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·3 juin 2026
WM 2026 Legionärs-Index: In welchen Ligen die Nationalspieler wirklich spielen

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Bei der Fußball-WM 2026 stehen 48 Nationalmannschaften mit je 26 Spielern im Aufgebot, zusammen also 1.248 Profis. Doch in welchem Land verdienen diese Spieler eigentlich ihr Geld? Unser Legionärs-Index beantwortet genau diese Frage. Er zeigt für jedes der 48 Teams, wie viele Akteure NICHT in der heimischen Liga unter Vertrag stehen, sondern als Legionäre im Ausland spielen. Das Ergebnis ist deutlich: 905 der 1.248 Kaderplätze, das sind 72,5 Prozent, entfallen auf Auslandsprofis.

Der Legionärs-Index zur WM 2026: So viele Spieler jedes Nationalteams stehen NICHT in der heimischen Liga unter Vertrag. Quelle: FIFA Squad List.
Der Legionärs-Index zur WM 2026: So viele Spieler jedes Nationalteams stehen NICHT in der heimischen Liga unter Vertrag. (Quelle: FIFA Squad List)
Die Grundlage bildet die offizielle Kaderliste der FIFA zur WM 2026. Für jeden der 1.248 Spieler ist dort der aktuelle Klub samt Länderkürzel hinterlegt, zum Beispiel Real Madrid (ESP) oder FC Bayern München (GER). Ein Spieler zählt immer dann als Legionär, wenn das Länderkürzel seines Vereins nicht mit dem seiner Nationalmannschaft übereinstimmt. Ein Deutscher bei Real Madrid ist also ein Legionär, ein Deutscher beim FC Bayern nicht.
Der grüne Balken hinter jedem Land zeigt, wie viele der 26 Kaderspieler im Ausland spielen. Je länger und kräftiger der Balken, desto stärker ist eine Mannschaft auf Auslandsprofis angewiesen. Sechs Teams bringen es sogar auf das Maximum von 26 von 26: Bei Curaçao, der DR Kongo, der Elfenbeinküste, Kap Verde, dem Senegal und Uruguay steht kein einziger Spieler im 26er-Kader bei einem Klub der eigenen Liga unter Vertrag. Am anderen Ende der Skala stehen Katar und Saudi-Arabien mit jeweils nur einem einzigen Legionär. Ihre finanzstarken heimischen Ligen halten die besten Spieler im Land.
Im Mittel (Median) spielen 22,5 von 26 Spielern pro Team im Ausland. Ein bemerkenswert hoher Wert, der zeigt: Für die allermeisten WM-Teilnehmer führt der Weg zur sportlichen Spitze über die großen europäischen Ligen.
Deutschland gehört zu den großen Ausnahmen. Mit nur sieben Auslandsprofis im 26er-Kader belegt die DFB-Elf Rang 44 von 48 und damit einen der hintersten Plätze im gesamten Feld. Der Grund liegt auf der Hand: Die Bundesliga ist stark genug, um den Großteil der Nationalmannschaft im eigenen Land zu beschäftigen. 19 der 26 nominierten Spieler stehen bei einem deutschen Klub unter Vertrag.
Auffällig ist, wohin es die sieben Legionäre verschlagen hat. Fünf von ihnen spielen in der englischen Premier League, je einer in Spanien und in der Türkei. Diese sieben DFB-Stars spielen nicht in der Bundesliga:
Damit teilt sich Deutschland den 44. Platz mit Südafrika, das ebenfalls auf sieben Legionäre kommt. Nur England (5) sowie Saudi-Arabien und Katar (je 1) setzen noch stärker auf die eigene Liga. Während also weite Teile Afrikas und Südamerikas ihre besten Spieler nach Europa exportieren, bleibt das deutsche Aufgebot fest in der Hand der Bundesliga.







































