„Alles wie immer“ am Brückentag | OneFootball

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VfL Osnabrück

·5 April 2026

„Alles wie immer“ am Brückentag

Gambar artikel:„Alles wie immer“ am Brückentag

Vier Tore, siebter Sieg in Folge und weiter auf dem ersten Tabellenplatz. Die Zahlen des VfL Osnabrück nach dem Heimsieg gegen Schweinfurt sprechen bereits für sich. Dabei zeigt auch ein Blick auf die Einzelstatistiken der Partie, in welcher außergewöhnlichen Form sich die Lila-Weißen auch nach der Länderspielpause befinden.

„Wir haben heute von der ersten Minute an ein sehr dominantes Spiel gemacht. Wir haben, auch wenn wir nicht im Ballbesitz waren, gut die Kontrolle gehabt. Wir müssen uns eigentlich nur vorwerfen lassen, dass wir nicht schon nach dreißig Sekunden bis zur zehnten Minute das erste Tor erzielt haben“, zeigte sich VfL-Cheftrainer Timo Schultz zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft auf der Pressekonferenz nach dem Spiel. Dabei sprach der 48-Jährige die Chance von Lars Kehl in der ersten Minute an, bei der dieser frei vor Schweinfurt-Keeper Toni Stahl zum Abschluss kam. Mit fünf Torschüssen und drei Torschussvorlagen war der 23-Jährige der torgefährlichste Spieler am gestrigen Samstagnachmittag und durfte sich wenig später dann für diese Leistung mit seinem sechsten Saisontreffer belohnen.


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Zuvor war es aber wieder einmal ein Standardtor, das die Osnabrücker auf die Siegerstraße lenkte. Nutznießer der kurz ausgeführten Ecke war der aufgerückte Niklas Wiemann. Nachdem der Ball im Getümmel vor seine Füße sprang, streckte der Verteidiger seinen Fuß aus und erzielte somit in der 27. Minute sein drittes Saisontor. In einer völlig einseitigen Partie erhöhte der bereits angesprochene Lars Kehl nur zehn Minuten später auf 2:0. „Koppi spielt den gut in den Lauf. Ich höre und sehe Lars und er macht den dann mit dem Außenrist gut weg. Ich freue mich dann für ihn, auch wenn er davor sogar ein, zwei Dinger nicht gemacht hat, die vielleicht einfacher waren“, beschrieb Vorlagengeber Robin Meißner die Torentstehung am Mikrofon bei MagentaSport. Mit seinem Treffer sprang Kehl in der Torschützenliste des VfL-Kaders auf den ersten Platz. So weist der Offensivakteur nun einen Treffer mehr (14) als Bashkim Ajdini und Robin Meißner (jeweils 13) in seiner Karriere für die Lila-Weißen auf.

In der Defensive ließen die Osnabrücker gegen die „Schnüdel“ nichts anbrennen und spielten somit völlig verdient zum 17. Mal in dieser Saison zu Null. So hatte auch Keeper Lukas Jonsson nach der Partie bei MagentaSport nur positive Worte übrig: „I can’t take so much credit for myself. If you play seventeen games of ‚Weisse Weste‘, then you have seventeen good opportunities to win the game. It’s good for the team and a good defence.“ In der defensiven Dreierkette zeigten Robin Fabinski, Jannik Müller und Niklas Wiemann zum wiederholten Male eine abgebrühte Leistung. Während Fabinski die meisten Ballaktionen (64) und Pässe (55) an den Tag legte, überzeugte Kapitän Müller mit der besten Pass- (87,8 Prozent) und Zweikampfquote (80 Prozent) unter den Startelfspielern. „Wenn man ein Haar in der Suppe sucht, dann ist es ganz schwer, eins zu finden. Es war ein geiler Nachmittag. Es hat Spaß gemacht und hoffentlich machen wir so weiter“, lobte der 32-Jährige seine Mannschaftskameraden im Interview bei VfL-TV.

Auch nach der Pause kamen die Lila-Weißen mit viel Wucht aus der Kabine und erzielten nach einer Viertelstunde den dritten Treffer des Tages. Dabei war das 13. Saisontor von Robin Meißner gewissermaßen am Schachbrett geplant, wie der Toptorschütze des VfL bei MagentaSport verriet: „Koppi sieht das wieder überragend, dass der Raum frei ist vor ihm und wartet dann kurz, macht den Schlenker. So ähnlich haben wir es letzte Woche dann auch in der Videoanalyse gehabt. Er spielt den dann perfekt getimt in den Raum und ich muss ihn dann einfach nur in die Ecke schieben.“

Aber damit war in der mit 14.599 Zuschauern im Heimbereich ausverkauften Bremer Brücke noch nicht genug. Denn die Osnabrücker ließen auch in der Schlussphase der Partie nicht nach. Der eingewechselte Routinier Robert Tesche zeigte seine außergewöhnliche Klasse, als er am Sechzehnerrand den Ball in die Gefahrenzone lupfte und der gestern besonders offensiv auffällige Frederik Christensen auch noch in der 83. Minute zum Sprint ansetzte und das Spielgerät per Kopfball in die Maschen drosch. Allgemein zeigten sich die Osnabrücker gegen die Schweinfurter kopfballstark und gewannen 73,7 Prozent der Luftduelle. Kein anderes Team konnte an diesem Spieltag bislang eine solche Quote vorweisen. Auch am Boden war die Mannschaft von Timo Schultz in den häufigsten Fällen der Sieger. 57,7 Prozent der Zweikämpfe gewannen die Lila-Weißen und stellten damit ebenfalls den Bestwert des Spieltags dar. Die meisten Zweikämpfe führte indessen Kevin Wiethaup (19), der ebenfalls die längste Laufdistanz (11,8 km) zurücklegte.

Kurz nach dem vierten Treffer des Tages war die Partie zu Ende und damit der siebte Sieg in Folge beschlossene Sache. Mit einem solchen Lauf steigt auch das Selbstvertrauen der Mannschaft, wie Robin Meißner im Interview bei VfL-TV zeigte: „Wir sind sehr, sehr glücklich. 4:0 zu gewinnen hier zu Hause. Alles wie immer. […] Jetzt legen wir Dienstag nach und dann schauen wir weiter.“ Am Dienstag treffen die Osnabrücker dann in der SchauinsLand-Reisen-Arena auf den Aufstiegskonkurrenten MSV Duisburg (Anpfiff: 19:00 Uhr). Auf den aktuellen Tabellenfünften hat man momentan zehn Punkte Abstand. Dieses Polster soll gegen die „Zebras“ mit einem weiteren Sieg noch weiter ausgebaut und somit der Traum vom Aufstieg noch ein bisschen realistischer gemacht werden.


Text: Jendrik Greiwe Fotos: Fabian Frommeyer

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