Rund um den Brustring
·17 Maret 2026
…aber die anderen machen auch welche!

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·17 Maret 2026

Vor einer Woche erinnerte ich nach dem Unentschieden in Mainz daran, dass Fußball ein Fehlerspiel sei — gegen Leipzig entschied einer des Gegner die Partie zugunsten des VfB.
Die Zahlen sind einmal mehr beeindruckend: Zum zehnten Mal spielte Alex Nübel in dieser Bundesliga-Saison zu Null, der VfB spielt mit Stand jetzt 50 Punkten die viertbeste Bundesliga-Spielzeit seiner Vereinsgeschichte und Deniz Undav trifft und trifft und trifft und hat mit nunmehr 16 Toren fast schon seine Bilanz aus der Vizemeister-Saison erreicht. Was aber vor zwei Jahren noch einigermaßen locker und flockig von der Hand oder vielmehr vom Fuß ging, ist in dieser Saison harte Arbeit. Gegen die direkte Konkurrenz aus Leipzig liefert sich der VfB ein konzentriertes, intensives Duell — und leistet sich abgesehen von den Treffern der Gäste ans Aluminium — diesmal keinen größeren Fauxpas, vor allem legt er sich den Ball nicht selber rein.
Eine Reaktion also auf das fehlerbehaftete Hinspiel gegen Porto? Oder der VfB wieder in Normalform? Wie auch immer, nach vielen anstrengenden und nervigen Spielen gegen das untere Tabellendrittel zeigt sich die Mannschaft gegen Gegner auf Augenhöhe wieder von ihrer besten Seite. Wie gegen Leverkusen, wie gegen Freiburg, wie zumindest im Hinspiel gegen Celtic. Und wie im Rückspiel in Portugal? Wir werden sehen. Natürlich hatten wir mit den erwähnten Schüssen ans Gebälk auch ein wenig Glück. Gleichzeitig zeigte sich Chris Führich bei Vandevoordts unter Druck völlig missratenem Abschlag gedankenschnell und fand mit dem abgefangenen Ball sofort Deniz Undav, der so überlegt abschloss, wie man das von ihm kennt. Der VfB schlug einmal zu und brachte die Führung über die Zeit.
Er hätte auch noch ein zweites Mal zuschlagen können, als Deniz Undav kurz vor Ende — begleitet von der ganzen Bank entlang der Seitenlinie — alleine auf das Leipziger Tor zurannte. Nunja, es hat nicht sollen sein. Der VfB holt trotzdem im Rennen und um die Champions League einen big point, distanziert Leipziger und Leverkusener und pirscht sich wieder an Platz 3 ran — mal ganz abgesehen davon, dass eine grundsätzliche Europapokal-Teilnahme auch in der kommenden Saison immer wahrscheinlicher wird. Vor allem vergewissert sich die Mannschaft wieder der eigenen Stärke, die sie zuletzt lange nicht auf den Platz bringen konnte.
Die Spannung dieses Spiels gilt es jetzt hochzuhalten. In Porto benötigen wir erneut ein fehlerfreies Spiel und in Augsburg erwartet uns wieder eine Mannschaft, die vor eigenem Publikum eigentlich nicht mehr vom Spiel will als ein frühes 1:0 und einen zunehmend verzweifelten VfB. Natürlich ärgern mich die verspielten Punkte gegen schlagbare Gegner der letzten Wochen immer noch. Mir war aber wichtig zu sehen, dass der VfB solche Spiele hinter sich lassen kann und das nicht nur gegen desolate Wolfsburger, sondern auch gegen wiedererstarkte Leipziger. Wie stark der VfB durch die nächsten Wochen kommt, wird auch davon abhängen, ob er solche Fehler wie die des Leipziger Torwarts nutzen kann — und dabei selber welche vermeiden.
Zum Weiterlesen: Der Vertikalpass findet: “Aber die drei Punkte gegen Leipzig in einem Spitzenspiel, in dem Attitüde und Resilienz vielleicht genauso wichtig waren wie Technik und Taktik, die taten unfassbar gut.”
Titelbild: © Sebastian Widmann/Getty Images









































