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·14 Mei 2026
Auf die emotionalen folgen nun die stillen Abschiede: Wer zum letzten Mal für den 1. FC Köln auflaufen könnte

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Simon Bartsch
14 Mai, 2026
Drei Spieler wurden vergangene Woche offiziell verabschiedet. Bei Florian Kainz, Dominique Heintz und Luca Kilian stand bereits fest, dass sie den Club verlassen werden. In den kommenden Wochen und Monaten werden aber weitere Spieler folgen. Ein Überblick.
Jubel bei den Spielern des 1. FC Köln. Doch wer wird auch in der kommenden Saison das Trikot der Geißböcke tragen?
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Es war ein besonderer Gänsehaut-Moment als Linton Maina Mitspieler Florian Kainz fest in den Arm nahm und Michael Trippel die Einwechslung des Österreichers im Duell der Kölner gegen den 1. FC Heidenheim ankündigte. 50.000 Zuschauer erhoben sich, spendeten Applaus. Genauso bei Dominique Heintz, der für die letzten Minuten des Spiels eingewechselt wurde. Nach dem Spiel erhielten die beiden gemeinsam mit Luca Kilian noch die offizielle Verabschiedung – inklusive warmer Worte von Thomas Kessler, den Sprechchören der Fans und dem Spalier der Familie, dem Staff, der Mannschaft. Die drei Akteure standen Jahre beim FC unter Vertrag – ein Ende in Köln, das sich die Spieler verdient haben. Auch weitere verdiente Profis werden den FC am Ende der Saison verlassen. Nur fällt deren Verabschiedung bei weitem nicht so emotional aus. Es wird ein stiller Abschied. Und einer, bei dem wohl noch nicht geklärt ist, ob er final ist.
Denn hinter zahlreichen Spielern steht weiterhin ein Fragezeichen. Möglicherweise tragen sie am Samstag ein letztes Mal den Geißbock auf der Brust. Allen voran Stammspieler wie Eric Martel oder Shootingstar Said El Mala. Die FC-Bosse würden die beiden Leistungsträger gerne halten, aber eben nicht um jeden Preis. Das Angebot für Eric Martel ist bereits nicht mehr das gleiche wie noch zu Beginn der Spielzeit, als der FC unbedingt mit dem Spieler verlängern wollte. Die Verhandlungsbasis hat sich verändert, die Kölner schauen sich nicht umsonst bereits nach Sechsern mit ersten Erfahrungen um. Auch, wenn sich die Parteien in Gesprächen befinden, käme ein Abschied im Sommer nicht so richtig überraschend. Bei El Mala ist die Ausgangslage eine andere, aber mit ähnlicher Tendenz. Thomas Kessler betonte zuletzt zwischen den Zeilen, dass es noch kein Angebot gäbe, über das sich der FC ernsthaft Gedanken machen werde.
Erstens kann sich das im Sommer jederzeit ändern und zweitens bedeutet das im Umkehrschluss, dass man sich ernsthafte Gedanken machen wird, wenn denn das richtige Angebot vorliegt. Und es ist nicht unwahrscheinlich, dass das eben spätestens im August kommen wird. Der „Kicker“ berichtete am Montag, dass der FC Brentfort mehr als 40 Millionen Euro bieten will. Die Summe dürfte noch steigen, wenn El Mala doch mit zur WM fahren sollte. Es ist also alles andere als ausgeschlossen, dass die FC-Fans ihren Shootingstar am vergangenen Sonntag das vorerst letzte Mal im FC-Trikot in Köln haben spielen sehen. Während sich die Personalie El Mala also noch ein wenig ziehen kann, wird es in anderen Fällen wohl schnell Klarheit geben. So zum Beispiel bei Jahmai Simpson-Pusey, Cenk Özkacar und Kristoffer Lund. Die drei Akteure sind bekanntlich ausgeliehen, bei allen Dreien gibt es eine Kaufoption. Doch nicht bei allen Leihspielern, wird der FC davon Gebrauch machen wollen oder können.
Gerade Lund wackelte in der Saison doch einige Male erheblich. Gleich mehrere Patzer hatten Gegentore zur Folge. Der gebürtige Däne mit US-Pass ist dementsprechend alles andere als unumstritten. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird Lund zurück nach Palermo gehen. Unstimmigkeit soll auch bei Özkacar vorliegen. Der Türke hatte sich zwar mit guten Leistungen zuletzt festgespielt, doch es gibt Skepsis, ob der Innenverteidiger eine ganze Saison auf dem Niveau spielen kann. Gerade in Sachen Technik und Geschwindigkeit hat der Spieler auch Defizite. Die Begegnung gegen Heidenheim war eine besonders bittere für den Innenverteidiger, der letzte Eindruck also kein besonders guter. Simpson-Pusey gilt als Zukunftsversprechen, wäre für den FC das Paradebeispiel an jungem Spieler, den man entwickeln und irgendwann für viel Geld gehen lassen kann. Nur gehört „JSP“ eben nicht den Kölnern. ManCity könnte den 20-Jährigen genauso gut an ein Team verleihen, das in der kommenden Saison international spielt.
Felipe Chávez könnte noch ein Jahr (sogar unter Umständen zwei Jahre) beim FC spielen, bevor Bayern die Rückkauf-Option zieht. Der FC dürfte sich von dem Talent allerdings auch mehr versprochen haben. Die Zukunft des Mittelfeldspielers ist ebenfalls noch nicht geklärt. Und dann gibt es da noch die Spieler, die mit der aktuellen Situation unzufrieden sind oder keine Perspektive für die kommende Spielzeit sehen. Möglicherweise erst, wenn weitere Transfers eingetütet sind. Denis Huseinbasic wird schon seit einigen Wochen als möglicher Wechselkandidat genannt. Der 24-Jährige blieb zuletzt fünf Mal in Serie ohne Einsatz, stand zwei Mal davon nicht im Kader. Bei dem Mittelfelfspieler könnte eine Entscheidung auch mit der Personalie des Trainers zusammenhängen. Doch es gibt sicher auch andere Spieler, die möglicherweise einen Wechsel in Erwägung ziehen. Und die ein oder andere Überraschung ist auch nicht ausgeschlossen – je nach dem welche Angebote ins Geißbockheim flattern.







































