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·15 Juli 2026
„Auf der Zielgeraden“: Klopp-Anstellung beim DFB ganz nah

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·15 Juli 2026

Jürgen Klopp bereitete sich in den USA auf seine letzten Tage als TV-Experte vor, da wurden für den Wunsch-Bundestrainer in München weitere Hürden auf dem Weg ins höchste Fußball-Amt beiseite geräumt. „Wir sind auf der Zielgeraden“, sagte ein DFB-Funktionär dem SID nach dem Treffen zwischen der Verbandsspitze und Klopps Noch-Arbeitgeber Red Bull. Allerdings: Eine solche Zielgerade, das zeigt gerade die Tour de France, kann auch mal recht lang sein – und mancher Profi stürzt hier noch.
Kein Wunder also, dass der Deutsche Fußball-Bund eine offizielle Stellungnahme zu den Entwicklungen auch am Mittwoch ablehnte. Zumal ein Gespräch zwischen Klopp und Red-Bull-Boss Oliver Mintzlaff dem Vernehmen nach noch aussteht. Es soll im Umfeld des WM-Finals am Wochenende in den USA stattfinden. Mintzlaff hat einen Trip zum Endspiel am Sonntag schon lange geplant, Klopp wird dort für MagentaTV im Einsatz sein. Geht alles glatt, könnte Klopp bereits kommende Woche Bundestrainer sein.
DFB-Präsident Bernd Neuendorf, sein Vize Hans-Joachim Watzke und Mintzlaff leisteten am Dienstag schon einmal wertvolle Vorarbeit. Watzke hatte dem SID das Treffen in München bestätigt. Er werde dazu allerdings ansonsten „keine Angaben“ machen, teilte der Bundesliga-Boss mit. Dennoch sickerte in der Folge durch, dass der DFB nach der „Verständigung über wesentliche Eckpunkte eines potenziellen Vertrages“ mit Klopp bis 2030 nun auch mit Red Bull eine mögliche Lösung ausgearbeitet habe.
Wie genau diese aussehen soll und ob sie im Gespräch zwischen Klopp und Mintzlaff Bestand haben kann, blieb offen. Beim Treffen in München ging es um die Frage, unter welchen Bedingungen der Wunsch-Bundestrainer aus seinem bis 2029 laufenden Vertrag als „Head of Global Soccer“ beim Brause-Giganten aussteigen kann. Zuletzt hieß es, Klopp könnte dem Konzern beratend erhalten bleiben.
Eine millionenschwere Ablöse will sich der DFB nach der kostspieligen Trennung von Julian Nagelsmann jedenfalls sparen. Eine Option könnten zusätzliche Länderspiele am RB-Standort Leipzig oder andere DFB-Aktivitäten dort sein. Details des Deals soll Präsident Neuendorf den Verbandsgremien nach SID-Informationen am Mittwochabend vorstellen. Dabei wird auch zur Sprache kommen, was Klopp als Nachfolger des zurückgetretenen Nagelsmann verdienen soll.
Watzke hatte hier augenzwinkernd einen „Patriotismus-Abschlag“ ins Gespräch gebracht, ein zweimaliger Welttrainer wie Klopp aber wird sich nicht mit Almosen zufrieden geben. Auch wegen des erwartet hohen Vertragsvolumens – im Gespräch ist ein etwas höheres Salär als die rund sieben Millionen für Nagelsmann – rumort es an der Basis.
Klopps Vertrag müsste „final in einer gemeinsamen Sitzung von Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung der DFB GmbH und Co. KG beschlossen werden“. So hat es der Verband festgelegt. Dem Aufsichtsrat unter dem Vorsitzenden Alexander Wehrle, Vorstandschef des VfB Stuttgart, gehören 14 Mitglieder an – darunter kritische Köpfe wie St. Paulis Präsident Oke Göttlich. Die Gesellschafterversammlung ist trotz ihrer Größe vermittelnden Bezeichnung klein – aber mit Neuendorf (Vorsitz), Watzke, DFB-Vize Ronny Zimmermann und Oliver Leki (DFL) prominent besetzt.
Ein fertiges Paket können die Gremien Stand jetzt nicht abnicken – das kann es erst nach dem Treffen Klopp/Mintzlaff geben. Außerdem müssten laut einem Bericht der Frankfurter Rundschau, die eine abschließende Einigung zwischen DFB und RB verneint, noch „Details zwischen der Klopp-Seite und dem DFB besprochen werden“. Einen bösen Sturz auf der Zielgeraden erwartet aber keiner der Beteiligten.







































