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·7 mai 2026

Vor "brutaler Kulisse": Brinkmann glaubt an Mini-Chance

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Nach nur zwei Punkten aus den letzten drei Spielen sind die Chancen des F.C. Hansa Rostock im Aufstiegsrennen auf ein Minimum gesunken, dennoch glaubt Trainer Daniel Brinkmann weiter daran – und freut sich auf eine "brutale Kulisse" im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart II am Samstag.

"Wir haben gar keine Wahl"

Fünf Zähler beträgt der Rückstand auf Cottbus (2.) und Duisburg (3.). Damit es im Endspurt doch noch mit dem Aufstieg klappt, braucht es zwei Siege, während Cottbus oder Duisburg maximal einen, Essen drei und Verl vier Zähler holen dürfte. Dass diese Konstellation eintritt, ist eher unwahrscheinlich, dennoch will Trainer Daniel Brinkmann die Hoffnung nicht aufgeben. "Ich glaube, wir haben gar keine Wahl. Es geht für uns einfach darum, dass wir die beiden Spiele gewinnen", sagte der 40-Jährige bei der Spieltags-Pressekonferenz am Donnerstag und verwies darauf, dass im Fußball schon verrückte Dinge passiert seien.


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Zwar schätzte Brinkmann die Chance als "nicht besonders groß" ein, betonte aber: "Wenn man im Fußball nicht positiv denkt, hat man sowieso verloren." Daher will der Hansa-Coach auch keine hängenden Köpfe bei seiner Mannschaft sehen. Denn das könne dazu führen, "dass jemand mit einer deprimierten Einstellung in das Spiel geht. Das darf und wird aber nicht passieren", ist Brinkmann überzeugt.

28.000 Zuschauer erwartet

Auf die anderen Spiele will der Ex-Profi während der 90 Minuten nicht schauen, "weil sowieso klar ist, dass wir gewinnen müssen". Sollte der Aufstieg am letzten Spieltag noch möglich sein, werden die Spiele der Konkurrenz zwangsläufig in den Vordergrund rücken, "aber die Voraussetzung wäre ja erstmal, dass der eine oder andere stolpert". Doch auch unabhängig davon, was im Aufstiegskampf noch möglich ist, gehe es darum, "dass wir uns gut von unseren Fans verabschieden", betonte Brinkmann.

Schließlich hat Hansa in der Rückrunde aus acht Heimspielen nur 13 Punkte geholt – zu wenig für die Ansprüche. "Ich will einfach, dass wir in den letzten beiden Spielen nochmal komplett an die Grenze gehen." Auch, um den Fans einen würdigen Abschied aus der Saison bereiten zu können. Zum letzten Liga-Heimspiel werden am Samstag rund 28.000 Zuschauer erwartet – Rekord in dieser Saison. Brinkmann sprach von einer "brutalen Kulisse" und fieberte der Partie bereits entgegen.

Mejdr-Diagnose als "Riesenschock"

Fehlen wird neben Paul Stock (Muskelbündelriss), Marco Schuster und Maximilian Krauß (beide Gelb-Sperre) auch Jan Mejdr, der sich einen Kreuzbandriss zugezogen hat. Brinkmann bezeichnete die Diagnose als "Riesenschock". Fraglich ist zudem noch der Einsatz von Florian Carstens. Als Schuster-Ersatz stehen indes Kenan Fatkic und Benno Dietze bereit, um die Stuttgarter Offensive im Zaum zu halten.

Brinkmann bescheinigte dem VfB eine "enorme Qualität" und meinte: "Das ist schon ein Brett." Gegen Essen netzten die Schwaben am letzten Samstag gleich sechsfach ein. "Trotzdem wissen wir auch, dass wir gegen solche Mannschaften grundsätzlich gut ausgesehen haben. Wenn wir gewisse Dinge wie Zweikampfhärte, aber auch fußballerische Akzente ins Spiel gebracht haben." Das soll auch am Samstag gelingen. "Dann werden wir sehen, ob noch was passiert", meinte der Hansa-Coach mit Blick auf den Aufstiegskampf.

Weit weg von "Katastrophensaison"

Sollte sich der Traum von der 2. Liga nicht erfüllen, würde Brinkmann aber dennoch nicht von einer "Katastrophensaison" sprechen. "Davon sind wir weit weg." Angesichts von über 60 Punkten spiele Hansa eine "sehr ordentliche Saison", in der sich die Kogge zudem für das Pokalfinale qualifizieren und mit dem Verkauf von Ryan Naderi in der Winterpause einen Transferrekord aufstellen konnte. "Man neigt immer dazu, alles sehr negativ zu sehen", blieb Brinkmann positiv und betonte, dass er schmunzeln musste, als zuletzt davon geschrieben wurde, dass Hansa den Aufstieg wie in der letzten Saison im Endspurt zu verspielen droht. Doch noch besteht eine Restchance.

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