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·22 Maret 2026

Arbeiterbienen aus Manchester: Die Red Devils in der Analyse

Gambar artikel:Arbeiterbienen aus Manchester: Die Red Devils in der Analyse

Fleißig, ausdauernd und unermüdlich im Einsatz: Die Arbeiterbiene (worker bee), Symbol der Stadt Manchester, steht sinnbildlich auch für den Weg der Frauenmannschaft von Manchester United. Denn obwohl der Klub weltweit zu den größten und renommiertesten im Fußball zählt, ist sein Frauenteam noch von vergleichsweise junger Historie. Erst 2018 offiziell gegründet, arbeiteten sich die Red Devils im englischen Frauenfußball Schritt für Schritt nach oben. Die Entwicklung verlief rasant, doch der endgültige Durchbruch in die europäische Spitze steht bislang noch aus. Auf fcbayern.com stellen wir euch die Engländerinnen vor dem Viertelfinal-Hinspiel (Mittwoch, ab 21 Uhr im Liveticker und kostenfreien Webradio auf fcbayern.com und in der FC Bayern App) etwas ausführlicher vor.

Neustart nach langer Pause

Offiziell läuft ein Frauenteam erst seit 2018 unter dem Wappen der Red Devils auf – neu war der Frauenfußball in der nordenglischen Metropole damit jedoch keineswegs. Bereits in den 1970er-Jahren formierten sich erste Vorgänger-Mannschaften, etwa die Manchester United Supporters Club Ladies. Sie wurden später als inoffizielle Frauenabteilung des Vereins wahrgenommen und zählten zu den Gründungsmitgliedern der North West Women’s Regional Football League. Unter dem neuen Namen Manchester United Ladies FC etablierte sich das Team schließlich dauerhaft und feierte beachtliche Erfolge, darunter den Aufstieg in die höchste Spielklasse.


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Zu Beginn der 2000er-Jahre wurde die Mannschaft offiziell in den Klub eingegliedert, ein Schritt von erheblicher symbolischer Tragweite. Doch bereits 2005 folgte der Rückzug, mit der Begründung, Frauenfußball sei wirtschaftlich nicht tragfähig. Erst 13 Jahre später kehrte der Verein auf die große Bühne des Frauenfußballs zurück und wagte einen Neustart.

Rasche sportliche Entwicklung

Der Neustart verlief sportlich eindrucksvoll. Bereits in der Saison 2018/19 sicherte sich Manchester United die Meisterschaft in der zweithöchsten englischen Liga und stieg damit auf Anhieb in das englische Oberhaus, die FA Women’s Super League, auf. Die erste Partie in der höchsten Spielklasse geriet sogleich zu einem besonderen Ereignis: Im prestigeträchtigen Manchester Derby trafen die beiden Stadtrivalen vor mehr als 31.000 Zuschauerinnen und Zuschauern aufeinander – eine Rekordkulisse für ein Ligaspiel im englischen Frauenfußball zu jener Zeit.

Seither hat sich das Team dauerhaft im oberen Tabellenbereich etabliert. Nach mehreren Platzierungen unter den besten Vier folgte 2023 mit der Vizemeisterschaft der bislang höchste Liga-Abschluss. Den ersten und bislang einzigen Titel durften die Red Devils 2024 bejubeln, als sie Tottenham mit 4:0 schlugen und damit den FA Women‘s Cup gewannen.

Grünschnabel in der Königinnenklasse

In der UEFA Women’s Champions League zeigt die Entwicklung der Red Devils inzwischen klar nach oben und unterstreicht eindrucksvoll den sportlichen Fortschritt der vergangenen Monate und Jahre: Nachdem die Mannschaft von Marc Skinner in der Vorsaison noch knapp in der Qualifikation zur Champions League an Paris Saint-Germain gescheitert war und damit den Sprung in die Gruppenphase verpasste, steht sie nun bereits in ihrer Premierensaison in der Hauptrunde unter den besten acht Teams Europas.

Dieser Einzug ins Viertelfinale ist nicht nur ein wichtiger sportlicher Meilenstein, sondern auch ein historischer Erfolg für den Club: Manchester United ist in dieser Saison das einzige Team im Wettbewerb, das zuvor noch nie ein Viertelfinale in der Champions League erreicht hatte.

Zwischen verlorenem Endspiel & ungeschlagener Serie

Die jüngsten Auftritte der Skinner-Elf zeichnen ein gemischtes Bild. In gleich zwei aufeinanderfolgenden Duellen zog Manchester United gegen den FC Chelsea den Kürzeren. Zunächst warfen die Blues die Red Devils im FA-Cup-Achtelfinale mit 2:1 aus dem Wettbewerb, ehe sie ihnen rund eineinhalb Wochen später im Endspiel des englischen Ligapokals mit einem 2:0-Erfolg die nächste bittere Niederlage zufügten.

Deutlich erfreulicher liest sich dagegen die Bilanz in der heimischen Women’s Super League: Seit Mitte November ist die Mannschaft von Marc Skinner ungeschlagen und belegt mit 38 Punkten hinter Stadtrivale Manchester City den zweiten Tabellenplatz. Die Generalprobe am Wochenende gewann die Mannschaft um Kapitänin Maya Le Tissier dank des Last-Minute-Treffers von Melvine Malard mit 2:1 gegen den FC Everton. Das Ticket für das Viertelfinale der Champions League sicherten sich die Red Devils mit zwei überzeugenden Auftritten (3:0 und 2:0) in den Play-off-Duellen gegen Atlético Madrid, nachdem man in der Ligaphase auf Rang sechs landete. 

Wiedersehen mit alten Bekannten

Für die FC Bayern Frauen birgt das Duell mit Manchester United gleich mehrere besondere Wiedersehen. Im Zentrum steht dabei Lea Schüller, die die Münchnerinnen erst im vergangenen Winter in Richtung der nordenglischen Metropole verlassen hat.

Darüber hinaus stehen mit den beiden schwedischen Nationalspielerinnen Fridolina Rolfö und Julia Zigiotti Olme zwei weitere frühere Bayern-Akteurinnen im Kader von United. Rolfö trug von 2017 bis 2019 das Trikot des FCB, während ihre Landsfrau in der Saison 2024/25 mit den Münchnerinnen das Double aus Meisterschaft und Pokalsieg feierte. Komplettiert wird das Quartett der alten Bekannten durch Leah Galton, die im Winter 2018 nach München wechselte.

The Ones to watch

Auch darüber hinaus ist der Kader von Manchester United gespickt mit Namen, die im europäischen Spitzenfußball längst fest verankert sind. Mit Kapitänin Maya Le Tissier, Jess Park und Ella Toone stehen gleich drei amtierende Europameisterinnen im Aufgebot von Marc Skinner. Toone krönte sich sogar zwei Mal zur Europameisterin und erzielte im EM-Finale 2022 gegen Deutschland den Führungstreffer. In der laufenden Saison gehört die Rekordspielerin von United mit fünf Assists zu den besten Vorlagengeberinnen der Liga.

In der Offensive sorgen gleich drei Spielerinnen für mächtig Torgefahr: Park, die Norwegerin Elisabeth Terland und Melvine Malard, zählen in der heimischen Liga allesamt sechs Treffer auf ihrem Konto. In der Champions League sorgten Malard und Fridolina Rolfö mit jeweils drei Toren für Torgefahr.

Das Quiz zum Duell gegen Manchester United:

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So verfolgt ihr das Duell gegen Manchester United bei uns: 

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