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·21 avril 2026
VfB-Boss nach Bayern-Pleite: „Über die Qualität der Liga nachdenken“

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Der VfB Stuttgart hat nach der 2:4-Niederlage beim FC Bayern deutliche Worte zur Kräfteverteilung in der Bundesliga gefunden. Obwohl die Schwaben in München phasenweise gut mithielten, stand am Ende die nächste Niederlage gegen den Rekordmeister und damit auch die vorzeitige Meisterschaft für die Münchner.
Besonders besorgniserregend fiel die Einordnung von VfB-Sportvorstand Fabian Wohlgemuth aus. Der 47-Jährige stellte nach der Partie nicht nur die Dominanz des FC Bayern heraus, sondern äußerte auch grundsätzliche Zweifel an der Konkurrenzfähigkeit der Liga. Die Chancen der übrigen Titelanwärter seien in dieser Saison erneut „nur theoretischer Natur“ gewesen, sagte Wohlgemuth. Wenn sich die Frage nur noch stelle, an welchem Spieltag Bayern Meister werde, müsse man „über die Qualität der Liga nachdenken“.
Auch abseits der sportlichen Analyse wurde in Stuttgart zuletzt immer wieder auf die strukturellen Unterschiede zum deutschen Rekordmeister verwiesen. Vorstandschef Alexander Wehrle hatte bereits im Vorfeld betont, dass Bayern mit Blick auf die finanziellen Möglichkeiten einen enormen Vorsprung besitze. Die Lücke zu schließen, dürfte aus seiner Sicht nicht in wenigen Jahren, sondern eher in Jahrzehnten gelingen.

Foto: Getty Images
Die Zahlen aus dem direkten Duell untermauern diesen Eindruck. Während der FC Bayern weiterhin in allen drei Wettbewerben vertreten ist und dementsprechend gegen den Klub aus dem Schwabenland kräftig rotierte, dominierte der FCB die Partie. Dass selbst eine stark veränderte Münchner Elf gegen eines der formstärksten Teams der Liga am Ende klar gewann, dürfte die Debatte um das Kräfteverhältnis weiter verstärken.
Nationalspieler Maximilian Mittelstädt schlug nach Abpfiff andere Töne an und bewunderte die Qualität und Konstanz der Bayern. Der Linksverteidiger erklärte, man könne froh sein, in Deutschland „eine Mannschaft wie sie“ zu haben. In Stuttgart dürfte die Niederlage dennoch auch als weiterer Hinweis darauf gewertet worden sein, wie groß der Abstand zur Spitze trotz einer kontinuierlichen sportlichen Weiterentwicklung weiterhin ist.









































