FC Bayern München
·17 février 2026
Verletzungsgeplagt, aber gefährlich! Das erwartet den FCB gegen Frankfurt

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·17 février 2026

FC Bayern gegen Eintracht Frankfurt: Das stand in den vergangenen Jahren in der Bundesliga regelmäßig für Spektakel. Ob deutliche Siege des FCB in den beiden letzten Duellen (4:0 und 3:0), ein furioses 3:3 in Frankfurt in der vergangenen Saison oder auch mal eine klare Niederlage der Bayern (1:5 in der Saison 2023/24) – den Fans war immer etwas geboten! Auch vor dem erneuten Aufeinandertreffen am Samstag in der Allianz Arena stehen die Zeichen gut für eine mitreißende Partie. Der FCB ist nach einem kleinen Durchhänger Ende Januar mit zwei sieglosen Liga-Spielen wieder voll in Fahrt, die Eintracht scheint unter dem neuen Trainer Albert Riera wieder aufzublühen. In unserem Gegnercheck nehmen wir die Hessen genauer unter die Lupe.
Nach Platz drei in der Vorsaison und der damit verbundenen Qualifikation für die Champions League kam die Eintracht unter Trainer Dino Toppmöller, der zwischen 2021 und 2023 als Co-Trainer für den FC Bayern gearbeitet hatte, zunächst auch gut in die neue Spielzeit. Das Team überzeugte mit zwei Siegen zum Liga-Auftakt gegen Werder Bremen (4:1) und bei der TSG Hoffenheim (3:1) sowie einem deutlichen 5:1 gegen Galatasaray in der Königsklasse. Schon bald mischte sich aber eine große Unbeständigkeit in die Leistungen der Eintracht. Sinnbildlich hierfür war der 6:4-Auswärtssieg bei Borussia Mönchengladbach am fünften Spieltag, als die SGE nach 47 Minuten bereits mit 6:0 geführt hatte, der Sieg anschließend durch Unachtsamkeiten aber noch einmal in Gefahr geriet.
Insbesondere in der Defensive offenbarte Frankfurt im Herbst und Winter immer wieder Schwächen, so kassierten die Hessen beispielsweise in der Champions League gegen Atlético Madrid und den FC Liverpool jeweils fünf und in der Bundesliga bei RB Leipzig sogar sechs Gegentore. Hinzu kam ein fast schon unglaubliches Verletzungspech der Hessen, immer wieder fielen wichtige Stammspieler aus. Nach einem 3:3 am 18. Spieltag bei Werder Bremen musste schließlich Trainer Toppmöller gehen. Auch Interimstrainer Dennis Schmitt konnte keine Wende einleiten, die Eintracht verlor unter ihm alle vier Spiele, schied in der Königsklasse aus und rutschte in der Liga auf Platz acht ab. Anfang Februar übernahm dann Albert Riera das Zepter in Frankfurt.
Der neue Coach, der vom slowenischen Erstligisten NK Celje nach Frankfurt kam, versprach zu seinem Amtsantritt, dass die Fans fortan ein anderes Team sehen werden. Mit selbstbewusstem Auftreten und markanten Sprüchen („Wenn ich zu meinen Spielern sage, dass sie vom Balkon springen sollen, dann tun sie es“) zog der ehemalige Mittelfeldspieler (unter anderem bei Manchester City, FC Liverpool und Galatasaray) die Aufmerksamkeit auf sich und nahm somit ein Stück weit den Druck von der Mannschaft. Diese lieferte in den ersten beiden Partien unter Riera ab und ließ auf ein 1:1 bei Union Berlin einen souveränen 3:0-Heimerfolg am vergangenen Wochenende gegen Borussia Mönchengladbach folgen.
Allerdings ging die Eintracht personell gebeutelt aus der Partie gegen die Gladbacher, Rasmus Kristensen und Arnaud Kalimuendo mussten verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Die ohnehin schon angespannte Personalsituation verschlechterte sich so noch weiter. In der Defensive fehlen den Frankfurtern in Arthur Theate (Meniskusverletzung) und Rasmus Kristensen (Sprunggelenksverletzung) zwei wichtige Säulen wochenlang. Auch in der Offensive muss die SGE ohne zahlreiche potenzielle Stammspieler auskommen. Neben den langfristigen Ausfällen von Can Uzun (Oberschenkelverletzung), Younes Ebnoutalib (Innenbandriss im Knie) und Michy Batshuayi (Mittelfußbruch) sind so auch die Einsätze von Farès Chaïbi (Knieprobleme) und Arnaud Kalimuendo (Schulterverletzung), bei dem es nach dem Gladbach-Spiel zumindest vorsichtige Entwarnung gab, aktuell fraglich. Immerhin steht Torjäger Jonathan Burkardt nach einer Muskelverletzung in der Wade vor einem Comeback.
In den beiden bisherigen Spielen unter Riera agierte die Eintracht taktisch sehr variabel. So reagierte der Trainer beispielsweise am vergangenen Samstag gegen Gladbach auf den frühen verletzungsbedingten Ausfall von Angreifer Arnaud Kalimuendo mit der Einwechslung des eigentlich im zentralen Mittelfeld beheimateten Mahmoud Dahoud. Frankfurt spielte fortan ohne gelernten Mittelstürmer, erzielte aber drei Tore. Ein weiteres Beispiel: Linksverteidiger Nathaniel Brown, der in den vergangenen beiden Spielen mit zwei Toren glänzte, zog im Ballbesitz immer wieder ins Zentrum und unterstützte so den Spielaufbau. In der Offensive überzeugen konnten gegen Gladbach speziell die beiden Außenbahnspieler Ayoube Amaimouni-Echghouyab und Jean-Mattéo Bahoya sowie Ritsu Doan, der mehr aus dem Zentrum agierte.
Ein besonderes Augenmerk hat Riera aber auf die Defensive gelegt. „Um Spiele zu gewinnen, darf man in erster Linie keine Gegentore kassieren. Ich habe den Jungs gesagt, dass wir viele gute Dinge machen müssen, um Chancen herauszuspielen, aber auch, um gegnerische Chancen zu verhindern. Wir haben gut verteidigt, genau dieses Selbstvertrauen müssen die Spieler haben“, sagte der Eintracht-Coach.
„Wir hatten eine ganz andere Boxverteidigung - das ist der größte Fortschritt unter Albert Riera. Er hat die Boxverteidigung und defensive Struktur gestärkt und gezeigt, dass er in kurzer Zeit Stabilität reinbringen kann“, erkannte auch SGE-Sportvorstand Markus Krösche einen Fortschritt in der Defensivarbeit des Teams. Auch die Zahlen unterstreichen das Bild: In den beiden Spielen unter Riera kassierte Frankfurt nur einen Gegentreffer, diesen nach einem Elfmeter, und ließ lediglich zwei Großchancen zu.
Dass am Samstag mit dem FC Bayern aber ein anderes Kaliber als zuletzt gegen Union Berlin und Borussia Mönchengladbach wartet, ist der Eintracht bewusst. Nichtsdestotrotz blickt Trainer Albert Riera zuversichtlich auf die Partie in der Allianz Arena und will dort mit dem gleichen Selbstverständnis auftreten wie in den vorherigen beiden Partien. „Wir wissen, es wird hart. Aber egal, wie der Gegner heißt, wir wollen unser Spiel durchziehen“, so der Frankfurter Coach. Die Bayern werden der Eintracht aber einiges entgegensetzen und können mit einer breiten Brust in das Duell gehen. So ist die Chance auf ein nächstes Spektakel zwischen dem FCB und der Eintracht definitiv groß.
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