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·14 juin 2026
WM 2006: Es geschah in Dortmund…

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Dortmund, 14. Juni 2006 – Deutschland gegen Polen, zweites Spiel in Gruppe A für Gastgeber Deutschland und es wurde eine denkwürdige Partie. Fussballdaten.de blickt zurück.
Im Dortmunder Fußballtempel lief bereits die Nachspielzeit. 0:0, Entscheidung vertagt, dachte man bei sich.
Damit wäre Deutschland noch nicht zu 100 Prozent im WM-Achtelfinale.
Und Polen war mit diesem Ergebnis noch nicht ausgeschieden.
Riesen-Euphorie also, aber am Ende doch nur eine Momentaufnahme?
„Die Polen stehen mit dem Rücken zur Wand und wir knallen sie durch die Wand hindurch“, hatte Bundestrainer Jürgen Klinsmann (61), eine Art Heilsbringer für diese deutsche Nationalmannschaft, bei seiner Kabinen-Ansprache, später zu sehen in Sönke Wortmanns Film Deutschland – Ein Sommermärchen, unmissverständlich klar gemacht.
Doch der deutschen Mannschaft fehlte am 14. Juni 2006 vor der großartigen Kulisse von 65.000 Fans in Dortmund lange die Power oder, wie man heute sagt, das Spielglück, um die Polen tatsächlich aus dem WM-Turnier zu werfen.
Solche Überraschungen fehlen 2026 – wie so vieles andere auch – rund um die Nationalmannschaft.
In der Nachspielzeit setzte Odonkor noch einmal zu einem Sprint über die rechte Seite an, in der Mitte kam sein Ball zu Neuville und der Gladbacher Stürmer traf – wie schon 2002 gegen Paraguay im WM-Achtelfinale – per Direktabnahme zum 1:0. Der polnische Nationaltorhüter Artur Boruc war ohne Chance.
„Und jetzt… ist es da!“, jubelte ARD-Reporter Steffen Simon.
Ja, jetzt war es wirklich da, das „Sommermärchen“, diese eigentümliche Stimmung im ganzen Land, die Deutschland bis ins Halbfinale gegen Italien (0:2 n. V.) wieder nach Dortmund trug.
„Wunderbar, dass sich die Einwechslungen von Odonkor und Neuville so entscheidend auf das Spiel ausgewirkt haben“, kommentierte Günter Theodor Netzer (81) bei BILD, „und das war wichtig, dass die Mannschaft für ihren bedingungslosen Einsatz mit dem späten Tor belohnt wurde.“
„Die Nacht von Dortmund“, sinnierte Jürgen Klinsmann Jahre später, „werde ich nicht vergessen.“ Tja, wir doch auch nicht…
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