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·8 juin 2026
Was, wenn Said El Mala bleibt? Für den 1. FC Köln mehr als nur eine Chance

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Simon Bartsch
8 Juni, 2026
Thomas Kessler betont seit Monaten, dass der FC froh seie, das Said El Mala Spieler der Geißböcke ist und der Verein keinen Druck habe, diesen abzugeben. Das Angebot aus Brentford ist ausgeschlagen, ob ein weiteres in der aufgerufenen Preisklasse kommt, ist ungewiss. Philipp Türoff wiederum bestätigte zuletzt einmal mehr, dass die Geißböcke auch ohne den Verkauf des Top-Talents auf dem Transfermarkt handlungsfähig seien. Tatsächlich bietet sich auch eine große Chance.

Beendete gegen Hoffenheim seine Torflaute: Said El Mala
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Die Nachricht wirkte am vergangenen Donnerstag wie ein Paukenschlag. Und die Absage von Said El Mala zog medial, aber vor allem in den Sozialen Medien große Kreise. Vom verzockten Poker war die Rede, von Verlierern, aber auch von Gewinnern. Dem FC würden nun die 50 Millionen fehlen, El Mala ein Abnehmer. Die Faktenlage stellt sich so dar: Der Kölner Shootingstar wechselt nicht zum FC Brentford. Das Thema ist vom Tisch, wie Thomas Kessler unmissverständlich auf Nachfrage von come-on-fc.com bestätigte. Ein Transfer ist immer noch möglich. Und das unter folgenden Umständen: Der Spieler muss den Wechsel wollen und der interessierte Verein muss den Wunschpreis des Vereins aufbringen. Der liegt unverändert bei rund 50 Millionen. Das wollte Brentford jedenfalls mit allen Boni auf den Tisch legen. Es ist also nach wie vor nicht sicher, ob El Mala in Köln bleibt, genauso wenig, dass er den Verein wechselt. Stand jetzt wird der 19-Jährige an der Vorbereitung der Geißböcke ab Mitte Juli teilnehmen. Stand jetzt werden die FC-Planer aber auch nicht mit dem ganz großen Portemonnaie auf Shoppingtour gehen können.
Und aus diesem Aspekt entwickelte sich so ein wenig das Narrativ, der FC sei der Verlierer in der Angelegenheit El Mala – zumindest wenn kein weiteres Angebot reinflattert. Aber stimmt das so auch? Sportlich ist die Antwort wohl denkbar leicht. Nein! 13 Tore und fünf Vorlagen sprechen eine ziemlich beeindruckende Sprache. 18 Scorer sammelte der Youngster in seiner Premierensaison in der Bundesliga. Wohlgemerkt ein Spieler, der ein Jahr zuvor noch in der 3. Liga spielte. Mit seinen 13 Treffern ist El Mala einer von vier FC-Spielern, die als Teenager zweistellig trafen. Der Vergleich mit Lukas Podolski kommt nicht von ungefähr. Zudem war der 19-Jährige der zweitbeste deutsche Torjäger der Bundesliga-Spielzeit, schaffte es insgesamt auf Rang acht und in der Scorerliste auf den geteilten elften Platz. Alleine von den Toren ist El Mala also kein Talent, dass noch reifen muss, um in der Bundesliga anzukommen. Der Offensivspieler gehört mit seiner Torgefahr schon jetzt zum oberen Leistungsfeld des deutschen Oberhauses. Die Diskussion um einen Platz im WM-Kader ist schließlich nicht unbegründet.
Und das in einer Saison, die für El Mala sicherlich nicht geräuschlos verlief, ganz sicher nicht die einfachste wahr. Der Hype um seine Person, die ständigen Wechselgerüchte, die Anlauf-Schwierigkeiten seines Bruders, dem er so unglaublich nahe steht, aber auch die Kader-Entscheidungen seines Ex-Trainers. Zuletzt noch die Situation in der Nationalmannschaft, die Berufung, die Nicht-Berücksichtigung, das Hoffen auf die WM. Ziemlich viel für einen 19-Jährigen, der eigentlich erst einmal seine ersten Schritte auf der großen Bühne gehen sollte, aber ziemlich schnell zum Hauptdarsteller avancierte. Dabei ist die entscheidende Frage möglicherweise gar nicht, zu was der Spieler trotz der Umstände in der Lage gewesen ist. Vielleicht ist die Frage vielmehr zu was El Mala im Stande ist, wenn er die Störgeräusche eben kennt oder diese wie im Falle der bevorstehenden WM oder den Wechselgerüchten wegfallen. Das ist natürlich keine Garantie. Nur wären das die 50 Millionen auch nicht. Zumal 50 Millionen Euro Transfereinnahme auch nicht 50 Millionen Ausgaben in andere Spieler bedeutet.
Vize-Präsident Ulf Sobek erklärte vor knapp zwei Wochen, dass man ohne El Mala eine „Torquote verbindlich“ einkaufen müsse. Diese Lücke müsste beim Verbleib nicht gestopft werden. Allerdings droht nach wie vor auch der Abgang von Jakub Kaminski. Und der ist angesichts der 20-Millionen-Euro-Ausstiegsklausel auch nicht unwahrscheinlich. Die Offensive würde also einen empfindlichen Verlust hinnehmen. Gleichzeitig für El Mala aber auch bedeuten, dass der Shootingstar mehr Verantwortung übernehmen kann. Denn klar ist, dass der Verbleib des Spielers nicht einfach passieren darf, er muss auch gestaltet werden. Der Offensivspieler hat jedenfalls das Potenzial, die nächste Kölner Ikone zu werden. Das internationale Interesse hätte weiter Bestand, es könnten andere Summen folgen. Denn klar ist auch, dass El Mala weiterhin auf den Notizblöcken namhafter Vereine steht und wohl stehen wird. Alles keine Garantie, aber eine Chance. Die ersten Absagen sind erfolgt, weitere könnten folgen. Der FC aber kann in eine Saison starten, mit einem der besten Teenager der Bundesliga.
Das ist kein Trost, das ist die Ausgangslage. Und sollte El Mala bleiben, wäre es für den FC eine gute.







































