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·6 juin 2026
WM 2026: Diese Stars könnten Torschützenkönig werden

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·6 juin 2026

Wer wird der Nachfolger von Kylian Mbappé und damit bester Torschütze der anstehenden Fußball-Weltmeisterschaft? Eine durchaus spannende Frage, denn viele mögliche Kandidaten drängen sich auf. Es könnte dabei sogar zu einem Novum in der Geschichte des Wettbewerbs kommen.
Noch nie gewann ein Spieler den goldenen Schuh bei zwei verschiedenen Weltmeisterschaften. Mit eben Mbappé und Harry Kane zählen allerdings gleich zwei Spieler diesmal zum engen Favoritenkreis, denen dieses Kunststück gelingen könnte.
Zu ihnen gesellen sich weitere vielversprechende Kandidaten bei einem Turnier, dass durch die Aufstockung der Teilnehmerzahl auch mehr Möglichkeiten für Spieler bietet, um Bestmarken aufzustellen. Erstmals geht es nach der Gruppenphase nicht direkt ins Achtelfinale, sondern zuvor in eine Zwischenrunde. So bekommen Spieler, deren Teams weit kommen, eine zusätzliche Gelegenheit auf mehr Tore.
Für diese Auflistung gibt es neben der Stärke der eigenen Mannschaft weitere Kriterien, die einen Spieler in Frage kommen lassen. Speziell bei dieser WM mit einigen Teams, die salopp gesagt mit dem Motto ,,Dabei sein ist alles“ an den Start gehen, kann schon die Gruppenphase entscheidend sein. Eine verhältnismäßig leichte Auslosung kann ein großer Vorteil sein. Dazu kommen Faktoren wie der Status als Elfmeterschütze Nummer Eins eines Teams und ganz wichtig natürlich: Die individuelle Qualität und Formstärke. Die folgenden sieben Akteure vereinen viele dieser Faktoren und gelten zumindest unserer Meinung nach als heiße Anwärter auf den goldenen Schuh. Mit einem besonderen Twist. Es darf maximal ein Spieler pro Nation gelistet werden. Da die Liste sonst wohl deutlich zu lange geraten würde.
Keine große Überraschung zum Start. Der Münchner kommt aus einer Fabel-Saison und erzielte für den Rekordmeister wettbewerbsübergreifend 61 Tore in 51 Spielen. Damit gewann er zum zweiten Mal nach der Saison 2023/24 den goldenen Schuh des europäischen Vereinsfußballs. Auch in der Nationalmannschaft läuft es für den 32-Jährigen individuell, mit acht Toren führte er die Three Lions als Kapitän souverän durch die WM-Quali.

Foto: Getty Images
Der ganz große Erfolg mit England fehlt ihm allerdings noch in der Vita. 2018 scheiterten Kane & Co. im WM-Halbfinale an Kroatien, 2022 musste man im Viertelfinale gegen Frankreich die Segel streichen. An Kane lag es sicher nicht, 2018 wurde der Stürmer mit sechs Treffern Torschützenkönig. Kann er dieses Kunststück acht Jahre später wiederholen? In der Gruppenphase treffen die Three Lions auf Kroatien, Ghana und Panama. An die Lateinamerikaner hat vor allem Kane gute Erinnerungen – 2018 knipste er beim 6:1-Sieg gleich dreimal.
Gut möglich, dass wir uns hier verpokern. Messi oder Julian Alvarez – es war eine äußerst schwierige Entscheidung, am Ende fällt die Wahl auf den in die Jahre gekommenen Zauberzwerg. Der 38-Jährige wird seine sechste Weltmeisterschaft spielen und ist ganz gewiss noch nicht arbeitsmüde. In der MLS-Saison steuerte der achtmalige Ballon d’Or – Gewinner zwölf Tore und sieben Vorlagen in 14 Partien bei. Zudem erzielte Messi in der südamerikanischen WM-Quali die meisten Tore aller Akteure (acht).

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,,La pulga“ ist damit weiterhin Dreh- und Angelpunkt des Teams von Trainer Lionel Scaloni. Zudem ist davon auszugehen, dass Messi weiterhin die Elfmeter für Argentinien schießt. Weltmeister ist Messi seit 2022 schon, Torschützenkönig wurde er im Rahmen der größten Bühne des Weltfußballs allerdings noch nie. Bleibt er während des Turniers fit, ist ihm dieser Titel durchaus zu zutrauen.
Messi in dieses Ranking mit aufzunehmen, Ronaldo aber rauszulassen, fühlt sich einfach falsch an. Aus reinem Mitleid kommt die Nominierung aber gewiss nicht zustande. Der 41-Jährige, Musterprofi der er ist, hält sich körperlich weiterhin auf Top-Niveau und bewies (abgesehen von starken Zahlen in der Saudi Pro League) im vergangenen Jahr einmal mehr seine Qualitäten in der Nationalmannschaft. Acht Tore in seinen letzten acht Länderspielen, darunter Treffer gegen Deutschland und Spanien in der Nations League. Mit CR7 ist weiterhin zu rechnen und zwei Faktoren sprechen besonders für ihn.

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Zum einen hat Portugal auf dem Papier eine ziemlich einfache Gruppe erwischt und trifft neben Kolumbien auf die DR Kongo und Usbekistan. Zum anderen ist der ,,Supporting Cast“ vielleicht so stark wie nie. Vor allem das Mittelfeld mit Bruno Fernandes, Bernardo Silva, sowie der kongenialen PSG-Achse bestehend aus Vitinha und Joao Neves sticht klar heraus und kann mit den Besten der Welt mehr als nur mithalten.
Vielleicht kommt es tatsächlich zu einem portugiesischen Märchen. Ronaldo wird Torschützenkönig, gewinnt mit Portugal die Weltmeisterschaft und schließt damit in dieser Statistik zu Messi auf. Wir freuen uns in dem Fall jetzt schon auf die dadurch noch verzwicktere GOAT-Debatte.
Lange musste er warten, jetzt ist es endlich soweit. Erling Haaland darf sein erstes großes internationales Turnier spielen und könnte die große Bühne im Sturm erobern. Über die individuelle Qualität des Norwegers müssen indes keine großen Worte verloren werden.

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Unglaubliche 16 Tore erzielte der Sturmtank in acht Qualifikationspartien und führte sein Land damit erstmals seit 1998 (!) wieder zu einer WM-Endrunde. Haaland kann gegen jede Abwehrkette der Welt Tore erzielen, die einzige Euphorie-Bremse liegt in der schwierigen Auslosung. Norwegen muss in Gruppe I gegen Frankreich, Senegal und den Irak bestehen, und trifft damit bereits früh im Turnier auf zwei absolute Top-Teams.
Ohne eine zumindest auf dem Papier könnte Brasilien ihr Heil ganz in der Offensive suchen. Mit Raphinha und Vincius Junior hat die Selecao (unter anderem) zwei absolute Ausnahmekönner im Sturm – Letzterer bekommt für diese Liste den Zuschlag als aussichtsreichster Kandidat Brasiliens für den goldenen Schuh. Vini hat zwar nicht die einfachste Saison hinter sich, das ist allerdings auch den Gesamtumständen bei Real Madrid geschuldet.

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Seine individuelle fußballerische Klasse ist über jeden Zweifel erhaben, der 25-Jährige kann Spiele im Alleingang entscheiden. Im Gegensatz zu seinem Teamkollegen Raphinha kommt Vini zudem nicht aus einer Verletzung zurück und macht physisch den stabileren Eindruck. Der FIFA-Weltfußballer von 2024 traf zuletzt beim 6:2-Testspielsieg gegen Panama, in der Gruppenphase freut sich der Linksaußen vermutlich vor allem auf das Duell gegen Haiti. Gegen den krassen Außenseiter könnte Vini den Grundstein für eine (individuell) erfolgreiche WM legen.
Ohne Glanz und Glamour, dafür aber mit gnadenloser Effizienz: Oyarzabal erhält in dieser Rangliste den Vorzug gegenüber Lamine Yamal, für den es sicherlich auch genug Argumente geben würde. Der Stürmer von Real Sociedad San Sebastian traf allerdings elfmal in seinen letzten elf Länderspielen und verdient sich seine Lorbeeren.

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Im Team von Trainer Luis de la Fuente ist der 29-Jährige die klare Nummer Eins im Sturmzentrum und rechtfertigt das mit starken Leistungen. Bei der WM wird Oyarazabal im Sechzehner mit vielen Bällen gefüttert werden. Kreativköpfe wie Yamal, Dani Olmo, Ferran Torres oder Nico Williams ziehen zudem viel Aufmerksamkeit auf sich, wodurch noch mehr Räume für den abgezockten Angreifer entstehen werden.
Das Beste kommt zum Schluss, in diesem Fall der Titelverteidiger dieser Kategorie. Mbappé gewann vor vier Jahren den goldenen Schuh und könnte (genauso wie Harry Kane) der erste Spieler in der Geschichte der prestigeträchtigen Auszeichnung werden, der den Award zweimal gewinnt.
In einer vor Qualität nur so strotzenden französischen Offensive ist Mbappé weiterhin die Galionsfigur, trotz Ballon d’Or – Gewinner Ousmane Dembele, Bayerns Superstar Michael Olise und vielen weiteren. Viel wichtiger: Der 27-Jährige hat nach einer Saison, in der vor allem seine beiden erwähnten Teamkollegen im Rampenlicht standen, etwas zu beweisen.

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Das kann sich positiv auswirken, vielleicht aber auch in die andere Richtung gehen. Spielt Mbappé frei auf und nutzt die Qualitäten seiner Mitspieler, ohne sein Ego zu sehr in den Vordergrund zu stellen, wird er auch bei dieser WM ein klarer Anwärter auf den goldenen Schuh sein.







































