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·13 avril 2026
Wenig Ausreißer nach oben, zwei nach unten – Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen Bremen

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Marie Reiners
13 April, 2026
Der FC hat die erhofften Punkte gegen Bremen eingefahren, profitierte aber auch von zwei frühen – und berechtigten – Schiedsrichterentscheidungen. Trotz des absolut verdienten Siegs war nicht alles gut bei den Geißböcken.
Jan Thielmann probiert es direkt (Foto: Dean Mouhtaropoulos/Getty Images)
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Lange kaum geprüft, dann in der 52. Minute per Abfälscher erstmals gefordert und direkt zur Stelle. Der Kapitän wurde immer wieder ins Aufbauspiel eingebunden, vor allem über lange Bälle. Beim Elfmeter dann aber ohne Chance. Insgesamt eine souveräne und routinierte Leistung.

Rotierte viel und versuchte, über die linke Seite offensive Impulse zu setzen, blieb dabei aber insgesamt zu unauffällig. Defensiv mit unnötigen Fouls und sichtbaren Abstimmungsproblemen in der Abwehrkette im Zusammenspiel mit Özkacar. Wirkte nicht immer eingebunden ins Spiel. Wurde zur Halbzeit folgerichtig ausgewechselt.

Defensiv mit wichtigen Klärungsaktionen und Präsenz auf der letzten Linie, vor allem in der Luft. Bei dem Innverteidiger zeigten sich aber auch einige Unsicherheiten im Aufbau mit teils abenteuerlichen Fehlpässen. Hatte offensiv Pech bei einem Kopfball vorm Tor. Da der Ball anschließend aber vor den Füßen von Ache landete, der auf 2:0 erhöhte, sogar eine Vorlage. Insgesamt mehr Licht als Schatten.

Als letzter Mann nicht aufzufallen, ist im Fußball ja bekanntlich nichts Schlechtes, eher im Gegenteil. Genau das zeichnete den Abwehrspieler nach einer kleinen Unsauberkeit zu Beginn erneut aus. Defensiv wieder einmal extrem zuverlässig, zweikampfstark und sicher im Stellungsspiel. Sah spät noch Gelb, blieb aber auch in der Schlussphase stabil und abgeklärt.

Ein sehr auffälliger Auftritt von Sebastian Sebulonsen gegen die Bremer. Auf der rechten Seite, immer wieder mit viel Raum vor sich, den er ordentlich aufmischte. Schaltete sich regelmäßig offensiv ein und harmonierte im ständigen Austausch mit Thielmann. Insgesamt ein sehr ordentliches, aktives Spiel ob vorne oder hinten.

Der Motor im Zentrum ist wieder da: gedankenschnell, zweikampfstark und immer anspielbar. Eric Martel war seinem Gegenspieler meist einen Schritt voraus und brachte die gewohnte Struktur und gewünschte Ruhe zurück ins FC-Spiel. Leitete mit wichtigen Verlagerungen und Pässen viele Angriffe ein.

Tat sich zunächst im ersten Kontakt und in Anschlusssituationen schwer, steigerte sich aber im Laufe des Spiels deutlich. Krönte seine insgesamt ordentliche Leistung in der Nachspielzeit mit einem starken Lupfer über den zu diesem Zeitpunkt überragenden Mio Backhaus zum 3:1.

Holte den frühen Elfmeter raus und war wie gewohnt im Aufbau extrem präsent. Ließ sich immer wieder fallen, bot sich an und wirbelte das Mittelfeld mit vielen Ballaktionen auf. Mit einem technisch sehr sauberen ersten Kontakt und mit guten Seitenwechseln, auch wenn seine Standards heute ungefährlich blieben. Seine Laufleistung sticht wie immer hervor.

Insgesamt sehr aktiv, mit vielen Positionswechseln und Zug zum Tor. Hatte das 2:0 gleich zweimal auf dem Fuß, seine Abschlüsse blieben aber zu harmlos – sinnbildlich für seine fehlende Effizienz heute. Zeigte dafür starke Gegenpressing-Momente und holte sich verlorene Bälle wieder. Defensiv stabil, offensiv mit vielen Flanken, die aber keinen Abnehmer fanden.

Ackerte viel gegen den Ball und provozierte so auch die Rote Karte gegen Friedl (24). Als Zielspieler aktuell in der Spitze unverzichtbar, machte Bälle fest und verteilte sie. Vergab zunächst mehrere gute, wenn nicht sogar sehr gute Chancen. Belohnte sich dann aber in der 65. Minute im zweiten Versuch per Nachschuss. Überschattet wurde sein Auftritt später mit dem verursachten Elfmeter und dem folgerichtigen gelben Karton.

Übernahm früh Verantwortung und verwandelte den Elfmeter souverän zur Führung. Machte insgesamt einen wachen und selbstbewussten Eindruck. Vor allem im Gegenpressing war der Youngstar sehr aggressiv. In Eins-gegen-Eins-Situationen mit guten Ansätzen, ließ seinen Gegenspieler Yukinari Sugawara mehrfach im ersten Kontakt nach Innen aussteigen, konnte daraus aber nichts Nennenswertes erreichen. Viele Hereingaben zu ungenau und aus dem Spiel kaum eigene Abschlüsse.

Kam zur zweiten Halbzeit und traf direkt – der Treffer wurde jedoch wegen Abseits wieder aberkannt. Brachte sofort das erhoffte Tempo auf die linke Seite und gewohnte Dynamik mit ins Umschaltspiel. Wirkte sehr präsent und knüpfte an seine gute Form aus der Vorwoche an. Kein Vergleich zum erster Bremen-Auftritt.
Es wurden lediglich die Spieler bewertet, die mindestens 30 Minuten der regulären Spielzeit gespielt haben.









































