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·23 Maret 2026

4:1 vor 6907 Fans: Union Berlin besiegt Bremen

Gambar artikel: 4:1 vor 6907 Fans: Union Berlin besiegt Bremen

Im sechsten Anlauf hat es geklappt. Nach zuvor fünf Niederlagen in den ersten fünf Pflichtspielduellen mit dem SV Werder Bremen brach der 1. FC Union Berlin am 21. Spieltag in der Google Pixel Frauen-Bundesliga den Bann. Das Team von Trainerin Ailien Poese bezwang die Gäste von der Weser 4:1 (3:0) und blieb damit auch im vierten Ligaspiel nacheinander ohne Niederlage. In dieser Phase holten die "Eisernen" acht Zähler.

Vor 6907 Zuschauer*innen im Stadion An der Alten Försterei stellten die Gastgeberinnen schon während der ersten Halbzeit die Weichen auf Sieg. Nachdem Lia Kamber (18.) für die frühe Führung gesorgt hatte, wehrte Union-Torhüterin Nadine Böhi einen Handelfmeter von Bremens Torjägerin und Neu-Nationalspielerin Larissa Mühlhaus ab (28.). Durch ein Eigentor von Verena Wieder (40.) und einen Treffer von Kapitänin Lisa Heiseler (45.+1) bauten die Hauptstädterinnen ihren Vorsprung noch vor der Pause auf 3:0 aus.


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Im zweiten Durchgang erhöhte Hannah Eurlings (78.) auf 4:0 und machte den siebten Saisonsieg endgültig perfekt. Daran änderte auch der Treffer der eingewechselten Lena Petermann (85.) zum 4:1-Endstand nichts mehr. In der Nachspielzeit sah Bremens weitere Einwechselspielerin Amira Arfaoui noch wegen groben Foulspiels die Rote Karte (90.+6).

Durch die erste Niederlage im neuen Jahr (nach drei Remis und einem Sieg) verpasste der SV Werder die Chance, den Rückstand zum Tabellendritten Eintracht Frankfurt auf vier Punkte zu verkürzen. Allerdings hat Bremen noch zwei Nachholpartien in der Hinterhand.

Kromp: "Tag zum Vergessen"

"Für uns war es ein Tag zum Vergessen", sagte Bremens Cheftrainerin Friederike Kromp im Interview mit SPORT1. "Wir haben das Spiel schon in der ersten Halbzeit verloren, da waren wir nicht griffig genug und lagen schon 0:3 zurück. Es war unter dem Strich eine schwache Leistung. Das ist für uns sicherlich ein Rückschlag. Noch aber ist alles drin."

Werder-Kapitänin Lina Hausicke erklärte: "Wir hatten uns das ganz anders vorgestellt. Es war kein gutes Spiel von uns, wir waren aber aus meiner Sicht auch nicht drei Tore schlechter. Das Ergebnis tut weh."

Union-Torhüterin Nadine Böhi meinte: "Es war eine grandiose Teamleistung und hat viel Spaß gemacht. Wir hatten mit Bremen aus dem Hinspiel noch eine Rechnung offen."

Berlins Spielführerin Lisa Heiseler betonte: "Wir hatten uns viel vorgenommen. Man hat schon im Training gemerkt, dass die Stimmung sehr gut war. Wir haben uns sehr gefreut, nach über einem Monat wieder vor dieser Kulisse spielen zu dürfen."

Böhi für Bösl im Kasten

Im Vergleich zum 2:2 bei RB Leipzig veränderte Union-Trainerin Ailien Poese ihre Startelf auf zwei Positionen, allerdings nicht ganz freiwillig. Für Stammtorhüterin Cara Bösl, die sich im Training verletzt hatte, rückte Nadine Böhi zwischen die Pfosten. Außerdem erhält Eileen Campbell im Angriff diesmal den Vorzug vor Dina Orschmann. Neben Cara Bösl standen auch Alma Aagaard, Anna Aehling, Korina Janež, Mariann Noack und Tomke Schneider nicht zur Verfügung.

Ein Wiedersehen mit ihrem früheren Verein gab es unter anderem für Sophie Weidauer. Die Union-Stürmerin ging von 2023 bis 2025 für zwei Spielzeiten für den SV Werder auf Torejagd und erzielte 14 Treffer in 49 Spielen für die Norddeutschen. Zuvor trug bereits Innenverteidigerin Samantha Steuerwald von 2018 bis 2020 das Werder-Trikot in acht Erstliga- und sechs Zweitligapartien. Außerdem war Reha- und Athletiktrainer Bao Nguyen bis zur zurückliegenden Saison eineinhalb Jahre in gleicher Funktion für Bremen tätig.

Beim SV Werder gab es gegenüber dem 4:2-Heimsieg gegen Eintracht Frankfurt nur eine Umstellung. Spielführerin Lina Hausicke hatte ihre Sperre nach einer Gelb-Roten Karte abgesessen und kehrte für Lara Schmidt in die Anfangsformation zurück. Neben den Langzeitverletzten Tuana Mahmoud, Caroline Siems, Michaela Brandenburg und Sharon Beck mussten auch Hanna Németh und Rieke Dieckmann passen.

Heiseler immer beteiligt

Von Beginn an setzte der 1. FC Union die Gäste stark unter Druck, störte schon im Spielaufbau und bereitete den Grün-Weißen damit erhebliche Probleme. Schon nach wenigen Sekunden prüfte Sophie Weidauer Bremens Torfrau Mariella El Sherif mit einem wuchtigen Schuss aus rund 20 Metern. Durch einen von Lisa Heiseler kurz ausgeführten Freistoß auf der rechten Seite ließ sich die Werder-Abwehr erstmals düpieren. Hannah Eurlings brachte den Ball nach innen, wo Lia Kamber eiskalt zum 1:0 (18.) vollendete.

Obwohl Union nachsetzte und dem 2:0 näher schien, bot sich Werder Bremen plötzlich die große Chance zum Ausgleich. Nach Vorarbeit von Larissa Mühlhaus war Maja Sternad im Strafraum zum Abschluss gekommen. Union-Abwehrspielerin Amber Tysiak blockte den Versuch mit dem abgespreizten Arm, so dass Schiedsrichterin Miriam Schwermer sofort auf den Punkt zeigte. Larissa Mühlhaus, die in dieser Saison schon acht Strafstöße verwandelt hat, scheiterte jedoch mit dem fälligen Handelfmeter an Nadine Böhi, die dann auch den Nachschuss der Nationalspielerin parierte (28.).

In der Schlussphase der ersten Hälfte belohnte sich Union mit zwei weiteren Treffern für den großen Aufwand. Erst lenkte Werder-Angreiferin Verena Wieder einen Eckball von Lisa Heiseler per Kopf unfreiwillig zum 2:0 (40.) ins eigene Tor. Dann ließ Bremens Torfrau Mariella El Sherif einen 18-Meter-Schuss von Lia Kamber abprallen, so dass Union-Rekordspielerin Lisa Heiseler abstauben und auf 3:0 (45.+1) erhöhen konnte.

Premiere für Petermann

Zu Beginn der zweiten Halbzeit reagierte Werder-Trainerin "Fritzy" Kromp mit gleich zwei offensiven Wechseln. Medina Desic und Amira Arfaoui lösten Verena Wieder und Mara Alber ab. Den ersten Abschluss verzeichneten jedoch erneut die Gastgeberinnen. Nach einem Zuspiel von Eileen Campbell verfehlte Tanja Pawollek das Bremer Tor aus 20 Metern. Auch Eileen Campbell per Kopfball und erneut Lia Kamber aus der Distanz hätten das Ergebnis durchaus in die Höhe schrauben können.

Während sich die Gäste kaum einmal in Szene setzen konnten, verhinderte nur das Aluminium das vierte Union-Tor. Ein Schlenzer von Tanja Pawollek aus rund 20 Metern prallte an die Latte. Auf der Gegenseite scheiterte Larissa Mühlhaus mit einem Flachschuss nach einem sehenswerten Solo und auch mit einem direkten Freistoß aus knapp 25 Metern jeweils an Nadine Böhi. Stattdessen stellte Hannah Eurlings per Kopfball nach einer Maßflanke der eingewechselten Nele Bauereisen auf 4:0 (78.). Für die belgische Nationalspielerin war es das erste Bundesligator.

Während Union in den Schlussminuten ein wenig nachließ, steckte der SV Werder nicht auf und belohnte sich nach einer Kombination zweier Einwechselspielerinnen zumindest noch mit dem Tor zum Endstand. Medina Desic steckte für Lena Petermann durch und die 22-malige Nationalspielerin ließ Nadine Böhi beim 4:1 (85.) keine Abwehrmöglichkeit. Für die 32 Jahre alte Angreiferin war es der erste Treffer im Werder-Trikot. Neben dem Spiel verlor Werder noch die ebenfalls eingewechselte Offensivspielerin Amira Arfaoui, die wegen groben Foulspiels noch die Rote Karte sah (90.+6).

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