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·2 avril 2026
Warum eine Skhiri-Rückkehr zum 1. FC Köln sinnvoll wäre - und warum nicht

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·2 avril 2026

Der Abgang von Ellyes Skhiri im Sommer 2023 war für den 1. FC Köln besonders schmerzhaft. Die Geißböcke verloren ihren absoluten Leistungsträger an einen direkten Konkurrenten – und das auch noch ablösefrei. Doch drei Jahre nach seinem Wechsel zu Eintracht Frankfurt steht der Tunesier bei den Hessen auf dem Abstellgleis.
Zu Beginn seiner Zeit bei der Eintracht lieferte Skhiri noch ordentliche Leistungen ab, doch mit der Zeit verfestigte sich das Gefühl, dass die Frankfurter sich mehr von ihm erhofft hatten. Wirklich schlecht war der lauffreudige Sechser in seinen ersten beiden Jahren nicht, aus Köln war man aber stärkere Leistungen von ihm gewohnt.
Obwohl Skhiri der einzige echte Abräumer im Kader von Eintracht Frankfurt ist, sitzt er mittlerweile immer häufiger auf der Bank. Wenn er doch einmal das Vertrauen bekam, wurde er von Fans und Experten teilweise sogar als einer der Sündenböcke für die enttäuschende Saison der SGE dargestellt. Besonders scharf war die Kritik nach seiner unnötigen Gelb-Roten Karte bei der 1:3-Niederlage gegen Bayer Leverkusen Ende Januar.

Ellyes Skhiri ist bei Eintracht Frankfurt trotz überschaubarer Konkurrenz nicht gesetzt | picture alliance/GettyImages
Die Eintracht plant nach der Saison offenbar einen Umbruch im Mittelfeld, von dem auch Skhiri betroffen sein dürfte. Ein Jahr vor Vertragsende sind die Frankfurter offenbar bereit, den 30-Jährigen kostengünstig ziehen zu lassen. In diesem Zusammenhang kursiert das Gerücht, er könnte zum 1. FC Köln zurückkehren. Der Spieler selbst kann sich eine Rückkehr laut dem Geissblog zumindest gut vorstellen.
Auf den ersten Blick ergibt das durchaus Sinn. Skhiri würde damit in ein vertrautes Umfeld zurückkehren, in dem er vier Jahre lang die bislang schönste Zeit seiner Karriere erlebte. Er bräuchte somit keine Eingewöhnungszeit mehr. Für den Spieler selbst wäre dies die optimale Gelegenheit, seine Karriere zu einem späten, aber nicht zu späten Zeitpunkt wieder in die richtigen Bahnen zu lenken.
Zudem werden die Kölner im Sommer wohl dringend einen neuen Sechser benötigen. Da Eric Martels Vertrag ausläuft und eine Verlängerung immer unwahrscheinlicher wird, wäre ein kostengünstiger Ersatz besonders passend. Da käme Skhiri doch wie gerufen, oder nicht?
Bei diesem Transfer sollte allen Beteiligten klar sein, dass sie nicht denselben Skhiri erwarten dürfen, der den Effzeh vor drei Jahren verlassen hat. Der Tunesier ist längst nicht mehr in Bestform und die Mannschaft, die er damals verlassen hat, hat sich verändert. Nicht nur seine kongenialen Partner Jonas Hector und Eric Martel sind inzwischen weg, auch der Trainerstab der Kölner hat sich mehrfach geändert.
Denn bei aller individuellen Klasse von Skhiri muss auch festgehalten werden, dass er vor allem in seiner letzten Saison beim Effzeh vom erfolgreichen Fußball unter Steffen Baumgart profitiert hat. Sollten die Kölner tatsächlich eine Rückkehr forcieren, müsste auch der Spieler dies wollen und seine Gehaltsforderungen deutlich herunterschrauben, damit das finanzielle Risiko für die Rheinländer überschaubar wäre.
Grundvoraussetzung für das große Comeback ist ohnehin, dass der Effzeh in der Bundesliga bleibt. Dafür müssen die abstiegsbedrohten Geißböcke in den kommenden Wochen dringend punkten – am besten schon am Sonntag gegen Skhiri und Eintracht Frankfurt.
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