Wieder im Brustring (?): Die verliehenen Spieler des VfB | OneFootball

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Rund um den Brustring

·19 juin 2026

Wieder im Brustring (?): Die verliehenen Spieler des VfB

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Nicht nur die Sai­son des VfB ist — schon eine Wei­le — rum, son­dern auch die der­je­ni­gen Spie­ler die die ver­gan­gen Spiel­zeit ganz oder teil­wei­se bei ande­ren Ver­ei­nen ver­brach­ten. Wir schau­en zurück und beleuch­ten, wel­che Per­spek­ti­ven sie beim VfB haben könn­ten.

Nach der Hin­run­de war ich ja noch hoch­ent­zückt: Nur vier Leih­spie­ler und alle vier haben mehr oder min­der gro­ße Chan­cen, nach einer erfolg­rei­chen Lei­he zum VfB zurück­zu­keh­ren und den Ver­ein dann sport­lich oder finan­zi­ell zu berei­chern — die Lei­he als Ent­wick­lungs­schritt, nicht als Kader­be­rei­ni­gung. Nun­ja, prompt ver­lieh der VfB die sport­lich zu die­sem Zeit­punkt per­spek­tiv­lo­sen Yan­nik Kei­tel und Leo Ster­giou nach Augs­burg und Hei­den­heim respek­ti­ve. Wie sich an die­ser Stel­le zei­gen soll, muss eine Lei­he aber auch für einen eher eta­blier­ten Spie­ler nicht unbe­dingt das Ende im Brust­ring bedeu­ten. Einen Spie­ler fin­det ihr in die­sem Rück­blick nicht: Den­nis Sei­men. Des­sen Zeit in Pader­born habe ich neu­lich in einem Arti­kel über die Tor­hü­ter­si­tua­ti­on beim VfB beleuch­tet. Jetzt aber rein in die Sai­son unse­rer Leih­spie­ler und wir begin­nen mit den drei Spie­lern, die über die gesam­te Spiel­zeit ver­lie­hen waren, zunächst mit


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Jarzinho Malanga

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Malan­ga in Elvers­berg. © Andre­as Schlichter/Getty Images

Der stieg, genau­so wie Den­nis Sei­men über Umwe­ge, am Ende der Sai­son in die ers­te Bun­des­li­ga auf. Elvers­berg beleg­te hin­ter Schal­ke den zwei­ten Platz. Am Erfolg der SVE hat­te Malan­ga indes nur über­schau­ba­ren Anteil: Zum Rück­run­den­auf­takt erziel­te er Anfang des Jah­res sei­nen ins­ge­samt zwei­ten Sai­son­tref­fer bei einem 2:3 in Nürn­berg, bei dem er sogar in der Start­elf und zum ein­zi­gen Mal in der gesam­ten Sai­son die vol­le Spiel­zeit auf dem Platz stand. Danach reich­te es für ihn nur noch für Kurz­ein­sät­ze, der längs­te ging über 33 Minu­ten beim 1:1 in Han­no­ver Anfang April. SVE-Fan Dani­el, der uns schon nach der Hin­run­de Rede und Ant­wort zu Malan­ga stand, berich­tet, dass er trotz des Tores kein gutes Spiel gegen Nürn­berg gemacht habe und auch nur durch die Ver­let­zung von Bam­ba­sé Con­té in die Start­elf rück­te. Die Leis­tung in die­sem Spiel habe ver­mut­lich auch dazu geführt, dass es sein ein­zi­ges von Beginn an war.

Nach der Hin­run­de hat­te Dani­el noch die Hoff­nung geäu­ßert, Malan­ga kön­ne auf der Außen­bahn Druck auf den eta­blier­ten Tom Zim­mer­schied machen. Die­se Hoff­nung bewahr­hei­te­te sich lei­der nicht, statt­des­sen kam er nur auf zehn Ein­sät­ze, wäh­rend Auf­stiegs­trai­ner Vin­cent Wag­ner vor allem auf gestan­de­ne Spie­ler setz­te, die es ihm mit Leis­tung zurück­zahl­ten, wie Dani­el betont. Dem­entspre­chend fehlt Malan­ga sei­ner Mei­nung nach auch noch Ent­wick­lungs­zeit, um sich in einer Mann­schaft wie Elvers­berg zum Stamm­spie­ler zu stei­gern — gera­de im Abstiegs­kampf. Auch beim VfB sieht Dani­el für ihn kei­ne gro­ßen Per­spek­ti­ven in der Bun­des­li­ga und emp­fiehlt ihm statt­des­sen noch eine Sai­son in der zwei­ten Mann­schaft — in der sich Malan­ga ja schon vor sei­ner Lei­he eta­bliert und sogar Cham­pi­ons-League-Luft geschnup­pert hat­te.

Dass er die­sen Schritt wie­der zurück in die drit­te Liga geht, kann ich mir aller­dings kaum vor­stel­len, gleich­zei­tig scheint es, anders als bei Sei­men, nicht für regel­mä­ßi­ge Ein­sät­ze bei einem Auf­stei­ger in die Bun­des­li­ga zu rei­chen. Natür­lich liegt es auch ein wenig dar­an, was Malan­ga sich zutraut oder ob er ein Jahr als Leis­tungs­trä­ger in der drit­ten Liga als sinn­voll für sei­ne Ent­wick­lung ansieht. Beim VfB läuft sein Ver­trag noch bis 2028, eine wei­te­re Lei­he wäre also mög­lich. Genau­so könn­te ich mir vor­stel­len, dass man ihn, ähn­lich wie Ben­ja­min Boakye, mit einer Rück­kauf­op­ti­on abgibt. Auf den Flü­geln ist der VfB in der ers­ten Mann­schaft zwar auch nicht gera­de über­be­setzt, dafür aber qua­li­ta­tiv hoch­wer­tig. Der posi­ti­ve Ein­druck von der Lei­he aus der Hin­run­de hat sich jeden­falls nicht ver­fes­tigt.

Etwas anders war die Situa­ti­on im Win­ter bei

Jovan Milosevic

denn der war in der Hin­run­de zu Par­tizan Bel­grad aus­ge­lie­hen und befand sich mit der jun­gen Mann­schaft auf Titel­kurs. Da die Lei­he aber nur für das Kalen­der­jahr 2025 galt, stell­te sich im Janu­ar die Fra­ge, ob beim VfB zum Ein­satz kom­men, oder erneut ver­lie­hen wür­de. Auch wenn es in Bad Cannstatt durch­aus Stim­men gab, die ihm zutrau­ten, in der Rück­run­de Druck auf Erme­din Demi­ro­vic und Deniz Undav zu machen, wur­de Milo­se­vic erneut ver­lie­hen — zum mitt­ler­wei­le drit­ten Mal seit er im Som­mer 2023 als der letz­te von Sven Mislin­tat ein­ge­lei­te­te Trans­fer zum VfB kam. Dies­mal ging es für ihn nach Bre­men, die erst einen Hin­weis des Por­tals Trans­fer­markt benö­tig­ten, um her­aus­zu­fin­den, dass sie über­haupt noch einen Spie­ler im Win­ter aus­lei­hen konn­ten.

Und auch sonst lag im Janu­ar vie­les an der Weser im Argen, wie uns Max vom Weser­funk berich­tet. Denn Bre­men hat­te kaum Stür­mer. Keke Topp und unser Lieb­ling-Lever­ku­se­ner Vic­tor Boni­face hat­ten nicht die erwar­te­ten Leis­tun­gen gebracht und waren zudem auch noch ver­letzt. Milo­se­vic sei da ein Licht­blick gewe­sen und die zwölf Tref­fer und fünf Assists in Ser­bi­en auch durch­aus beein­dru­ckend, gleich­zei­tig habe auch nie­mand erwar­tet, dass er die Sturm­pro­ble­me Wer­ders wür­de lösen kön­nen. Hin­zu kamen die sehr ungüns­ti­gen Kon­di­tio­nen der Lei­he: Der SVW zahl­te dem VfB dem Ver­neh­men nach eine Leih­ge­bühr von 600.000 Euro und hat­te dafür nicht ein­mal eine Kauf­op­ti­on — was wie­der­um dafür spricht, dass man beim VfB mit­tel­fris­tig durch­aus auf ihn setzt. Und auch in Bre­men war er durch­aus gefragt.

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Milo­se­vic in Bre­men. © Stuart Franklin/Getty Images

In sei­nem zwei­ten Spiel traf er nach 80 Minu­ten zum 3:2 gegen Ein­tracht Frank­furt, ehe Ans­gar Knauff der Ein­tracht in der Nach­spiel­zeit noch einen Punkt ret­te­te. Viel­leicht hät­te Milo­se­vics Tor sei­nem dama­li­gen Trai­ner Horst Stef­fen auch den Job ret­ten konn­te, es kam dann aber anders. Milo­se­vic traf noch zwei wei­te­re Male, vor allem beim wich­ti­gen 2:0 gegen Hei­den­heim. Dum­mer­wei­se muss­te er nur zehn Minu­ten nach sei­nem Tref­fer zum 1:0 mit Rücken­pro­ble­men aus­ge­wech­selt wer­den, die ihn zudem die nächs­ten drei Spie­le außer Gefecht set­zen soll­ten. Gegen Sai­son­ende ver­lor er dann sei­nen Platz an Eigen­ge­wächs Salim Mus­ah. Den­noch rech­net Max ihm zum letzt­end­li­chen Klas­sen­er­halt einen wich­ti­gen Bei­trag an.

Was Milo­se­vics Per­spek­ti­ven angeht, sieht ihn Max eher bei einem Bun­des­li­gis­ten, bei dem er mehr Spiel­zeit bekommt als beim VfB. Im 4–3‑3 Wer­ders habe er als klas­si­scher Neu­ner gespielt und sei in der Lage gewe­sen, die Gegen­spie­ler in der Mit­te zu bin­den. Max attes­tiert ihm defi­ni­tiv einen Tor­rie­cher, er müs­se aller­dings noch ler­nen, sei­ne Phy­sis bes­ser ein­zu­set­zen. Auch habe ihm teil­wei­se die Bin­dung zum Spiel gefehlt, was aber auch am Rest der Mann­schaft gele­gen haben könn­te. In Bre­men hät­te man zwar auch wei­ter­hin Bedarf an talen­tier­ten Stür­mern, jedoch sei­en der bereits erwähn­te Mus­ah sowie Neu­zu­gang Ken­ny Que­tant von Le Hav­re ähn­lich alt wie Milo­se­vic, aber für die chro­nisch klam­men Bre­mer wesent­lich güns­ti­ger. Zudem brau­che der Kader nach Max Ansicht ohne­hin mehr Erfah­rung und Kon­stanz.

Ohne­hin hat Milo­se­vic gegen­über ser­bi­schen Medi­en deut­lich gemacht, dass er sich nicht erneut ver­lei­hen las­sen möch­te. Gene­rell scheint das Ver­hält­nis zu den Ver­ant­wort­li­chen beim VfB etwas ange­spannt zu sein, wäre er doch im Win­ter am Liebs­ten in Bel­grad geblie­ben. Immer­hin scheint er nach Sta­tio­nen in der Schweiz und in Bel­grad den Schritt in die Bun­des­li­ga geschafft zu haben, wenn auch zu einer Mann­schaft in der unte­ren Tabel­len­hälf­te. Er hat noch bis 2029 Ver­trag und der VfB möch­te ihn kei­nes­falls leicht­fer­tig abge­ben. Es ist aber auch frag­lich, ob er es in die Rota­ti­on für die drei Wett­be­wer­be in der kom­men­den Sai­son schafft, schließ­lich hat Sebas­ti­an Hoe­neß mit WM-Teil­neh­mer Jere­my Aré­va­lo ein wei­te­res, teu­res, Talent zur Ver­fü­gung und auch Tia­go Tomás hat sich ja als Mann für die wich­ti­gen Tore eta­bliert. Per­sön­lich wür­de ich Milo­se­vic ger­ne mal im Brust­ring sehen. Die Tat­sa­che, dass Bre­men Milo­se­vics Gehalt wäh­rend der Lei­he kom­plett über­nahm, lässt mich aber ver­mu­ten, dass man ihm den VfB damals auch mit einem gut dotier­ten Arbeits­pa­pier schmack­haft mach­te, dass mit der Ver­län­ge­rung bis 2029 im Rah­men der Lei­he nach Bre­men sicher­lich nicht an Wert ver­lo­ren haben wird. Ich könn­te mir also durch­aus auch vor­stel­len, dass der VfB Milo­se­vic gegen Ende der Vor­be­rei­tung ver­kauft.

Kom­men wir zu

Laurin Ulrich

dem ich noch die größ­ten Chan­cen beim VfB aus­rech­ne. War­um, dazu gleich mehr. Mit dem 1. FC Mag­de­burg steck­te er in der Sai­son­hälf­te tief im Abstiegs­kampf, was Mar­kus Fied­ler, der wie er vom VfB II nach Sach­sen-Anhalt gewech­selt war, bereits im Herbst den Job kos­te­te. Am Sai­son­ende ret­te­te sich der der FCM ins gesi­cher­te Mit­tel­feld und das unter tat­kräf­ti­ger Mit­hil­fe von Ulrich, der in der Rück­run­de nur das letz­te Sai­son­spiel gegen Kai­sers­lau­tern wegen einer Prel­lung ver­pass­te und ansons­ten nicht nur immer in der Start­elf stand, son­dern häu­fig auch über die vol­le Spiel­zeit auf dem Platz. Alex vom Pod­cast Nur der FCM bezeich­ne­te ihn schon nach der Hin­run­de als “unum­strit­te­nen Leis­tungs­trä­ger”, dem schließt sich auch sein Kol­le­ge Tho­mas im Rück­blick auf die Rück­run­de größ­ten­teils ein. Ulrich sei defi­ni­tiv einer der kon­stan­tes­ten Spie­ler gewe­sen und habe der Mann­schaft ins­be­son­de­re mit sei­nen drei Sai­son­tref­fern in der End­pha­se der Sai­son gehol­fen. Der Tor­instinkt habe ihm zwar über gro­ße Tei­le der Sai­son gefehlt, Ulrich habe aber mit sei­ner “sehr guten Tech­nik und sei­ner (fast) immer nach vorn gedach­ten Spiel­wei­se” das Spiel des FCM belebt, so Tho­mas. Er hebt vor allem sei­ne Dribb­lings und sein gutes Spiel­ver­ständ­nis her­vor, nur das Abschluss­glück habe ihm eben häu­fig gefehlt.

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Lau­rin Ulrich in Mag­de­burg. © Stuart Franklin/Getty Images

Dass letz­ten Endes auch etwas Zähl­ba­res für Lau­rin Ulrich her­aus­sprang, ist für unse­ren Exper­ten auch ein Zei­chen für die Ent­wick­lung, die er wäh­rend sei­ner Lei­he genom­men habe. Zu den eben beschrie­be­nen guten Ansät­zen sei­en dann eben auch die Scor­er­punk­te hin­zu gekom­men. Ob er die in der kom­men­den Sai­son auch in der Bun­des­li­ga wird sam­meln kön­nen sei “die wohl schwie­rigs­te Fra­ge”, meint Tho­mas. Gesetzt sei er bei der Kon­kur­renz mit Gri­scha Prö­mel und Bil­al El Khan­nouss auf der offen­si­ven Sechs bezie­hungs­wei­se der Ach­ter­po­si­ti­on sicher­lich nicht, eine Opti­on für Ein­wechs­lun­gen kön­ne er aber auf jeden Fall sein. Ansons­ten sieht Tho­mas ihn als Kan­di­da­ten für eine wei­te­re Lei­he, gege­be­nen­falls zu einem der bei­den Auf­stei­ger. Theo­re­tisch wäre nach Ulm und Mag­de­burg eine wei­te­re Leih­sta­ti­on mög­lich, denn sein ursprüng­lich bis zu die­sem Som­mer lau­fen­de Ver­trag wur­de vor der Lei­he nach Mag­de­burg ver­län­gert.

Zunächst soll Ulrich aber, so ist zu hören, erst­mal eine Chan­ce erhal­ten, sich in der Vor­be­rei­tung in Bad Cannstatt zu zei­gen. Ich wür­de mir wün­schen, dass er dabei eine ähn­li­chen Weg geht wie Den­nis Sei­men, auch wenn er, wie Tho­mas rich­ti­ger­wei­se sagt, anders als unse­re neue Num­mer 1 kei­nen Stamm­platz haben wird. Aber bei­de waren in einem rela­tiv jun­gen Alter — Ulrich ist auch erst 21 — Stamm­spie­ler in der zwei­ten Liga und hat­ten gro­ßen Ein­fluss auf das Spiel ihrer Mann­schaft. Gleich­zei­tig hat­ten Sie mit dem Auf­stiegs­kampf und der Rele­ga­ti­on, bezie­hungs­wei­se dem Abstiegs­kampf gro­ße Her­aus­for­de­run­gen zu bestehen, die ihnen sicher­lich auch in ihrer Ent­wick­lung wei­ter­ge­hol­fen haben. Schließ­lich gel­ten Sei­men und Ulrich seit Jah­ren als die größ­ten Talen­te eines lan­ge sport­lich mehr oder min­der brach­lie­gen­den Nach­wuchs­leis­tungs­zen­trums, noch vor weni­gen Jah­ren konn­te man beim VfB einen Wech­sel Ulrichs zum FC Bay­ern ver­hin­dern. Letzt­lich liegt es aber natür­lich an ihm.

Über den Talent­sta­tus lan­ge hin­aus ist

Yannik Keitel

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Kei­tel in Augs­burg. © Maja Hitij/Getty Images

der des­halb im Win­ter nach Augs­burg ver­lie­hen wur­de — zu gering waren die Ein­satz­chan­cen im defen­si­ven Mit­tel­feld oder gar in der Innen­ver­tei­di­gung. Beim FCA sei im Win­ter Kris­ti­jan Jakic außer Form Elvis Rexh­be­caj die ein­zi­ge Alter­na­ti­ve auf der Sech­ser­po­si­ti­on gewe­sen, erzählt uns Augs­burg-Fan Mar­co, von daher habe man schon erwar­tet, dass er sich auf die­ser Posi­ti­on fest­spielt und mit Han-Noah Mas­sen­go und Ex-VfB-Spie­ler Fabi Rie­der das Zen­trum bil­den wür­de. Am Ende war es Rie­der, von Trai­ner Manu­el Baum auf die Sechs zurück­ge­zo­gen, um Robin Fell­hau­er und Mas­sen­go zu ent­las­ten, der ihm den Weg in die Mann­schaft ver­bau­te. Hin­zu kam eine Knie­ver­let­zung, die ihn meh­re­re Spie­le kos­te­te, so dass Kei­tel am Ende nur 247 Minu­ten auf dem Platz stand, ver­teilt auf sechs Ein­sät­ze. Ohne­hin so Mar­co, habe er aber auch vor sei­ner Ver­let­zung eher mit­tel­mä­ßi­ge Leis­tun­gen gezeigt und habe kei­ne gro­ßen Ein­fluss aufs Spiel gehabt — was auch mit der feh­len­den Spiel­pra­xis zu tun haben könn­te.

Schließ­lich brach­te er es auch beim VfB in der Vor­sai­son nur auf 265 Spiel­mi­nu­ten, sein größ­tes High­light war das Tor gegen Bern in der Cham­pi­ons League. Auch in der kom­men­den Sai­son sieht Mar­co für Kei­tel kei­ne grö­ße­ren Ein­satz­chan­cen in Augs­burg, das des­halb die Kauf­op­ti­on nicht zie­hen wird. Beim VfB wird er die Chan­cen ange­sichts der nach wie vor bestehen­den Kon­kur­renz auch nicht unbe­dingt haben, wes­we­gen er zwei Jah­re nach sei­nem Wech­sel aus Frei­burg nach Bad Cannstatt wohl in die­sem Som­mer erneut auf Ver­eins­su­che wird gehen müs­sen und ansons­ten wohl erneut ver­lie­hen wird. Für ihn sicher­lich eine unbe­frie­di­gen­de Situa­ti­on, denn durch den anhal­ten­den Erfolg wird es für ihn in Stutt­gart nicht ein­fa­cher. Aus Ver­eins­sicht ist sei­ne Per­so­na­lie viel eher ver­kraft­bar, kam Kei­tel 2024 doch ablö­se­frei aus Frei­burg und dürf­te auch nicht am obe­ren Ende der Gehalts­ska­la ste­hen.

Ähn­lich schlech­te Aus­sich­ten im Win­ter hat­te

Leonidas Stergiou

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Ster­giou in Hei­den­heim. © Stuart Franklin/Getty Images

der des­halb leih­wei­se zum 1. FC Hei­den­heim wech­sel­te und nach einem dra­ma­ti­schen Sai­son­ende mit dem FCH abstieg. Schon im Win­ter war die sport­li­che Situa­ti­on auf der Alb pre­kär, berich­tet uns Hei­den­heim-Fan Petra, schließ­lich ging man als Tabel­len­letz­ter in die Win­ter­pau­se. Ähn­lich wie Kei­tel soll­te Ster­giou als Leih­ga­be eines Euro­pa-League-Teil­neh­mers für Sta­bi­li­tät im Abstiegs­kampf sor­gen und den bestehen­den Kader ver­stär­ken. In die­sem Fall waren es Omar Tra­o­ré und Mar­non Busch, die bis zu die­sem Zeit­punkt nicht hat­ten über­zeu­gen kön­nen. In den von Frank Schmidt aus­ge­ru­fe­nen offe­nen Kon­kur­renz­kampf um die rech­te Außen­bahn konn­te Ster­giou lei­der erst spät ein­stei­gen, weil der VfB ihn erst Mit­te Janu­ar gehen ließ. Bei sei­nem Debüt gegen den spä­te­ren Mit­ab­stei­ger aus Wolfs­burg spiel­te er sogar auf der lin­ken Abwehr­sei­te, wo mit dem Aus­fall von Leart Paça­ra­da die Per­so­nal­de­cke auch ziem­lich dünn war, berich­tet Petra.

Auch Ster­giou wur­de aller­dings in der abge­lau­fe­nen Rück­run­de durch Ver­let­zun­gen zurück­ge­wor­fen und kam am Ende auf nur ins­ge­samt fünf Spie­le und knapp 200 Ein­satz­mi­nu­ten. Bereits bei sei­nem zwei­ten Spiel, einem 0:3 gegen Leip­zig, habe er gegen Nusa und Raum nicht unbe­dingt geglänzt, durch die Aus­fäl­le geriet er dann inner­halb der Mann­schaft immer mehr ins Hin­ter­tref­fen, zumal Mar­non Busch sich im Lau­fe der Rück­run­de wie­der fing und auch Hen­nes Beh­rens, den Hei­den­heim für die lin­ke Außen­bahn gelie­hen hat­te, blieb ver­let­zungs­frei, nach­dem er ange­schla­gen aus Hof­fen­heim gekom­men war. Und auch in der kom­men­den Sai­son sieht Petra für Ster­giou kei­nen Platz in Hei­den­heim, das bereits Oual­id Mham­di für die rech­te Sei­te ver­pflich­tet hat — abge­se­hen davon, dass Ster­giou ver­mut­lich nicht in die zwei­te Liga gehen wür­de und sich der FCH sein Gehalt auch nicht leis­ten könn­te.

Dafür könn­te sich für ihn beim VfB wie­der eine Chan­ce erge­ben, denn Lorenz Assi­gnon wird nach sei­ner Schul­ter-Ope­ra­ti­on gro­ße Tei­le der Vor­be­rei­tung ver­pas­sen, Pas­cal Sten­zel hat den Ver­ein ver­las­sen und Josha Vagno­man wirk­te gera­de defen­siv in der abge­lau­fe­nen Sai­son nicht immer sat­tel­fest, son­dern hat­te sei­ne Stär­ken eher in Offen­siv­vor­stö­ßen. Ster­giou, der vor zwei Jah­ren immer­hin an der Euro­pa­meis­ter­schaft teil­nahm, könn­te mit einer guten Vor­be­rei­tung hier wie­der eini­ges auf­ho­len, auch wenn die zuletzt häu­fig gespiel­te Drei­er­ket­te nicht unbe­dingt sei­nen Stär­ken ent­spricht. Aus sei­ner Sicht war es wie für Kei­tel sicher­lich ein ver­lo­re­nes Halb­jahr, auch wenn er in Hei­den­heim sicher­lich sogar noch mehr Spiel­zeit hat­te, als ihm im Brust­ring zuge­stan­den wor­den wäre.

Fazit

Was kann man also über die Sai­son unse­rer Leih­spie­ler und die Kader­po­li­tik des VfB sagen? Für zwei Talen­te, Den­nis Sei­men und Lau­rin Ulrich, war die­ses Jahr auf jeden Fall ein Sprung­brett oder kann zu einem wer­den. Soll­te Ulrich beim VfB erneut kei­nen Platz fin­den, wird man ihn auf jeden Fall in der Bun­des­li­ga sehen. Bei Jovan Milo­se­vic ist Stand jetzt noch alles offen, auch wenn man in Bad Cannstatt offen­sicht­lich Wert dar­auf leg­te, ihn in die Bun­des­li­ga zu ver­lei­hen. Die halb­jäh­ri­gen Lei­hen von Kei­tel und Ster­giou ver­fehl­ten ihren Zweck für alle Betei­lig­ten zwar ziem­lich, auch wenn bei Ster­giou noch eine Hin­ter­tür offen bleibt. Den­noch habe ich wei­ter­hin das Gefühl, dass Leih­ge­schäf­te beim VfB wesent­lich ziel­ge­rich­te­ter ein­ge­gan­gen wer­den als in der Ver­gan­gen­heit. Für die kom­men­de Sai­son steht bereits fest, dass Tor­wart­ta­lent Flo­ri­an Hells­tern nach Fürth ver­lie­hen wird — auch eine span­nen­de Per­so­nal­pla­nung, die ich neu­lich näher beleuch­tet habe. Auch Jus­tin Diehl könn­te den VfB leih­wei­se ver­las­sen.

Gleich­zei­tig hat sich in der jün­ge­ren Ver­gan­gen­heit die Rück­kauf­op­ti­on als wei­te­re Mög­lich­keit auf­ge­tan, Spie­ler an ande­rer Stel­le rei­fen zu las­sen. So hol­te der VfB bei­spiels­wei­se Matej Mag­li­ca aus St. Gal­len zurück, auch wenn er ihn schluss­end­lich nach Darm­stadt zie­hen ließ. Um eine sol­che Opti­on in Ver­trä­ge rein­zu­ver­han­deln braucht es natür­lich eine gewis­se finan­zi­el­le Stär­ke und man gibt noch mehr Kon­trol­le ab, als bei einer Lei­he. So wech­selt bei­spiels­wei­se aktu­ell Luca Rai­mund von Zweit­li­ga­ab­stei­ger Düs­sel­dorf zum Auf­stei­ger Osna­brück — ob die Rück­kauf­op­ti­on für den VfB dann immer noch gilt, ist unklar. Ob er sie ange­sichts der Leis­tun­gen Rai­munds zie­hen wür­de, eben­so. Raul Pau­la, auch einst als gro­ßes Talent gefei­ert, kam in 21 Spie­le für NAC Bre­da auf zwei Tore in der Ere­di­vi­sie — der VfB könn­te hier die Opti­on zie­hen — so sie denn noch exis­tiert — oder eben nicht und ist damit in der Kader­pla­nung etwas frei­er als bei einer Lei­he. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wen wir nach Ende der Trans­fer­pe­ri­ode im Brust­ring sehen wer­den.

Titel­bild-Col­la­ge: © sie­he Bild­un­ter­schrif­ten

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