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·2 août 2026
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Eigentlich müsste Bamba Dieng gerade die Qual der Wahl haben. Mit 26 Jahren befindet sich der Senegalese im besten Fußballer-Alter, dazu hat er eine bärenstarke Rückrunde hingelegt und sogar an der WM 2026 teilgenommen. Trotzdem ist der Stürmer Ende Juli noch immer vereinslos und könnte so auch für viele Bundesligisten zu einer spannenden Option werden.
Ein Blick auf die Zahlen macht jedenfalls neugierig. In der vergangenen Ligue-1-Saison sammelte Dieng in 22 Einsätzen für den FC Lorient starke elf Scorerpunkte. Zehn Tore und eine Vorlage standen für den Angreifer zu Buche. Besonders auffällig war, dass er alle seine Treffer im Kalenderjahr 2026 und in gerade einmal 18 Partien erzielte.
Dabei begann die Spielzeit zunächst alles andere als optimal. In der Hinrunde bremste ihn eine Bänderverletzung aus, zudem kam er teilweise trotz vorhandener Fitness nicht zum Einsatz. Nach dem Jahreswechsel drehte Dieng jedoch so richtig auf und wurde zum Unterschiedsspieler seiner Mannschaft. Seinen Vertrag verlängerte er trotzdem nicht und verließ Lorient ablösefrei.
Wenig überraschend brachten sich zügig mehrere Interessenten in Stellung. Neben dem FC Sevilla und Lazio Rom wurden auch die deutschen Europapokal-Teilnehmer TSG Hoffenheim und SC Freiburg mit Dieng in Verbindung gebracht. Aus der Saudi Pro League soll es ebenfalls Anfragen gegeben haben. Ein Transfer kam allerdings nicht zustande.
Zuletzt sorgten dann Gerüchte um einen möglichen Wechsel zum türkischen Aufsteiger Amed SK für Aufsehen. Angesichts seiner starken Monate hätte ein solcher Schritt zu einem vergleichsweise kleinen Klub durchaus überrascht. Letztlich platzte der Deal aber ohnehin auf der Zielgeraden.
📸 FRED TANNEAU - AFP or licensors
Zunächst hieß es, Dieng habe die medizinischen Untersuchungen nicht bestanden. Das war bereits 2022 der Fall, als er sich dem OGC Nizza anschließen wollte. Der Goalgetter selbst widersprach diesen Berichten auf 'Instagram'. Passend dazu berichtete 'Footmercato' jüngst, dass die eigentlichen Gründe vielmehr bei Unstimmigkeiten mit Vermittlern und Änderungen an der ursprünglichen Vertragsvereinbarung lagen. Die letzten - zugegebenermaßen eher lauwarmen - Spuren verliefen nach England.
Damit ist Dieng, ein Knipser mit zehn Rückrunden-Toren, aber weiterhin auf dem Markt. Auch 24 Einsätze für die senegalesische Nationalmannschaft, die Teilnahme an der WM 2026 und der Gewinn des Afrika-Cups 2022 inklusive verwandeltem Elfmeter im Finale gegen Ägypten stehen in seiner Vita.
Warum also hat ein solcher Spieler noch immer keinen neuen Arbeitgeber gefunden? Ein Grund ist seine fehlende Konstanz. Dieng gilt als streaky und zeigte seine Klasse fast ausschließlich in der Rückrunde. Außerdem ist eher mit 1,78 Metern für einen klassischen Mittelstürmer eher klein und auf dem Flügel weniger gefährlich, da das Dribbling nicht zu seinen größten Stärken zählt.
📸 LOIC VENANCE - AFP or licensors
Seine Qualitäten im Umschaltspiel, sein Tempo und sein Tiefgang könnten dennoch vielen Bundesligisten aus dem zweiten Regal helfen. Der HSV und Werder Bremen suchen noch nach einem neuen Angreifer, auch Schalke und Köln benötigen dringend Verstärkung für die Offensive.
Dieng dürfte eigentlich auf einen Wechsel zu einem größeren Namen gehofft haben. Doch durch den gescheiterten Türkei-Transfer und der Tatsache, dass viele Vereine ihre Stürmersuche bereits abgeschlossen haben, könnte er durchaus einem der genannten Teams in den Schoß fallen. Und bei aller für den Moment geplatzten Ambitionen: Hoffnungsträger bei einem der größten deutschen Traditionsklubs zu sein, ist doch auch gar nicht mal so verkehrt.
📸 Al Bello - 2026 Getty Images







































