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·3 avril 2025

Verlängern oder verabschieden? Emre Can und das BVB-Dilemma

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Er war nie unumstritten – und ist doch einer der wichtigsten Spieler im Kader: Emre Can steht beim BVB an einem Scheideweg. Der Vertrag des Kapitäns läuft noch bis 2026, doch intern wird bereits heiß diskutiert, wie es mit dem 31-Jährigen weitergehen soll.

Verlängern? Verkaufen? Oder einfach in sein letztes Vertragsjahr gehen und die Dinge auf sich zukommen lassen? Eine einfache Antwort gibt es nicht bei Emre Can und dessen sportlichen Zukunft bei Borussia Dortmund – dafür aber viele Argumente auf beiden Seiten.


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Sportlich hat Can zuletzt durchaus überzeugt. Seit seiner Umfunktionierung zum Innenverteidiger ist er zur stabilen Säule in der Dreierkette geworden. Kopfballstark, zweikampfhart, passsicher – mit diesen Qualitäten bringt er Ruhe in das Dortmunder Spiel. Auch in der Kabine gilt Can als respektierter Führungsspieler. Kollegen wie Nico Schlotterbeck loben ihn öffentlich, das Trainerteam schätzt seinen Einsatz.

Und trotzdem: Die Debatte um seine Zukunft reißt nicht ab. Zu wechselhaft waren seine Leistungen in den vergangenen Jahren. Zu oft war er Sinnbild für die Unbeständigkeit im BVB-Spiel. Vor allem die Diskussion um das Kapitänsamt wirft Fragen auf. Ist Can wirklich noch der Richtige, um das Team in die Zukunft zu führen? Oder wird Nico Schlotterbeck – intern längst als „Captain in waiting“ gesehen – bald die Binde übernehmen?

BVB-Bosse spielen bei Can auf Zeit

Die Bosse zögern – und genau darin liegt der Schlüssel. Beim BVB drängt man nicht auf eine schnelle Vertragsverlängerung. Im Gegenteil: Man will sich Zeit lassen, die Entwicklung abwarten, eine Entscheidung im Sommer treffen. Can selbst soll bereit sein, auch in ein letztes Vertragsjahr zu gehen – ohne Garantie auf Verlängerung. Für einen gestandenen Nationalspieler mit Vergangenheit bei Liverpool, Juventus und dem FC Bayern eine ungewöhnliche Rolle.

Was das Thema brisanter macht: Can ist mit rund 8 bis 9 Millionen Euro Jahresgehalt einer der Topverdiener im Kader – ein Faktor, der im geplanten Umbruch durchaus eine Rolle spielt. Gleichzeitig verliert der BVB im Sommer mit Reus einen langjährigen Identifikationsspieler. Ein weiterer Abschied eines Führungstyps wäre ein Einschnitt.

Fakt ist: Der BVB steht vor einer richtungsweisenden Entscheidung. Emre Can ist noch da – aber die Frage ist, wie lange noch. Und vor allem: in welcher Rolle.

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