REAL TOTAL
·21 juillet 2026
Vom Vorzeigeprofi zum Sorgenkind: Valverde feiert 28. Geburtstag

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¡Feliz cumpleaños! Federico Valverde feiert seinen 28. Geburtstag – doch anders als noch vor einem Jahr fällt die Bilanz seiner abgelaufenen Saison deutlich zwiespältiger aus. Der Uruguayer galt lange als Musterprofi, als Soldat, der jede Rolle annahm, kaum eine Spielminute verpasste und sich kompromisslos in den Dienst der Mannschaft stellte. Inzwischen hat sich sein Bild bei Real Madrid jedoch merklich verändert.
Valverde hat ein durchwachsenes Jahr hinter sich – Foto: Angel Martinez/Getty Images
Der am 22. Juli 1998 in Montevideo geborene Mittelfeldmotor entwickelte sich im vergangenen Jahr intern zunehmend zu einer Reizfigur. Immer wieder soll der 1,82-Meter-Mann mit seinen regelmäßigen Einsätzen als Rechtsverteidiger unzufrieden gewesen sein. Darauf basierend wurde er als Teil jener Spielerriege gehandelt, die sich gegen den damaligen Trainer Xabi Alonso, dessen Trainingsinhalte und Aufstellungen stellte und damit zu dessen Aus beigetragen haben soll.
Valverde für Real
Den Tiefpunkt erreichte die persönliche Entwicklung zum Ende der Spielzeit, als die Nummer 8 in der Kabine mit Aurélien Tchouaméni aneinander geriet. Die Auseinandersetzung eskalierte sogar zu einer handfesten Schlägerei, bei der sich Valverde ein Schädel-Hirn-Trauma zuzog und mehrere Tage ausfiel. Besonders schwer wiegt dabei, dass der 76-fache Nationalspieler, nach dem Abgang von Dani Carvajal, inzwischen zum ersten Kapitän der Königlichen aufgestiegen ist – eine Rolle, die Qualitäten erfordert, die er zuletzt nur bedingt ausstrahlte. Vielmehr entstand der Eindruck, dass der Allrounder seine größte Stärke als loyaler Arbeiter neben Persönlichkeiten wie Toni Kroos und Luka Modrić entfalten konnte. Beide sind längst nicht mehr Teil der Mannschaft und die Verantwortung, selbst voranzugehen, scheint ihm bislang nicht in gleichem Maße zu liegen.
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Nichtsdestotrotz zeigte der 1,82-Meter-Mann, der 2016 für fünf Millionen Euro von Peñarol Montevideo an die Concha Espina wechselte, auch in diesem schwierigen Jahr, warum er sportlich weiterhin unverzichtbar ist. Vor allem im Hinspiel des Champions-League-Achtelfinals gegen Manchester City lieferte der Uruguayer eine absolute Gala ab und führte die Blancos mit seinem Hattrick im Alleingang zum Sieg. Vielleicht liegt genau darin die größte Erkenntnis: Der frisch gebackene 28-Jährige ist nach wie vor ein außergewöhnlicher Fußballer, aber eben keiner, der automatisch in die Rolle des Führungsspielers hineinwächst. Unter José Mourinho beginnt nun ein neues Kapitel. Der portugiesische Trainer wird versuchen, den alten Valverde zurückzubekommen – jenen kompromisslosen Arbeiter, der auf dem Rasen mit Leistungen statt mit Nebengeräuschen für Schlagzeilen sorgt.
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