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·14 Maret 2026

2. Bundesliga: Paderborn patzt, Spektakel in Kiel

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Drei Spiele fanden am Samstagmittag in der 2. Bundesliga statt. Dabei war Aufstiesgaspirant SC Paderborn zu Gast bei Arminia Bielefeld. Beide Mannschaften wollten einen Sieg einfahren. 

Außerdem war der 1. FC Nürnberg zu Gast bei Holstein Kiel und Braunschweig spielte gegen Düsseldorf. Die Spiele hatten also allesamt eine gewisse Brisanz und versprachen Spannung für die Zuschauer. Es war aus allen Tabellenregionen etwas dabei.


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Braunschweig mit Befreiungsschlag

Eintracht Braunschweig hat in der 2. Fußball-Bundesliga beim Debüt des neuen Trainers Lars Kornetka den erhofften Befreiungsschlag im Abstiegskampf gefeiert. Vier Tage nach der Trennung von Heiner Backhaus gewann Braunschweig mit 1:0 (0:0) gegen Fortuna Düsseldorf und holte nach fünf Spielen ohne Sieg in Serie erstmals wieder einen Dreier.

Robin Heußer (62.) erzielte den entscheidenden Treffer für die Eintracht, die sich im Tabellenkeller etwas Luft verschaffte. Düsseldorf musste dagegen nach nur einer Niederlage aus den vergangenen sechs Spielen mal wieder einen Rückschlag hinnehmen.

Kornetka, der parallel zu seinem neuen Job in Braunschweig bis nach der WM im Sommer auch Co-Trainer von Ralf Rangnick bei der österreichischen Nationalmannschaft bleibt, hatte in der ersten Halbzeit eine intensive Partie gesehen. Beide Teams gingen mit viel Einsatz zu Werke, erarbeiteten sich aber kaum klare Torchancen – der vermeintliche Führungstreffer der stark ersatzgeschwächten Fortuna durch Marin Ljubicic (13.) wurde wegen einer knappen Abseitsposition zurückgenommen.

Auch nach der Pause blieb das Spiel zunächst ausgeglichen. Nach dem Führungstreffer durch Heußer übernahm Braunschweig jedoch endgültig die Kontrolle und drückte auf das zweite Tor, Düsseldorf trat offensiv kaum noch in Erscheinung.

Kieler Krise wird schlimmer

Der 1. FC Nürnberg hat die Sorgen von Holstein Kiel im Abstiegskampf der 2. Bundesliga weiter verschärft. Das Team von Miroslav Klose siegte auswärts bei den Norddeutschen mit 3:2 (2:2) und festigte damit seinen Platz im Mittelfeld der Tabelle. Kiels neuer Coach Tim Walter hingegen wartet nach drei Ligaspielen weiter auf den erlösenden ersten Sieg.

Nürnbergs starkem Kreativspieler Julian Justvan gelang ein früher Doppelpack (14./24.). Adrian Kapralik (29.) und Kasper Davidsen (45.+8) sorgten noch vor der Pause für den Ausgleich der Gastgeber, doch Club-Stürmer Mohamed Alì Zoma schlug in der zweiten Hälfte überraschend zurück (72.). Kiel, das auf Tabellenrang 17 bleibt, droht nach dem Bundesligaabstieg in der Vorsaison somit mehr und mehr der tiefe Fall in die Drittklassigkeit.

Die Nürnberger, bei denen sich nach zwei Niederlagen zuletzt die Blicke nach unten gerichtet hatten, starteten gut in die Partie. Justvans beiden Treffern gingen starke Angriffe voraus. Vor den Augen von Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther schlugen die Kieler aber zurück – weil der FCN vor allem bei Flanken dilettantisch verteidigte.

Nach dem Seitenwechsel war Kiel die klar bessere Mannschaft, doch der Treffer fiel nach einer starken Einzelleistung von Zoma auf der anderen Seite. Für den Italiener war es bereits das zehnte Saisontor.

Paderborn „spielt für“ Schalke

Der SC Paderborn hat den Sprung auf einen Aufstiegsplatz in der 2. Fußball-Bundesliga verpasst. Die Mannschaft von Trainer Ralf Kettemann musste sich im Ostwestfalenderby bei Arminia Bielefeld mit einem 2:2 (0:1) begnügen und könnte am Sonntag sogar auf Platz fünf zurückfallen.

Ein von Mael Corboz verwandelter Foulelfmeter (90.) kostete Paderborn sogar den Sprung an die Spitze. Stefano Marino hatte das Spiel mit seinen beiden Toren (53., 62.) für die seit sechs Spielen ungeschlagenen Gäste nach dem Rückstand durch Joel Grodowski (24.) zwischenzeitlich gedreht. Bielefeld steckt trotz des Punktgewinns nach zuletzt drei Niederlagen in Folge tief im Abstiegskampf.

Das Spiel benötigte keine lange Anlaufzeit. Ein Treffer der Gäste wurde aufgrund einer knappen Abseitsstellung von Filip Bilbija nicht anerkannt, im Gegenzug köpfte Grodowski nur knapp am Paderborner Tor vorbei (13.). Neun Minuten später machte es der Stürmer besser. Eine Flanke von Arne Sicker verwertete Grodowski mit dem Hinterkopf zu seinem neunten Saisontor.

Den Gastgebern gab das Tor Selbstvertrauen, Noah Sarenren Bazee verpasste aber den zweiten Treffer (28.). Für Paderborn vergab Ruben Müller noch vor der Pause die Chance auf den Ausgleich (41.).

Paderborn startete druckvoll in den zweiten Durchgang und belohnte sich. Ein abgefälschter Schuss von Marino führte zum Ausgleich. Paderborn blieb danach am Drücker und Marino drehte mit seinem zweiten Treffer die Partie. Die Arminia drängte in der Schlussphase auf den Ausgleich – und belohnte sich spät.

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