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·7 Juli 2026

3. Liga international: Spanische "Primera Federación" im Fokus

Gambar artikel:3. Liga international: Spanische "Primera Federación" im Fokus

Die 3. Liga in Deutschland wird bald volljährig! Seit fast 18 Jahren existiert die Spielklasse, die einen Imagewandel von der "Pleite-Liga" zum Zuschauermagneten durchlebt hat. Wie sieht es eigentlich in anderen Ländern aus? liga3-online.de wirft einen Blick auf die internationalen Wettbewerbe. Heute: Die "Primera Federación" in Spanien.

Struktur, Modus und aktuelles Geschehen

Die Primera Federación besteht in ihrer heutigen Form erst seit fünf Jahren und ist damit der Nachfolger der Segunda División B, die von 1977 bis 2021 die dritthöchste Spielklasse unter der spanischen Sonne gebildet hat. Das Ziel? Die Schaffung einer neuen semiprofessionellen Liga, in der auch Reservemannschaften der spanischen Erstligisten teilnehmen dürfen. Aufgeteilt auf zwei gleichgroße Gruppen zu je 20 Mannschaften treten insgesamt 40 Teams in der Spielklasse an – und lediglich der Meister der "Grupo I" und "Grupo II" steigt garantiert in die Segunda División auf. Die Mannschaften auf Platz 2 bis 5 aus beiden Gruppen treten in Aufstiegs-Playoffs kreuzversetzt gegeneinander an. Also der Zweite der Gruppe 1 gegen den Fünften der Gruppe 2, der Dritte aus Gruppe 1 gegen den Vierten aus Gruppe 2 und andersherum.


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Auf diese Art und Weise werden zwei weitere Aufsteiger ermittelt, sodass Ende einer Spielzeit insgesamt vier Teams hochgehen. Im zurückliegenden Jahr setzte sich der CE Sabadell durch, der damit einen Durchmarsch aus der vierthöchsten Spielklasse in die LaLiga2 perfekt machte. Zudem gewann auch die Zweitvertretung von Celta Vigo überzeugend gegen den SD Ponferradina, der sich als einziger Klub erst am letzten Spieltag der regulären Saison noch für die Aufstiegsspiele qualifizierte. Der Meistertitel ging einmal an den CD Teneriffa und einmal an den CD Eldense, was für beide Mannschaften den direkten Wiederaufstieg in die zweithöchste Spielklasse bedeutete. Teneriffa holte sich den Titel mit 76 Punkten, während Eldense schon 69 Zähler reichten. Aus beiden (!) Gruppen steigen am Saisonende jeweils fünf Mannschaften ab, wodurch es insgesamt zehn Absteiger aus der 3. Liga gibt.

Mannschaften im Teilnehmerfeld

Teneriffa und Sabadell haben bereits eine Erstliga-Vergangenheit, wie auch Real Murcia. In der Ewigen Tabelle der spanischen Spitzenklasse belegen die Teams die Plätze 30 bis 32, dahinter folgen noch vier weitere ehemalige Erstligisten, die heute in der "Grupo I" oder "Grupo II" spielen. Eine der erfolgreichsten Historien hat aber wohl Hércules Alicante, denn der Klub von der Costa Blanca – dort leben, abgesehen von Mallorca, die meisten Deutschen in Spanien – absolvierte in seiner Vergangenheit bereits 628 Erstliga-Partien und steht damit auf Platz 27 vor aktuellen Erstligisten wie dem UD Levante oder dem FC Girona. Ein vergleichbarer Klub aus Deutschland wäre aktuell noch der TSV 1860 München. Und nun auch noch das: Mit Real Saragossa tritt diese Saison auch der Zehntplatzierte der Ewigen Tabelle in der 3. Liga an.

Ein echtes Urgestein in der dritthöchsten Spielklasse ist der Unionistas CF, der seit Gründung der Spielklasse als einziger Klub durchgängig fünf Jahre lang in der "Grupo I" gespielt hat und jetzt auch in die sechste Saison gehen wird. Da das Teilnehmerfeld aufgrund von geografischen Voraussetzungen von Auf- und Absteigern jedes Jahr unterschiedlich aufgeteilt werden könnte, ist das keine Selbstverständlichkeit. Pro Gruppe spielen zudem noch vier Reservemannschaften in der Liga, also acht Nachwuchsteams insgesamt, was genau 20 Prozent aller Teilnehmer ausmacht. Das wäre in der deutschen 3. Liga dann der Fall, wenn vier U23-Mannschaften gleichzeitig in einer Saison spielen würden. Neben den Talentschmieden von Real Madrid und Atletico Madrid betrifft das auch die Reserven aus Bilbao, Vigo, Osasuna, Villareal sowie den beiden Team von Betis Sevilla und dem FC Sevilla.

Besucherzahlen und Marktwerte

Die Informationen zu Zuschauerzahlen sind lückenhaft. Aber das Enrique Roca de Murcia (Real Murcia) und das José Rico Pérez (Hércules Alicante) fassten in dieser Saison als Drittliga-Spielorte zumindest über 30.000 Plätze. Auch das Heliodoro Rodríguez López in Santa Cruz de Tenerife konnte eine Kapazität von 22.824 Plätzen aufweisen, während dahinter noch sechs weitere Standorte eine Stadiongröße von über 10.000 Zuschauern umfassten. Jedoch gab es auch wesentlich kleinere Spielstätten. So umfasst beispielsweise das "Gobela" vom Arenas Club in der ersten Gruppe lediglich 1.400 Plätze, und auch das Municipal de Tarazona vom SD Tarazona in "Grupo II" hat nur 2.500 Plätze. Zum Vergleich: Die Sportclub-Arena in Verl umfasst eine Kapiztät von 5.207 Plätzen – gleich elf spanische Drittligisten, die keine Zweitvertretungen sind, liegen darunter.

Bei den geschätzten Marktwerten hilft ein Blick auf die vergangene Saison, um einen vernünftigen Vergleich zu bekommen. Aktuell ist es nämlich so, dass bei manchem Team – beispielsweise bei Zweitliga-Absteiger CD Mirandés – gerade einmal zehn Spieler unter Vertrag stehen. So dominierte letztes Jahr aber wenig überraschend das Nachwuchsteam von Real Madrid – die Mannschaft mit dem Zusatz "Castilla" kam auf einen Wert von 68,3 Millionen Euro, was ungefähr mit dem Marktwert der Bundesliga-Absteiger St. Pauli und Heidenheim vergleichbar wäre. Insgesamt wurden alle acht Reservemannschaften auf etwa 132 Millionen Euro summiert, was bedeutete, dass die restlichen 32 Teams auf einen Gesamtmarktwert von ca. 129 Millionen Euro kamen. Das heißt wiederum, dass jede Mannschaft etwa 4,05 Millionen Euro wert sein sollte – und das ist eine Zahl, die klar unter dem Wert der deutschen Drittligisten (ca. 7 Millionen Euro pro Mannschaft) lag. Teneriffa stellte mit einem geschätzten Marktwert von 7,15 Millionen Euro das wertvollste Team, das keine Zweitvertretung war. In der deutschen 3. Liga wären nur fünf Mannschaften niedriger eingeschätzt gewesen.

Persönlichkeiten der Primera Federación

Als Talentschmiede für die Top-Mannschaften in Spanien sind die Zweitvertretungen allemal bekannt. Aber auch auf der Trainerbank finden sich Juwelen a la Xabi Alonso wieder. Der heutige Spitzencoach stand zwar nie in der Primera Federación an der Seitenlinie, aber dafür beim Vorgängermodell – und empfahl sich dort seinerzeit für seinen ersten Posten als Cheftrainer bei Bayer 04 Leverkusen. Weitere Ex-Weltstars wie Raúl oder Fernando Torres coachten bereits in der dritthöchsten Spielklasse. Aber manchmal hilft auch etwas Erfahrung auf dem Spielfeld. So wurde Enric Gallego in der "Grupo I" mit 19 Toren zum Torschützenkönig – im zarten Alter von 39 Jahren.

Im gleichen Alter ist auch Pedro León, der Kapitän von Real Murcia. Seit 2022 spielte der Rechtsaußen wieder für seinen Heimatklub, nachdem der 39-Jährige in seiner Karriere schon 346 Erstliga-Partien in Spanien absolviert hatte – unter anderem auch sechs Partien für Real Madrid. Bekannte Gesichter in Deutschland dürften unter anderem Pablo de Blasis sein, der für den FC Cartagena aufläuft und zwischen 2014 und 2018 für den 1. FSV Mainz 05 in der Bundesliga spielte. Und auch Dario Dumic, der Zweitliga-Erfahrung in Dresden, Darmstadt und Sandhausen sammelte, ist mittlerweile in der 3. Liga angekommen. Und beim CD Eldense krönte sich der Innenverteidiger wie eingangs erwähnt mit dem Zweitliga-Aufstieg in dieser Saison.

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