Adali vor Galatasaray-Derby zu Gedson-Gerüchten: „Die Tür von Besiktas steht ihm immer offen“ – auch Schiedsrichter und VAR im Fokus | OneFootball

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·6 Maret 2026

Adali vor Galatasaray-Derby zu Gedson-Gerüchten: „Die Tür von Besiktas steht ihm immer offen“ – auch Schiedsrichter und VAR im Fokus

Gambar artikel:Adali vor Galatasaray-Derby zu Gedson-Gerüchten: „Die Tür von Besiktas steht ihm immer offen“ – auch Schiedsrichter und VAR im Fokus

Bei Besiktas richtet sich vor dem Derby gegen Galatasaray der Fokus nicht nur auf das Spiel selbst, sondern auch auf die Botschaften aus der Klubführung. Präsident Serdal Adali sprach bei einer Unterzeichnungszeremonie für einen neuen Sponsoringvertrag über die aktuelle Form der Mannschaft, die Erwartungen an das Derby, die Situation rund um den Schiedsrichter und die Spekulationen über eine mögliche Rückkehr von Gedson Fernandes. Dabei formulierte der Besiktas-Boss in mehreren Themenfeldern eine klare Linie.

Adali setzt vor dem Derby auf Serie, Stabilität und Selbstvertrauen

Der Präsident stellte zunächst die sportliche Entwicklung der Mannschaft in den Vordergrund. Besiktas geht mit einer Serie von 13 ungeschlagenen Spielen in das Prestigeduell und will diesen Lauf gegen den großen Rivalen ausbauen. Wie die Nachrichtenagentur Anadolu Ajansi übermittelte, sagte Adali: „Morgen gehen wir zu einem sehr wichtigen Derbyspiel für den türkischen Fußball. Unser Team hat in der Liga eine Serie von 13 unbesiegbaren Spielen erlebt. Diesen positiven Trend wollen wir morgen vor unseren Anhängern fortsetzen.“


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Adali betonte, dass er dem Team, dem Trainerstab und den Fans vollständig vertraue. Gleichzeitig hob er hervor, dass die Mannschaft zuletzt auch in emotional aufgeladenen Spielen die richtige Reaktion gezeigt habe. Mit Blick auf das Pokalspiel gegen Caykur Rizespor verwies er darauf, dass die Spieler auf Provokationen auf dem Rasen sportlich geantwortet hätten – mit Leistung statt mit Nebenschauplätzen.

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Deutliche Botschaft an den Schiedsrichter vor dem Galatasaray-Spiel

Ein zentraler Teil seiner Aussagen galt der Spielleitung. Adali sprach den für das vorige Spiel eingesetzten Schiedsrichter Ozan Ergün direkt an und verband das mit einer grundsätzlichen Forderung vor dem Derby. Der Besiktas-Präsident erklärte, dass junge Schiedsrichter unterstützt werden müssten, zugleich aber auch die Größe solcher Spiele verstehen müssten.

„Ich möchte, dass der Schiedsrichter die Größe des Spiels tragen kann und dass es ein Kampf wird, den die Verdienten gewinnen“, sagte Adali. Besonders wichtig sei ihm, dass nach dem Derby nicht über den Unparteiischen, sondern über den Fußball gesprochen werde. Seine Hoffnung formulierte er unmissverständlich: „Ich möchte, dass Fußball spricht.“

VAR, Verband und das Treffen mit Ibrahim Haciosmanoglu

Neben dem Schiedsrichter thematisierte Adali auch das VAR-System und seine Kommunikation mit dem Verband. Er berichtete von einem Treffen mit TFF-Präsident Ibrahim Haciosmanoglu und erklärte, dass er die Probleme rund um den Videoassistenten offen angesprochen habe. Dabei ging es nicht nur um Besiktas, sondern um ein strukturelles Thema des türkischen Fußballs.

Adali machte deutlich, dass er die Schwierigkeiten in der Umsetzung des Systems sehe, zugleich aber davon ausgehe, dass der Verband reagieren werde. Entscheidend sei für ihn, dass Warnungen ernst genommen werden und Spiele nicht durch Diskussionen über Entscheidungen überschattet würden. Auch hier blieb die Kernbotschaft dieselbe: Die Leistung der Mannschaften soll im Mittelpunkt stehen.

Sommerplanung läuft an: Technisches Team arbeitet bereits

Auch zur Kaderplanung sprach Adali ausführlich. Er lobte die Arbeit des Trainer- und Planungsstabs im Winter und erklärte, dass sportliche Entscheidungen nicht allein auf einzelne Transfers reduziert werden dürften. Für ihn sei die größere Leistung, einen Kader richtig zu strukturieren, Rollen zu definieren und die Mannschaft sinnvoll aufzubauen.

Gleichzeitig kündigte er an, dass nach dem Fest die konkreten Namen für die Sommer-Transferphase festgelegt würden. Das technische Team habe die Arbeit bereits aufgenommen. Damit ist klar: Trotz des Fokus auf das Derby denkt Besiktas längst an die nächste Phase des personellen Umbaus.

Finanzlage und Bankenvereinbarung: Adali spricht von einem geordneten Plan

Zur wirtschaftlichen Situation des Vereins formulierte der Präsident ebenfalls eine klare Einschätzung. Adali sagte, dass Besiktas am Montag die Bankenvereinbarung verlassen werde, allerdings nicht chaotisch, sondern innerhalb eines Systems und eines Plans. Es gebe steuerliche Themen, doch der Klub arbeite daran, diese sauber und kontrolliert zu lösen.

Sein Ton in dieser Passage war bewusst beruhigend. Er wollte deutlich machen, dass Besiktas die wirtschaftlichen Fragen nicht verdrängt, sondern Schritt für Schritt bearbeitet. Gerade in einem Klub mit hohen Erwartungen ist diese Botschaft intern wie extern wichtig.

Gedson Fernandes: Adali dementiert konkrete Rückkehr-Gespräche

Besonders aufmerksam verfolgt wurden seine Aussagen zu Gedson Fernandes. Rund um den früheren Besiktas-Spieler, der seine Karriere inzwischen bei Spartak Moskau fortsetzt, waren Gerüchte über eine mögliche Rückkehr aufgekommen. Adali trat diesen Spekulationen direkt entgegen und stellte klar, dass es aktuell kein konkretes Treffen oder laufende Verhandlungen gebe.

„Es ist nicht Transferzeit. Es macht nicht viel Sinn, dass das zur Sprache kommt. Ich will niemanden anlügen. Ein solches Treffen findet nicht statt“, sagte der Präsident. Zugleich schloss er die emotionale Tür nicht: „Wenn er kommen möchte, steht Besiktas’ Tür Gedson immer offen.“ Damit bleibt die Botschaft zweigeteilt – kein aktueller Prozess, aber weiterhin große Wertschätzung für den Spieler.

Besiktas geht mit klarer Linie ins Derby

Vor dem Spiel gegen Galatasaray hat Serdal Adali damit mehrere Signale gesetzt. Sportlich soll die Serie ohne Niederlage fortgeführt werden, organisatorisch fordert er eine saubere Spielleitung, strategisch arbeitet der Klub bereits an der nächsten Transferphase, und bei Gedson Fernandes wurden die Gerüchte vorerst klar eingeordnet. Für Besiktas bedeutet das: Das Derby wird nicht isoliert betrachtet, sondern als Teil eines größeren Plans – sportlich, wirtschaftlich und strukturell.

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