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FC Bayern München

·29 janvier 2026

Vom Rückschlag zur Reaktion: Die Analyse des Achtelfinaleinzugs

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Um kurz vor 23 Uhr in Eindhoven, als die Ligaphase der Champions League-Saison 2025/26 zu Ende ging, gab es beim FC Bayern München nur glückliche Gesichter. Jamal Musiala strahlte über sein Startelf-Comeback und seinen Treffer zum 1:0, Torhüter Jonas Urbig über eine sehr starke Leistung samt Toreinleitung und Trophäe für den besten Spieler der Partie gegen die PSV, Harry Kane über sein 2:1-Siegtor.

„Noch ein bisschen früh für große Aussagen“

„Es ist noch ein bisschen zu früh, um große Aussagen zu machen“, meinte Trainer Vincent Kompany, „aber diese erste Phase haben wir gut gemacht!“ Auch Sportvorstand Max Eberl war überglücklich über den mehr als souveränen Einzug ins Achtelfinale nach dem siebten Sieg im achten Vorrundenspiel und Tabellenplatz zwei. In der K.-o.-Phase wird der FC Bayern damit in jedem Rückspiel Heimrecht besitzen und auf den Tabellenersten FC Arsenal frühestens im Endspiel wieder treffen.


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Vielbetonte Reaktion ist geglückt

Sogar das mit der vielbetonten Reaktion wenige Tage nach der ersten Bundesligapleite hatte funktioniert: „Wie die Mannschaft reagiert hat nach der Niederlage gegen Augsburg, auch gegen die Widerstände, die wir heute im Spiel hatten wie das 1:1, auch da haben wir wieder reagiert. Das zeigt den Charakter dieser Mannschaft“, fand Eberl – und auch er lächelte zufrieden.

Dabei hatte Eindhoven, das mit viel Einsatz und Offensivdruck sowie lautstarken Fans im Philips Stadion gegen das Ausscheiden kämpfte, den FC Bayern mehr als eine Halbzeit lang auf Augenhöhe gefordert. Ohne großes Abtasten berannten die von Peter Bosz eingestellten Gastgeber mutig das Bayerntor, pressten früh gegen den bayerischen Spielaufbau und standen obendrein in der Defensive lange gut. Der niederländische Tabellenführer und Meister kratzte so intensiv an der Führung. Vor allem der auffällige Ex-Münchner Ivan Perišić und Torjäger Ismael Saibari scheiterten aber mit ihren Versuchen am glänzend aufgelegten Jonas Urbig. Manuel Neuer war dafür wie schon gegen Augsburg außen geblieben.

Jüngste Startelf seit 2015

Auch Torjäger Harry Kane sah erstmals bei einem Champions-League-Spiel des FC Bayern den Anpfiff nur von der Auswechselbank. Die Folge war die mit im Schnitt 24 Jahren und 337 Tagen jüngste Startelf des Rekordmeisters seit September 2015 gegen Dinamo Zagreb. Eine ganz besondere Rückkehr gab es in Eindhoven auch noch: Jamal Musiala fand sich erstmals seit dem Viertelfinale der Klub-WM gegen Paris im letzten Juli wieder unter den ersten Elf.

Nach der torlosen ersten Hälfte, in der einzig Tom Bischofs Freistoß an die Querlatte lange Zeit offensive Gefahr der Bayern ausstrahlte, rettete Urbig sechsmal das torlose Remis – einige Male davon sehr sehenswert. In einem Pflichtspiel unter Vincent Kompany hatten die Bayern zuvor einzig im Pokal in Köln so viele gegnerische Schüsse aufs Tor in der ersten Halbzeit zugelassen. In der Champions League war es seit 2003/04 erst zum zweiten Mal der Fall nach einer Partie gegen Ajax im Dezember 2004.

„Keiner erwartet von ihm Wunderdinge“

Umso erstaunlicher war, dass die Bayern die Mannschaft waren, die dann in Führung ging: Der starke Tom Bischof schickte nach einem erkämpften Ball Lennart Karl, nach doppeltem Doppelpass mit Musiala traf letzterer unter die Latte zum 1:0 (58.). „Keiner erwartet von ihm Wunderdinge und ich finde, trotzdem hat er heute ein sehr, sehr gutes Spiel gemacht nach so einer langen Zeit“, sagte Max Eberl: „Und dass er sich mit dem Tor belohnt – ich glaube, das ist eine sehr, sehr schöne Geschichte.“ Es war erst der dritte Torschuss der Gäste gewesen und Musialas erstes Europapokal-Tor seit dem 5. März – damals ebenfalls gegen Eindhovens Schlussmann Matej Kovar (damals noch in Leverkusen).

Wie der Regler einer Stereoanlage

Der Treffer drehte die Dezibelzahl der Heimfans schlagartig herunter wie der Lautstärkeregler einer Stereoanlage, Eindhoven raubte der Rückstand kurzzeitig all den Mut, all die Leidenschaft. Die eingewechselten Michael Olise, Sacha Boey und Harry Kane arbeiteten in den sich nun auftuenden Lücken an Treffer Nummer zwei – diesmal aber war es Eindhoven, das aus dem Nichts traf: Saibaris ansatzloser Sonntagsschuss an einem Mittwochabend segelte sogar für Urbig unhaltbar in den Münchner Torwinkel: 1:1.

Der Rekordmeister hat das letzte Wort

Doch das letzte Wort behielt der Deutsche Rekordmeister. Urbig schickte per langem Flugball Luis Díaz, dessen Querpass in den Lauf von Kane beförderte der englische Torjäger zum 2:1-Endstand und seinem 27. Champions-League-Tor für den FC Bayern zur Entscheidung in die Eindhovener Maschen. „Ich bin glücklich, weil ich weiß, wie schwierig diese Spiele sind, und ich bin auch sehr glücklich über unsere Reaktion nach der letzten Niederlage“, resümierte Kompany.

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Gefeiert wurde am Abend ein verdienter, weil auch hart erkämpfter Sieg, der überglückliche Münchner hinterließ, die in Hälfte zwei satte 10:4 Torschüsse gesammelt hatten: „Ich bin vor allem glücklich, wieder auf dem Spielfeld zu sein. Mein Fokus liegt jetzt auf dem nächsten Spiel, mein Level weiter hoch zu bringen“, meinte Jamal Musiala. Und der „Man of the Match“, Torwart Jonas Urbig, freute sich: „Egal, ob gegen eine spielerisch starke Mannschaft wie PSG oder Chelsea – da können wir super gegenhalten und Spiele gewinnen. Aber auch wie heute in den Kampf gehen um die zweiten Bälle. Das zeichnet uns aus, dass wir da so vielseitig sind und freuen uns auf die kommenden Gegner.“ Gegen die soll es genauso erfolgreich ab 10./11. März in der K.-o.-Phase weitergehen – „und ich hoffe“, schloss Clubboss Dreesen auf dem Bankett, „dass wir noch viele dieser K.-o.-Spiele haben werden.“

Die Stimmen zur Partie bei der PSV Eindhoven:

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