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·9 février 2026
Verpasst die Eintracht Europa? Diese Folgen drohen den Frankfurtern

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·9 février 2026

Der Start unter dem neuen Trainer Albert Riera verlief zwar schon vielversprechend, doch das 1:1 bei Union Berlin ist für Eintracht Frankfurt ergebnistechnisch zu wenig. Die Hessen drohen frühzeitig den Anschluss ans obere Tabellendrittel zu verlieren und stehen nun vor wegweisenden Wochen. Auch den Verantwortlichen wird so langsam klar, dass nun erstmals seit der Saison 2020/21 das Verpassen des europäischen Geschäfts droht.
Obwohl in der Bundesliga noch 13 Partien zu spielen sind, hat die sportliche Misere schon jetzt Auswirkungen auf die Planungen. "Für die nächste Saison muss man zweigleisig planen", gab Vorstandssprecher Axel Hellmann bereits vor dem Remis an der Alten Försterei auf der "SPOBIS"-Konferenz in Hamburg zu.
Der 54-Jährige fügte gar an, sich selbst über einen Einzug in die Conference League zu freuen. Wirklich reichen würde das der Eintracht aber wohl nicht. Wie die Bild berichtet, muss aufgrund der Summen, die in Frankfurt inzwischen ausgegeben werden, mindestens die Europa League her. Zuletzt waren es 397,5 Millionen, die die Hessen in verschiedene Bereiche investieren mussten.
Ein finanzieller Segen wäre da nur die Champions League, die zusätzliche Einnahmen in Höhe von 50 Millionen Euro versprechen würde. Diese kann die Eintracht aber praktisch schon jetzt abschreiben. Denn selbst Platz fünf, der in dieser Saison unter Umständen für die Teilnahme an der Königsklasse reichen könnte, liegt bereits elf Punkte entfernt.
Klar ist, dass die Eintracht bei einem kompletten Verpassen des europäischen Geschäfts auch Gehälter einsparen müsste, was sich am einfachsten durch eine Verkleinerung des Kaders erreichen lassen würde. Wie Hellmann bereits ankündigte, "geht es ab Kaderplatz 17, 18 los". Gerade die Eintracht-Stars, die aktuell nicht regelmäßig zum Einsatz kommen, müssten also spätestens dann um ihre Zukunft in der Bankenmetropole zittern.
Noch dazu wären die Möglichkeiten von Sportvorstand Markus Krösche auf dem Transfermarkt im Sommer stark eingeschränkt. Während der Verkauf von Nathaniel Brown spätestens dann wohl alternativlos wäre, würde sich die Verpflichtung eines neuen Stars schwierig gestalten. Im vergangenen Sommer konnten sich noch Spieler wie Ritsu Doan und Jonathan Burkardt gesichert werden. Ohne Europa wäre das Ziel Frankfurt für Spieler von Rang und Namen wesentlich unatrraktiver.
Apropos Burkardt: Seit Wochen warten die Anhänger sehnsüchtig auf die Rückkehr des Leistungsträgers, der in der Hinrunde praktisch die Lebensversicherung im Angriff war. Hier gibt es gute Nachrichten, denn schon am kommenden Samstag (15:30 Uhr) könnte er beim Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach in den Kader zurückkehren.

Jonathan Burkardt stand zuletzt Ende November auf dem Platz / DeFodi Images/GettyImages
Nach der langen Zwangspause des Stürmers ist die Mannschaft jedoch gut beraten, den Druck nicht allein auf die Schultern von Burkardt abzulegen, der vermutlich Zeit benötigen wird, wieder seinen alten Rhythmus zu finden. Immerhin soll im Februar auch Younes Ebnoutalib zurückkehren. Mit dem Winter-Neuzugang könnte Burkardt ein neues Traum-Duo bilden, dass die Saison des Vereins doch noch rettet.
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