsätzen (drei Tore, drei Vorlagen) trug Bischof in seiner Premierensaison seinen Anteil zum Gewinn des Doubles aus Meisterschaft und DFB-Pokal bei. Die ersten beiden großen Titel in seiner noch jungen Karriere machen ihm Lust auf mehr: „Ich habe es oft gesagt: Man wechselt zum FC Bayern, weil es ein Traum ist und weil man hier Titel gewinnen kann. Das ist uns als Mannschaft richtig gut gelungen. Wir haben vergangene Saison brutal zusammengehalten und eine richtig gute Saison gespielt.“
Wo er dabei auf dem Feld zum Einsatz kam, war für Bischof nicht so wichtig. Durch seine Vielseitigkeit verdiente er sich seinen Platz im Kader, da er immer dort spielte, wo ihn Cheftrainer Vincent Kompany gerade brauchte. Dass er so zu mehr Einsätzen als Außenverteidiger kam als auf seiner angestammten Position im zentralen Mittelfeld, störte ihn nicht: „Für mich persönlich war es eine sehr gute Saison, weil ich viel gelernt, mich weiterentwickelt und auf verschiedenen Positionen gespielt habe. Das hilft mir für meine weitere Karriere. Jetzt hoffe ich natürlich, dass es noch besser wird und noch mehr Titel dazukommen.“
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