Türkei-Trainer Montella vor Rumänien-Duell überrascht: „Mit so einer Frage hatte ich nicht gerechnet“ | OneFootball

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·25 mars 2026

Türkei-Trainer Montella vor Rumänien-Duell überrascht: „Mit so einer Frage hatte ich nicht gerechnet“

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Vincenzo Montella hat vor dem WM-Playoff-Halbfinale gegen Rumänien die Bedeutung der Partie hervorgehoben und zugleich mit einer deutlichen Antwort auf eine unerwartete Frage reagiert. Der Nationaltrainer der Türkei sprach im TFF Hasan Dogan Nationalteam-Trainingszentrum über die Vorbereitung auf das Spiel, den Respekt vor seinem rumänischen Amtskollegen Mircea Lucescu und das Fundament, das seine Mannschaft in den vergangenen Monaten gelegt habe.

Montella betont die Bedeutung des Spiels

Für den italienischen Trainer ist das Duell mit Rumänien ein Spiel mit besonderem Gewicht. Er machte deutlich, dass die Türkei ihre lange Durststrecke bei Weltmeisterschaften beenden wolle und dafür eine komplette Leistung nötig sei. „Es ist ein sehr, sehr wichtiges Spiel für uns. Wir wollen unsere langjährige Durststrecke bei Weltmeisterschaften beenden. Wir müssen ein komplettes Spiel absolvieren. Wir müssen auf jede Situation vorbereitet sein.“


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Zugleich verwies Montella auf das Wiedersehen mit Lucescu, zu dem er nach eigener Aussage ein gutes Verhältnis pflegt. Er sprach mit großem Respekt über den erfahrenen Trainer und unterstrich, dass Spiele gegen Persönlichkeiten dieses Formats auch für ihn selbst zusätzliche Motivation bedeuteten.

Überraschte Reaktion auf die Rücktrittsfrage

Besonders auffällig war Montellas Reaktion auf eine Frage eines rumänischen Journalisten. Er wurde darauf angesprochen, ob er im Fall einer Niederlage und des Verpassens der WM-Qualifikation an einen Rücktritt denken würde. Der Nationaltrainer antwortete sichtbar überrascht: „Mit einer solchen Frage hatte ich ehrlich gesagt nicht gerechnet.“

Inhaltlich ließ er daran keinen Zweifel, dass ein solches Szenario für ihn aktuell keine Rolle spielt. Er verwies darauf, dass Fußball ein Spiel der Augenblicke sei und in jeder Partie vieles passieren könne. Gleichzeitig stellte er klar, dass er sich in seiner Rolle sehr wohlfühle, stolz auf seine Aufgabe sei und mit der Mannschaft nicht an eine Niederlage denke.

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Lucescu als zusätzlicher Reiz vor dem Halbfinale

Auf die Frage nach dem Wissen des rumänischen Trainers über den türkischen Fußball blieb Montella sachlich und respektvoll. Er erklärte, Lucescu kenne nicht nur den türkischen Fußball, sondern den Weltfußball insgesamt sehr gut. Genau deshalb sei das Spiel gegen einen solchen Trainer für ihn auch persönlich besonders reizvoll.

Montella ergänzte, seine Mannschaft sei in jeder Hinsicht vorbereitet. Damit machte er deutlich, dass das Trainerduell zwar eine besondere Komponente hat, der Fokus aber klar auf der eigenen Leistung liegt.

„Wir haben ein sehr solides Fundament gelegt“

Ein weiterer Schwerpunkt seiner Aussagen war die Entwicklung der Nationalmannschaft insgesamt. Montella betonte, dass man zunächst ein stabiles Fundament habe schaffen müssen, bevor größere Ziele realistisch würden. Nach seiner Einschätzung ist genau das gelungen.

Er verwies darauf, dass die Türkei bei seinem Amtsantritt auf Platz 46 der FIFA-Rangliste gestanden habe, inzwischen aber sichtbar besser positioniert sei. Dazu nannte er die Leistung bei der EURO 2024 sowie den Aufstieg in die Nations League A als klare Anzeichen dafür, dass die Mannschaft auf einer tragfähigen Basis arbeite.

Kein zusätzlicher Druck für die Spieler

Montella sprach sich zugleich gegen unnötigen Druck auf die Mannschaft aus. Die Tatsache, dass die Türkei seit 2002 nicht mehr an einer Weltmeisterschaft teilgenommen hat, solle nicht zu einer zusätzlichen Last für die Spieler werden.

Sein Ansatz sei vielmehr, die Mannschaft bestmöglich vorzubereiten und sie nicht mit zu viel Druck zu belasten. Er formulierte das klar: Es gebe keinen Grund, die Spieler in dieser Situation zusätzlich unter Druck zu setzen, wenn es darum gehe, sie auf ein so wichtiges Spiel vorzubereiten.

Voller Fokus auf Rumänien statt auf ein mögliches Finale

Auch die mögliche nächste Aufgabe wollte Montella nicht zum Thema machen. Zwar wurde er daran erinnert, dass im Fall eines Sieges gegen Rumänien im Finale der Sieger aus der Partie Kosovo gegen Slowakei warten würde, doch der Trainer blockte diesen Gedankengang klar ab.

Er sagte, dass man zwar in den vergangenen vier Monaten alle Gegner analysiert habe, sich im Moment aber voll und ganz auf das morgige Spiel konzentriere. Damit unterstrich er erneut, dass für ihn derzeit nur die Aufgabe gegen Rumänien zählt.

Warum Montella genau diesen Kader eingeladen hat

Zum Abschluss erklärte der Nationaltrainer ausführlich seine Kaderentscheidung. Nach eigener Aussage wurden rund 30 Spieler ins Trainingslager eingeladen, wobei bei einigen Akteuren die körperliche Verfassung zunächst genau überprüft werden musste. Er betonte, dass man bewusst auf jene Spieler setze, die die Mannschaft auf dieser Reise bereits unterstützt hätten.

Montella sagte außerdem, er habe die Besten für dieses Trainingslager eingeladen, gemessen an seiner eigenen Sicht auf den Fußball. Neue Spieler nach einer viermonatigen Pause einzubauen, sei nicht einfach, weil auch sie bestimmte Standards erfüllen müssten. Deshalb spiele neben Form und Qualität auch die familiäre Atmosphäre innerhalb des Teams eine wichtige Rolle. Genau darin sieht der Trainer einen zentralen Wert dieser Mannschaft, die sein Land gegen Rumänien nun bestmöglich vertreten soll.

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