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·19 April 2026
5:3 nach 1:3! Energie dreht irres Topspiel nach Cigerci-Hattrick

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Fußball-Wahnsinn in Cottbus! Der FC Energie hat sich nach einer unglaublichen Willensleistung mit 5:3 gegen Rot-Weiss Essen durchgesetzt und den Glauben an den Aufstieg weiter am Leben erhalten. Nachdem die Gäste bereits mit 3:1 führten, drehte Tolcay Cigerci die Partie mit einem Hattrick innerhalb von neun Minuten kurz vor dem Ende noch zugunsten der Cottbuser, die dadurch bis auf einen Zähler an die Essener herangerückt sind. Für RWE war es die erste Pleite nach sieben Siegen in Serie.
Mit unterschiedlichen Vorzeichen gingen der Tabellendritte Energie Cottbus und der Zweite Rot-Weiss Essen in das Spitzenspiel des 34. Spieltags. Während Energie nach der 0:1-Niederlage beim VfL Osnabrück darum bemüht war, den Anschluss an die direkten Aufstiegsplätze nicht zu verlieren, ergab sich für RWE nach dem 4:1 über den FC Ingolstadt – dem siebten Sieg in Folge – die Möglichkeit, einen direkten Verfolger abzuschütteln. Im Vergleich dazu musste Trainer Uwe Koschinat den gelbgesperrten Brumme und Kostka ersetzen und brachte Safi und Bouebari. Auf der Gegenseite startete Claus-Dieter Wollitz mit Michelbrink, Boziaris und Hannemann für Rorig, Moustfa und Butler.
Unter der stimmungsvollen Begleitung der 17.239 Zuschauer waren es die Gäste, die das Spiel vom Anpfiff weg an sich rissen und in der siebten Minute auch die erste Torannäherung verzeichnen konnten. Schulz setzte seinen Seitfallzieher nach Bouebaris Flanke aber deutlich über den Kasten. RWE blieb dran und hatte nur vier Zeigerumdrehungen später die nächste Möglichkeit, bei der es erneut über die rechte Seite ging: Nach Safis Vorlage hielt Janssens im Fünfer seinen Fuß hin, wurde letztlich aber noch von Manu geblockt. In der 15. Minute wurde es dann knifflig: Bei Mizutas Abschluss vom Elfmeterpunkt wehrte Awortwie-Grant wohl mit dem Arm den Ball ab, Elfmeter gab es aber nicht. Dennoch belohnten sich die Essener noch für ihre starke Anfangsphase: Janssens Abschluss von halblinks konnte FCE-Keeper Funk nur nach vorne abprallen lassen, wo Safi wartete, sich den Ball auf links legte und genau ins rechte Eck zur Führung einnetzte (21.).
Nun wachte auch Cottbus auf und hatte quasi im Gegenzug die Chance zum direkten Ausgleich. Zwei gefährliche Ecken fanden aber nicht den Weg ins RWE-Tor. Die dickste Möglichkeit ergab sich aber in der 29. Minute für Engelhardt. Nachdem Golz einen eigentlichen ungefährlichen Abschluss von Boziaris nur noch vorne prallen ließ, scheiterte der Angreifer aus kurzer Entfernung am Keeper. Besser machte er es nur 120 Sekunden später: Engelhardt setzte sich im Strafraum durch und platzierte den Ball aus halblinker Position ins kurze Eck zum Ausgleich. Energie war spätestens jetzt am Drücker, doch den nächsten Treffer erzielte RWE beinahe aus dem Nichts: Müsel köpfte eine Mizuta-Ecke platziert zum 1:2-Halbzeitstand in die Maschen (39.).
Nach der sehr ereignisreichen ersten Hälfte versuchten die Hausherren den zweiten Spielabschnitt von Beginn an zu gestalten. Dennoch waren es erneut die Essener, die die ersten Möglichkeiten hatten und eiskalt auf 3:1 erhöhten. Nachdem ein Konter über Safi und Abiama noch nicht zum Torerfolg führte, war es erneut eine Standardsituation, die den Unterschied machte: Mizutas Ecke brachte Rios Alonso vom zweiten Pfosten vors Tor, wo Janssens nur noch seinen Fuß hinhalten musste (53.). Cottbus versuchte alles und hatte nach einer Stunde Pech: Eine Flanke von den rechten Seite rutschte durch, doch der überraschte Engelhardt setzte den Ball knapp über den Kasten. Kurz darauf kam Borgmann nach einem Doppelpass am linken Fünfereck freistehend zum Abschluss, zog aber am rechts am Tor vorbei.
In der 71. Minute kamen die Hausherren dann aber doch noch zum Anschluss, nachdem Schultz Engelhardt im Strafraum von den Beinen holte und Schiedsrichter Robert Hartmann folgerichtig auf den Punkt zeigte. Den fälligen Strafstoß verwandelte Tolcay Cigerci sicher. Nun kochte das Energie-Stadion, der FCE drängte auf den Ausgleich und schaffte diesen auch! Erneut war es Cigerci, der einen Freistoß aus dem rechten Halbfeld trat und dieser unberührt den Weg ins lange Eck fand (78.). Was jetzt los war, entbehrte jeglicher Fantasie: Wiederrum nur drei Minuten später lief Cigerci erneut auf die Abwehrkette der Essener zu und knallte die Kugel aus 18 Metern zum 4:3 in die Maschen – was für ein Wahnsinn! RWE versuchte noch alles, ließ sich in der Nachspielzeit aber noch einmal auskontern und kassierte durch den eingewechselten Biankadi den 5:3-Endstand (90.+2).
Durch den immens wichtigen Wendesieg verkürzt der FC Energie den Rückstand auf Rot-Weiss Essen auf einen Punkt und schiebt sich wieder auf den Relegationsplatz, punktgleich mit dem MSV Duisburg. RWE rangiert trotz der ersten Niederlage seit Februar weiterhin auf dem zweiten Platz, hat nun aber schon sechs Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Osnabrück. Am kommenden Sonntag (16:30 Uhr) ist dann der 1. FC Saarbrücken zu Gast an der Hafenstraße, zuvor tritt Cottbus um 13:30 Uhr bei Viktoria Köln an.
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