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·15 avril 2026
Werder-Fragezeichen vor Nordderby: Wer ersetzt den Kapitän?

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·15 avril 2026

Aus sechs mach drei. So lautet die Innenverteidiger-Rechnung bei Werder Bremen vor dem Nordderby gegen den HSV am Samstag (15:30 Uhr). Während Julian Malatini und Maximilian Wöber weiter verletzt ausfallen, ist Kapitän Marco Friedl gesperrt.Der Österreicher hatte nach seiner Roten Karte bei der Auswärtspleite in Köln noch Glück im Unglück: Das DFB-Sportgericht sperrt ihn lediglich für ein Spiel. Am 31. Spieltag in Stuttgart dürfte Friedl in die Startelf zurückkehren.
Blickt man auf die Ergebnisse in dieser Saison ohne Friedl, wäre das auch verdammt wichtig. In den beiden Partien gab es keinen Sieg, nur einen Punkt und fünf Gegentore. Ansonsten war der Kapitän immer gesetzt und Fixpunkt einer Werder-Defensive, die sich personell gebeutelt durch die Saison geschleppt hat. Nicht von ungefähr stellt Weder mit 52 Gegentreffern nach 29 Spieltagen die viertschlechteste Defensive der Liga (hinter Heidenheim, Wolfsburg und Frankfurt).
Ein weiteres Problem für den kommenden Nord-Kracher an der Weser: Die drei Innenverteidiger, die zur Verfügung stehen, sind allesamt nicht in Topform. Amos Pieper ist noch der "fitteste" der drei und dürfte am Samstag auch gesetzt sein. Nach längerer Pause musste der 28-Jährige gegen Leipzig direkt wieder starten und hielt zuletzt in Köln 90 Minuten durch.Youngster Karim Coulibaly gab gegen den Effzeh nach Muskelblessur sein Comeback und absolvierte die zweiten 45 Minuten. Laut Trainer Daniel Thioune hatte der 18-Jährige den Einsatz aber nicht "schadlos" überstanden.Routinier Niklas Stark wird derweil schon die gesamte Saison über von Hüftproblemen ausgebremst. Zuletzt kamen auch noch Wadenprobleme hinzu. Gegen Leipzig musste Stark passen, gegen Köln saß er 90 Minuten auf der Bank.
Immerhin konnten neben Pieper auch Coulibaly und Stark am Mittwoch das Training absolvieren. Laut Deichstube bot Thioune im Abschlussspiel vor allem das Innenverteidiger-Duo Pieper und Coulibaly auf. Verläuft alles nach Plan, dürfte es auf die beiden gegen den HSV hinauslaufen. Stark wäre dann der Notfall-Backup.
Egal mit welchem Personal, Profi-Chef Peter Niemeyer fordert gegen die Rothosen eine stabilere Defensivleistung als in Köln: "Zuletzt ist uns das in Köln nicht gut gelungen, davor aber schon – und genau an diese Leistungen müssen wir anknüpfen. Wir brauchen in der Abwehr auf jeden Fall Qualität."In Bezug auf die personellen Gedankenspiele ergänzte Niemeyer: "Jetzt muss sich in den nächsten Tagen herauskristallisieren, welche Konstellation am besten passt, um erfolgreich zu sein."









































