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·22 avril 2026
Vier Elfmeter gehalten! Lazio-Keeper wird im Pokalhalbfinale zum Helden

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·22 avril 2026

Am heutigen Mittwoch fand das zweite Rückspiel im Halbfinale des italienischen Pokals statt. Nachdem sich Inter am Dienstag dramatisch mit 3:2 nach 0:2 gegen Como durchgesetzt hatte wollten Atalanta und Lazio nach dem 2:2 im Hinspiel nachziehen.
Atalanta hatte diesmal aber natürlich den Heimvorteil. In Bergamo ist La Dea nur schwer zu schlagen, vor allem nach der Stabilisierung im Laufe der Saison. Klar war, dass die Hausherren es in der eigenen Hand hatten. Lazio ist aber ein Gegner, den man nie unterschätzen darf.
Beide Mannschaften wussten, dass es in diesem Duell vor allem auch auf die Balance ankommen wird. Zu viel Lücken preisgeben durfte man nicht, das war beiden klar. Und so war auch die taktische Herangehensweise sehr relevant für den Ausgang der Partie.
Von Beginn an untermauerte Atalanta, dass man hier die Heimmannschaft ist. Man wechselte zwischen kluger Raumdeckung und intensiver Manndeckung, ließ Lazio kaum aus der eigenen Hälfte spielen. Die ersten Abschlüsse gehörten auch allesamt Atalanta, vor allem Ederson initiierte aus dem Mittelfeld viel. Charles de Ketelaere fungierte dabei als Verbindungsspieler zwischen der Defensive und der Offensive, schloss auch selbst gefährlich ab. Lazio war dazu gezwungen zu reagieren, weil man selbst aufgrund der Intensität von Atalanta nicht agieren konnte.
Von Lazio kam erschreckend wenig. Man hatte zwischendurch den Eindruck, dieses Team wisse nicht, dass man gewinnen muss, um in das Endspiel einzuziehen. Trotzdem schaffte es der Gast aus Rom, das 0:0 mit in die Pause zu nehmen. Atalanta wusste aber, dass der eigene Weg der richtige ist und dass man gute Chancen hat, mit dieser Art und Weise, Fußball zu spielen, am Ende auch zu gewinnen.

Foto: Getty Images
In der zweiten Halbzeit wurde Atalanta auch zwingender. Ein Führungstreffer der Bergamaschi wurde aber korrigiert, sodass die Hausherren nicht jubeln konnten. Ansonsten war das Bild unverändert. La Dea war das bessere Team, Lazio reagierte. In der Schlussphase überschlugen sich dann aber die Ereignisse. Erst traf Alessio Romagnoli völlig überraschend in der 84. Minute zur Gäste-Führung, nur zwei Minuten später glich Mario Pasalic aber aus. Entsprechend ging es nach dem Remis in die Verlängerung!
In der Verlängerung zeigte sich Atalanta dann auch gewissermaßen ein wenig nervös, wollte nicht zu viel riskieren. Die Hausherren wussten, dass ein Konter entscheidend sein kann. Es ging am Ende in das Elfmeterschießen, weil keines der Teams den Sack zumachen konnte oder wollte. Im Elfmeterschießen spielten sich dann aber völlig verrückte Szenen ab. Beide Teams schossen nicht gut, es wurde ein Elfmeter nach dem anderen verschossen. Nach dem vierten Elfmeter lag Lazio plötzlich erstmals vorne, Maurizio Sarri konnte gar nicht mehr hinsehen. Doch: Sein Torhüter hielt alle vier (!) relevanten Elfmeter und Lazio stand im Finale! Die Laziali waren mental am Ende stabiler und treffen im Endspiel auf Inter.









































