REAL TOTAL
·28 juin 2026
Zwischen Nebengeräuschen und Comebacks: Bellingham feiert 23. Geburtstag

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Happy Birthday, Jude Bellingham! Der Engländer feiert im Rahmen der Weltmeisterschaft seinen 23. Geburtstag und blickt auf ein Jahr zurück, das deutlich komplizierter verlief als seine märchenhafte Debütsaison bei Real Madrid.
Bellingham will zurück in die Erfolgsspur – Foto: Angel Martinez/Getty Images
Vor rund zwei Jahren hatte der Mittelfeldstar allen Grund zum Strahlen: Nach seinem Rekord-Transfer im Sommer 2023 von Borussia Dortmund an die Concha Espina hatte Bellingham die Königlichen quasi im Alleingang zur Meisterschaft und zum Triumph in der Champions League geführt, sammelte Tore am Fließband und galt bis zuletzt als ernsthafter Ballon d’Or-Kandidat. Dass er die Auszeichnung letztlich nicht gewann und lediglich den dritten Platz belegte, änderte nichts an seinem kometenhaften Aufstieg. Im vergangenen Jahr präsentierte sich das Bild deutlich differenzierter.
Der 1,86-Meter-Mann kämpfte in der abgelaufenen Saison immer wieder mit körperlichen Problemen. Vor allem seine seit November 2023 lädierte linke Schulter begleitete ihn über ein Jahr hinweg. Immer wieder lief er mit Bandage auf, biss auf die Zähne und verschob den notwendigen Eingriff zugunsten von Verein und Nationalmannschaft. Erst nach der Klub-WM im Sommer 2025 entschied er sich endgültig für die Operation, die er selbst lange herbeigesehnt hatte. Die anschließende Zwangspause kostete ihn den Saisonstart, brachte ihm langfristig aber endlich die erhoffte Beschwerdefreiheit.
Bellingham für Real
Abseits des Rasens geriet der Engländer Anfang des Jahres unfreiwillig in die Schlagzeilen. Spanische Medien verbreiteten Berichte über ein angeblich ausschweifendes Nachtleben des Real-Stars. Bellingham soll jeden Club Madrids von innen kennen und sogar verkatert zum Training erschienen sein. Belege dafür gab es nie. Der 23-Jährige reagierte mit einem ironischen Jubel auf seine eigene Weise, der als Seitenhieb gegen die Gerüchte verstanden wurde. Außerdem dementierte er die Schlagzeilen mit Humor und nahm den Berichten damit den Wind aus den Segeln.
Sportlich blieb der Engländer zwar weiterhin unverzichtbar, doch an die magischen Monate seiner ersten Saison kam er nur noch selten heran. Die ganz großen Momente wurden seltener, die Selbstverständlichkeit, mit der er Spiele entschied, ging teilweise verloren. Hinzu kamen Diskussionen um seine Rolle im Mittelfeld. Immer wieder wurde die Frage aufgeworfen, ob die Spielweise von Arda Güler und Bellingham wirklich optimal zusammenpasst. Während der Türke als kreativer Taktgeber zunehmend Verantwortung übernahm, musste der Engländer häufiger Aufgaben übernehmen, die weniger spektakulär, aber nicht minder wichtig sind. Von einer Rivalität kann keine Rede sein, die Debatte begleitet beide dennoch regelmäßig.
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In seinem jungen Alter hat der Mann, der am 29. Juni 2003 in Stourbridge zur Welt kam, trotzdem schon mehr erlebt als viele Profis in ihrer gesamten Karriere. Champions-League-Sieger, spanischer Meister, Führungsspieler bei Real Madrid und Gesicht einer Generation – die Liste ist lang. Vielleicht war die zurückliegende Saison sogar notwendig. Denn nicht jede Entwicklung verläuft linear. Bellingham musste lernen, mit Verletzungen, Erwartungen und Nebengeräuschen umzugehen. Dass er die Qualität besitzt, erneut an seine überragende erste Spielzeit anzuknüpfen, steht außer Frage. Und zeigt aktuell auch seine Weltmeisterschaft!
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